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Prignitz Gründerlotse für Ostprignitz-Ruppin
Lokales Prignitz Gründerlotse für Ostprignitz-Ruppin
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02:15 16.01.2016
Robin Schmidt ist Gründerlotse für OPR. Seine Prignitzer Kollegin ist Christin Schaffranneck (l.), Geschäftsführerin Sandra Balkow. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Es ist eine Vielzahl von Eindrücken, die Robin Schmidt zu verarbeiten hat. Aber sich auf neue Dinge einzulassen, gehört sozusagen zu den Kernkompetenzen des 27-Jährigen. Robin Schmidt ist Gründerlotse im Technologie- und Gewerbezentrum Wittenberge (TGW). Die Gesellschaft hat seit Beginn des Jahres den Zuschlag erhalten, ihren Gründerlotsendienst auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin anzubieten.

Schon in der Vergangenheit hatte TGW-Geschäftsführerin und Wachstumskern-Koordinatorin Sandra Balkow den Nachbarkreis mitbetreut, doch war das mehr eine provisorische Lösung. Nun haben die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), die Ministerien für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Frauen sowie für Wirtschaft und Energie dem TGW den Zuschlag für den Gründerlotsendienst in Ostprignitz-Ruppin erteilt. „Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet und läuft bis Ende 2017“, sagt Sandra Balkow.

Bei ihrem Gründerlotsendienst stützt sich die Geschäftsführerin bewusst auf junge Leute. Sowohl die Gründerlotsin für die Prignitz, Christin Schaffranneck als auch ihr neuer Kollege Robin Schmidt sind noch keine 30 Jahre alt.

Robin Schmidt ist gebürtiger Wittenberger

Robin Schmidt ist gebürtiger Wittenberger. Er hat ein duales Studium bei einer regionalen Firma absolviert. Seitdem darf er sich Diplom-Betriebswirt nennen, wobei er auch noch einen Bachelorabschluss in dieser Fachrichtung abgelegt hat.

„Ich habe viel mit Selbstständigen zu tun gehabt“, sagt Robin Schmidt. Doch ist ihm bewusst, dass „es vor allem auf die externen Experten ankommt. Hier binden wir zum Beispiel Steuer- und Unternehmensberater, Rechtsanwälte oder sonstige Gründungsspezialisten ein.“ Zur Seite steht ihm Senior-Coach Rolf Dähne.

„Die Schritte, die ein Handwerksmeister bei der Gründung gehen muss, sind ja doch ganz andere als beispielsweise bei einem Freiberufler“, sagt Robin Schmidt. Der Gründerlotsendienst informiert die potenziellen Existenzgründer in sogenannten Development Centern, die zehnmal im Jahr angeboten werden. An vier recht intensiven Tagen werden die künftigen Unternehmer in allem unterwiesen, was für eine erfolgreiche Existenzgründung erforderlich ist: Steuer- und Rechtsfragen, Betriebswirtschaft, Förderbedingungen und sogar Psychologie. „Die Teilnahme am Development Center ist für Gründungswillige kostenlos“, sagt Robin Schmidt. Schon das sei ein riesiger Vorteil, denn in der Gründungsphase gelte es besonders, seine Finanzen im Griff zu haben, vom Erkenntnisgewinn ganz zu schweigen. Doch auch nach dem viertägigen Kurs gibt es die Möglichkeit, den angehenden Selbstständigen mit weiteren Stunden zusätzliches Wissen zu vermitteln.

Der Lotsendienst führte im vergangenen Jahr rund 135 Erstgespräche

Diese Arbeit hat sich in der Prignitz bisher sehr bewährt. Der Lotsendienst führte im vergangenen Jahr rund 135 Erstgespräche. Der Anteil derer, die sich aus der Selbstständigkeit verabschieden, ist sehr gering: fünf Prozent in den vergangenen fünf Jahren. 85 Prozent der Gründer sind noch in der Voll-Selbstständigkeit, zehn Prozent wurden vom Markt abgeworben. Sprechzeiten wird Robin Schmidt zunächst in Neuruppin, im IHK-Regionalcenter in der Junckerstraße anbieten und in Kyritz in der Stadtverwaltung. „Wir werden Gespräche auch mit anderen Kommunen in OPR führen, um möglicherweise auch dort Beratung anzubieten“, sagt Sandra Balkow. Ebenfalls noch auf der Suche ist das TGW nach Dozenten. Die erste Gründerschulung in Kyritz ist für Ende Februar geplant.

Der Gründerlotsendienst wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds (EFS), dem Gründungsnetz Brandenburg, der Investitionsbank und dem Land Brandenburg. Robin Schmidt ist zu erreichen unter Telefon 03877/98 41 20 oder 0152/3 84 77 79 11.

Von Andreas König

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