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Großes Interesse für Geriatrische Klinik

Perleberg Großes Interesse für Geriatrische Klinik

Vor allem ältere Menschen, aber auch Angehörige von älteren Menschen interessierten sich am Sonnabend beim Tag der offenen Tür für die Möglichkeiten, die die Klinik für Geriatrie in Perleberg ihren Patienten so zu bieten hat. Die Vorteile der Angliederung an die übrigen Stationen des Krankenhauses liegen auf der Hand – eine enge Verzahnung.

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Auf der Gehstrecke können Patienten nach einer Hüft-OP das Gehen auf verschiedenen Untergründen üben.

Quelle: Jens Wegner

Perleberg. Groß war der Andrang und das Interesse am Sonnabend beim Tag der offenen Tür in der Klinik für Geriatrie des Kreiskrankenhauses Perleberg. Alle interessierten Senioren aber auch Fachpublikum waren eingeladen, die Räumlichkeiten und die Angebote auf der noch recht jungen Station kennenzulernen sowie Gespräche mit den Fachleuten zu führen. Schwester Karsta Sturies führte die Gäste in einem Rundgang durch die Station, erklärte dabei die spezifischen Arbeitsweisen und Besonderheiten der Station.

Physiotherapeutin Franziska Glatz erklärte einige Geräte, die zur Physiotherapie genutzt werden sowie eine Tageslichtlampe

Physiotherapeutin Franziska Glatz erklärte einige Geräte, die zur Physiotherapie genutzt werden sowie eine Tageslichtlampe.

Quelle: Jens Wegner

„Geriatrie ist die Altersheilkunde. Hier werden alle Krankheiten behandelt, die man im Alter hat. Oft sind es mehrere behandlungsbedürftige Erkrankungen gleichzeitig. Das Alter fängt bei uns mit 60 an”, erklärte sie eingangs. So besteht das geriatrische Team aus Ärzten, Schwestern und Pflegern, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden, Ernährungstherapeuten und Sozialarbeitern. Während des Rundgangs erklärte die Physiotherapeutin Franziska Glatz einige Geräte, die zur Physiotherapie genutzt werden sowie den Nutzen einer Tageslichtlampe. Im Außenbereich begutachteten die Gäste die neu eingerichtete gemütliche Sitzecke und die Gehstrecke, auf der Patienten, beispielsweise nach einer Hüft-OP, das Gehen auf verschiedenen Untergründen üben können.

Akutmedizin und Reha laufen parallel

Eine Sozialarbeiterin hilft bei Bedarf bei der Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht. „Die Patienten kommen aus anderen Abteilungen des Krankenhauses, aber auch aus den umliegenden Krankenhäusern. Und sie können durch Hausärzte und Fachärzte eingewiesen werden”, erklärte Karsta Sturies auf die Frage eines Besuchers, wie man denn in die Geriatrie käme. Die durchschnittliche Dauer einer geriatrischen Komplexbehandlung beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen. Das besondere daran ist, dass neben der regulären Akutmedizin im Krankenhaus parallel ein Rehabilitationsprogramm abläuft. Dies bedeutet für den Patienten eine intensive Betreuung durch speziell ausgebildete Mitarbeiter. Ein Aufenthaltsraum ermöglicht ein geselliges Beisammensein. In der Lehrküche und im Gruppentherapieraum können die Patienten gemeinsam kochen und backen oder ihre Motorik beim Flechten von Körben trainieren.

Linderung mit speziellen Hilfsmitteln

Auch Chefärztin Britta Fürstenau stand für Fragen zur Verfügung. „Die meisten drehen sich um die Geriatrie selbst. Die Leute möchten wissen was Geriatrie heißt und was wir hier mit den Patienten machen. Schmerzen ist außerdem ein großes Thema”, sagte sie und präsentierte einige Akupunkturnadeln, mit denen sie den Patienten Linderung verschafft. Sie zeigte Hilfsmittel wie ein Essbesteck, das besonders gut in der Hand liegt. Seine ergonomischen Handgriffe bestehen aus einem weichen Gummimaterial und sind mit einer Riffelung versehen. Bei dem Besteck lassen sich die Esshilfen in eine rechts- oder linkswinkelige Position verdrehen.

In  Lehrküche und Gruppentherapieraum wurde   gebacken

In Lehrküche und Gruppentherapieraum wurde gebacken.

Quelle: Jens Wegner

„Meine Enkelin arbeitet hier und ich wollte man sehen, wie es hier vor sich geht”, begründete Horst Leider aus Wittenberge sein Interesse. „Ich finde es hier sehr gut. Die Zimmer sind groß und gemütlich. Alles ist sehr schön eingerichtet”, lobte der 72-Jährige. Die Geriatrie verfügt über 28 Betten, die durchweg gut belegt sind.

Von Jens Wegner

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