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Prignitz Großes Lob für die Wittenberger Wehr
Lokales Prignitz Großes Lob für die Wittenberger Wehr
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21:25 28.02.2016
Alle ausgezeichneten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge. Wehrführer Lars Wirwich (3. Reihe,6. v. l.) wurde zum Brandmeister befördert. Quelle: Andreas König
Wittenberge

Sie ist die größte Wehr der Prignitz und verfügt über die vielfältigste Struktur. Die Feuerwehr Wittenberge konnte zu ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag eine nahezu ausschließlich positive Bilanz des vergangenen Jahres ziehen.

Noch vor der Zusammenkunft erhielten die freiwilligen Retter jedoch ein Geschenk von der Stadt, wenn es sich dabei auch um eine technisch notwendige Investition handelt. „Die freiwillige Feuerwehr Wittenberge erhält eine neue Drehleiter“, verkündete stolz Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Er vertrat Bürgermeister Oliver Hermann, der einen dringenden Auswärtstermin wahrnahm.

Mit Knickarm und Kraft für schwere Patienten

Das neue Drehleiter-Fahrzeug wird seinen 20 Jahre alten Vorgänger ablösen, der den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr nur noch bedingt gewachsen ist. Unter anderem verkraftet der Leiterkorb an der Spitze der Drehleiter nur eine Beladung von 270 Kilogramm. Die neue soll 500 Kilo schaffen. Zudem verfügt sie über einen Knick­arm, mit dem in engen Straßen mit hohen Häusern effektiver Menschen gerettet werden können. 450 000 Euro kostet die Drehleiter in der Grundausstattung, bei 270 000 Euro Fördermitteln steuert die Stadt 180 000 Euro Eigenanteil bei. Hinzu kommen 46 000 Euro für Zusatzausstattung. Dazu zählen eine Krankentragenhalterung für schwere Patienten und der Knick­arm.

Dass es sich bei den Anschaffungskosten um gut angelegtes Geld handelt, wurde in der Jahreshauptversammlung deutlich. Die Wittenberger Wehr zählt 145 Mitglieder, wovon 71 Kameraden aktiv sind. Hinzu kommen elf Mitglieder der Hundestaffel, 33 Seniorenkameraden sowie 19 Angehörige der Jugendwehr.

Aktive absolvierten mehr Einsätze als 2014

Die Aktiven wurden im vergangenen Jahr zu 324 Einsätzen gerufen. Das waren 51 Einsätze oder knapp 24 Prozent mehr als 2014. Das Gros der Einsätze musste in der Zeit von 6 bis 18 Uhr absolviert werden. „Vor allem bei Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen ist es ein Problem für die Kameraden, so etwas gegenüber ihren Arbeitgebern zu rechtfertigen“, sagte Wehrführer Lars Wirwich. Brände machten knapp 28 Prozent der Einsätze aus, Hilfeleistungen von Personenrettung nach Unfällen bis hin zu Türnotöffnungen oder Tragehilfe für den Rettungsdienst umfassten knapp die Hälfte der Einsätze.

Beförderungen und Auszeichnungen

Aus der Jugendwehr kommt Sarah Kaffenberger. Sie wurde zur Feuerwehrfrau-Anwärterin ernannt. Von Anwärtern zu Feuerwehrmännern wurden Markus Chrzan, Maximilian Paatsch, Marcel Vieregg und Thomas Plog befördert.

Zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau befördert wurden die Mitglieder der Rettungshundestaffel Mario Burgemeister, Sebastian Fischer, Felix Fleischmann, Juliane Freuck, Michael Knauf, Torsten Koynowski, Jennifer Nikolaizig, Jana Schreiber, Patricia Stark, Antonina Zado.

Befördert wurden Daniel Hecht, René Grütze (Oberfeuerwehrmann), Thomas Formella, Jan Hartkopf, Klaus Plog (Löschmeister), Kevin Müller (Oberlöschmeister).

Für treue Dienste wurden ausgezeichnet Karsten Winterfeld, Thomas Formella, Steffen Thomas, Sebastian Brandt (10 Jahre), Klaus Plog, Christopher Krüger, Nico Bromber, Jan Hartkopf, Holger Grüttner, Chris Brandt, Steven Reppert (20 Jahre), Stefan Buth (30 Jahre), Frank Junkier (40 Jahre), Dieter Thiede und Günter Wirwich (60 Jahre).

Statistisch waren pro Monat 22 Einsätze zu absolvieren. Zu den Einsätzen, die im Gedächtnis bleiben, zählen Verkehrsunfälle mit Toten, der Brand am 10. Dezember in der Havelberger Straße, als sieben Personen gerettet werden mussten, und der Küchenbrand in der Perleberger Straße am Silvestertag. 13 Personen wurden von den Kameraden vor den Flammen gerettet.

Kameraden leisteten rund 11 000 Arbeitsstunden für die Stadt

Bei der Ausbildung hat sich die Wehr den erhöhten Anforderungen gestellt. 50 Dienstabende, zwei große Übungen, 26 Weiterbildungen – viel Freizeit haben Angehörige der Feuerwehr nicht. Hinzu kommt die ehrenamtliche Arbeit. Sei es für die Stadt, die Arbeitsgruppe Stadt- und Hafenfest oder Großveranstaltungen wie Sound City. Stets waren Kameraden präsent. Etwa 11 000 Arbeitsstunden wurden für die Stadt erbracht.

Stadtverordnetenvorsteher Karsten Korup dankte allen Angehörigen der Wehr. Er nannte sie eine „dufte Truppe“, die ihre Freizeit opfert und oftmals Gesundheit und Leben riskiert, um den Menschen der Stadt Wittenberge und der ganzen Region zu helfen.

Von Andreas König

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