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Gründung vor 25 Jahren

Jagdverband Perleberg Gründung vor 25 Jahren

Auch die Jäger mussten sich nach der Wende neu organisieren. Aus den verschiedenen örtlichen Jagdgesellschaften ging der Jagdverband Perleberg hervor, der heute 448 Mitglieder zählt. Auf rund 120 000 Hektar sorgen sich die Jäger um die Hege des heimischen Wildbestandes. Sie helfen, Wildschäden in der Landwirtschaft zu verhindern.

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Der erweiterte Vorstand des Perleberger Jagdverbandes.

Quelle: Privat

Perleberg. Beinahe auf den Tag genau vor 25 Jahren kam es zur Gründung des Jagdverbandes Perleberg. Wie so vieles andere ist der Verband ein echtes Wendekind. „Auch bei der Jagd gab es eine Umbildung“, erklärt dazu Verbandsvorsitzender Bernhard Elstner. Es galt, sich nach bundesdeutschem Vorbild neu zu organisieren.

In der DDR bestanden örtliche Jagdgesellschaften wie etwa in Groß Lüben, Lenzen oder Wolfshagen. Sie waren eng mit der Forst verbunden. Die Waffen wurden nicht zu Hause aufbewahrt, sondern in bestimmten Stützpunkten in den Forstbetrieben. Beim Rat des Kreises bestand eine Jagdbehörde.

Bei der Gründung des Jagdverbandes Perleberg, der als eingetragener Verein geführt wird, am 13. Dezember 1990, kamen im Prinzip die Jäger des Altkreises Perleberg zusammen. Bei ähnlichen Umbildungen ging die Zahl der Mitglieder deutlich zurück. Doch nicht so bei den Jägern, wie Bernhard Elstner berichtet. „Die Masse der Jäger ist Mitglied im Jagdverband geworden.“ Mit 448 Mitgliedern gehört der Verband zu den größeren in Brandenburg. In ihrer Obhut haben die Jäger etwa 120 000 Hektar, wo sie auf Jagd gehen. „Die Tätigkeit aller Jäger ist ehrenamtlich , aber durch Gesetze und staatliche Forderung fixiert“, erklärt der Vorsitzende des Jagdverbandes. Hege und Gesunderhalten des heimischen Wilds bezeichnet Bernhard Elstner als die wichtigste Aufgabe der Jäger. Sie liefern dem Veterinäramt des Landkreises Proben und ermöglichen so Untersuchungen. Aktuell wird viel von der Gefahr der afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen gesprochen. Die Tollwutgefahr bei Füchsen war über viele Jahre ein Thema. Dass die Prignitz mittlerweile tollwutfrei ist, ist auch ein Ergebnis der Impfköder, die zur DDR-Zeit ausgelegt wurden. Die Jäger arbeiten heute mit einer Vielzahl an Naturschutz- und Umweltverbänden zusammen. Der Jagdverband selbst ist ein eingetragener Naturschutzverein. Jäger helfen bei der Reduzierung von Wildschäden in der Landwirtschaft und beteiligen sich an Maßnahmen zur Verhinderung von Wildunfällen. Mit der Jagd bereichern Jäger auch die Speisekarte mit Wildfleisch. Mitglieder des Verbandes brachten in den 25 Jahren allein 35 000 Wildschweine zur Strecke. Die offizielle Geburtstagsfeier steigt am 19. März im Hotel Deutscher Kaiser in Perleberg in Anschluss einer Delegiertenversammlung, die einen neuen Vorstand wählen wird.

Von Michael Beeskow

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