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Prignitz Großformatige Bilder in der alten Schmiede
Lokales Prignitz Großformatige Bilder in der alten Schmiede
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10:57 27.02.2017
Der Berliner Künstler Reiner Kramer mit Lebensgefährtin und Eltern (von links) in Gumtow. Quelle: Privat
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Gumtow

Sie passen gut in das Ambiente der ehemaligen Schmiede, die großformatigen Bilder des Berliner Künstlers Reiner Kramer. Der 1964 in Radolfzell geborene und in Berlin-Treptow aufgewachsene Maler stellt in der Gumtower Galerie 5 von Karin und Eckhard Zempel 28 seiner Werke aus.

Es ist die erste größere Ausstellung des 52-Jährigen. Bisher gab es nur kleinere Expositionen im privaten und beruflichen Umfeld. Und viele seiner Bilder finden als Leihgaben einen Platz bei Familienmitgliedern und Freunden. Den Impuls für eine Ausstellung in Gumtow gab Kramers Mutter Bärbel Quast-Sindulka. Sie hatte Karin und Eckhard Zempel auf einer Kunstausstellung kennen gelernt.

Schon mit zwölf Jahren widmete sich Reiner Kramer aktiv der Malerei, indem er an Zeichenworkshops unter Leitung Berliner Kunstabsolventen teilnahm. Später absolvierte er mehrere Kunstseminare an der Volkshochschule Prenzlauer Berg unter der Leitung des namhaften Malers und Grafikers Michael Hegewald. Beruflich war Reiner Kramer als Leiter der allgemeinen Verwaltung im Verlag Neues Leben tätig, später unter anderem als Vertriebsleiter in einem mittelständigen Dienstleistungsunternehmen.

Ein Bild von Reiner Kramer aus der Ausstellung. Quelle: Renate Zunke

Seine Bilder in Acryl, Öl und Mischtechniken, die neben seiner beruflichen Tätigkeit entstehen, zeugen von einer großen Experimentierfreudigkeit im Hinblick auf Material und Techniken. Er trägt Eisenpigmente in flüssiger Form auf, so dass Rost entsteht, verwendet zum Beispiel Schaumstoffe, Pappmachè oder Kaffeesatz für besondere Effekte. Die Darstellung von Licht und Schatten und die dreidimensionale Malerei sind für ihn persönliche Herausforderungen. Kramer sagt: „In meinen Werken fließen grobe Kompositionen, gestalterische Freiheit sowie technische Ideen und Möglichkeiten, oft chemische Prozesse, so ineinander, dass sie selbst für mich innerhalb von kurzer Zeit zu erstaunlichen Resultaten führen.“ Der Malprozess wird in der Regel von passender Musik begleitet. So begibt sich der Künstler in einen tranceähnlichen Zustand, losgelöst von Raum und Zeit.

Eine besondere emotionale Herausforderung

Wenn er dann am nächsten Tag vor dem vollendeten Bild steht, hat er das Gefühl etwas Neues zu betrachte, etwas, was er zuvor so noch nicht gesehen hat. Seine abstrakten Werke setzen ihn dann selbst in Erstaunen und oft ist es für ihn schwer vorstellbar, dass „alles von mir, aus mir, kam.“ Er erklärt: „Die abstrakte Malerei ist für mich eine besondere emotionale Herausforderung und eine Gelegenheit, Dinge zu verarbeiten.“ Dagegen sind die Bilder mit realistischen Darstellungen für ihn mehr ein technischer Part und damit eine große Herausforderung. Dann will er Atmosphäre einfangen, Details darstellen und malt auch schon mal zehn bis zwölf Stunden hintereinander. „Da geht viel Energie rein“, erklärt Reiner Kramer.

Bis zum 31. März sind die Bilder zu sehen

Wie sehen und erleben nun Betrachter seine Werke? Reiner Kramer meint: „Sie sollen sich mit eigenen Interpretationen ihre Welten erschaffen. Jeder sieht etwas anderes.“ Und da erfährt der Künstler auch schon mal Erstaunliches. „Das Spektrum ist groß und es gibt Interpretationen, die machen richtigen Spaß“, verrät Kramer.“ Sollte sich jemand für eines seiner Bilder interessieren: Vor dem endgültigen Erwerb besteht nach Absprache mit ihm die Möglichkeit, das Bild 14 Tage lang zu Hause zur Probe aufzuhängen: „Kunstliebhaber und Bild müssen auch in den heimischen Gefilden wirklich zueinander passen.“

Bis zum 31. März sind die Bilder von Reiner Kramer in der Galerie 5 in Gumtow, Berliner Straße 18 (alte Schmiede), zu besichtigen. Wenn sie zu Hause sind öffnen Eckhard und Karin Zempel gern die Tür auch für spontane Besucher. Voranmeldungen sind sicherer und unter Telefon 033977/5 06 10 möglich.

Von Renate Zunke

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