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Grundschüler sammeln für die Hansetour

Meyenburg Grundschüler sammeln für die Hansetour

Mit einem großen Sommerfest am 18. Juli wollen die Meyenburger Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule möglichst viel Geld sammeln, das sterbenskranken Kindern zugute kommen soll. Die Spenden wollen sie am 12. August an Helmut Rohde übergeben, den Organisator der Hansetour Sonnenschein.

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Helmut Rohde, Leny, Matthias Habermann und Rhoda (v.l.) werben für Spenden.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Wo die Radler der Hansetour halten, wird meist ein dicker Scheck übergeben: Die Tourteilnehmer sammeln während ihrer Rundfahrt Spenden für die Behandlung sterbenskranker Kinder. Für den Halt in Meyenburg, der für den 12. August auf dem Plan steht, haben sich die Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um eine möglichst große Summe zusammenzubekommen.

Helmut Rohde, der Vorsitzende des Vereins Hanse-Tour Sonnenschein und Organisator der Radtour, konnte sich jetzt in Meyenburg einen kleinen Eindruck davon verschaffen, was die Schüler vorbereitet haben. So soll am Montag, 18. Juli, ein großes Sommerfest auf dem Schulhof stattfinden, erklärte Schulleiterin Margit Strüfing. „Ab 17 Uhr soll es auf dem Schulhof Spiele wie Torwandschießen geben, es gibt Suppe vom Hotel Germania, Kuchen von den Eltern und Schmalzstullen“, kündigte Leny Engel aus der Klasse 5b an. Klassenkameradin Rhoda Reimitz war mit Malte, Nils und einer Lehrerin in allen Geschäften in Meyenburg, um Sachspenden für die Tombola einzuwerben. Die Kinder erklärten den Geschäftsfleuten, worum es bei der Aktion geht. „Vom Möbelwerk bekommen wir Regale und Schränke, von Reifen-Müller gibt es 20 Bälle“, erzählte sie. Auch Geldspenden seien schon übergeben worden.

Jedem Bürgermeister einen Brief geschrieben

Ein Programm soll um 18 Uhr in der Turnhalle beginnen, erklärt Leny weiter. „Die Schüler singen selbst umgeschriebene Lieder, tanzen, spielen Instrumente und Theater.“ Das Motto: „Kinder sind ein Glück, für das es keine Worte gibt.“

Damit möglichst viele Gäste kommen, haben die Grundschüler unter anderem jeden Bürgermeister im Amt Meyenburg einen Briefe geschrieben, in allen Dörfern Plakate in die Schaukästen gehängt. Deren Gestaltung hatten die 4. Klassen übernommen. „Wir haben uns Gedanken über die kranken Kinder gemacht. Das Geld soll ihnen Freude schenken und sie sollen viel Zeit mit ihrer Familie verbringen“, erklärt Rhoda. Gute Wünsche für die betroffenen Familien wollen die Meyenburger Grundschüler am kommenden Montag auf kleine Kärtchen schreiben, die sie an Heliumgefüllte Ballons knüpfen und in den Himmel steigen lassen. Willkommen ist zum Sommerfest jeder.

Spenden gehen direkt zum Ziel

Die Hanse-Tour vom 10. bis 13. August führt unter anderem am 11. August nach Wittstock, wo die Radler übernachten. Von dort geht es am nächsten Tag nach Pritzwalk und Meyenburg, dann weiter nach Plau am See und über Lübz und Parchim zum Zielort Schwerin.

Finanziert wird die Tour über das Startgeld in Höhe von 170 Euro pro Radler. So können alle Spenden direkt ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden.

Die Stadt Pritzwalk hat ein Spendenkonto eingerichtet. Verwendungszweck Hanse-Tour Sonnenschein, IBAN: DE97 1605 0101 1010 0005 40. Gespendet werden kann auch mit dem Mobiltelefon. Wer das möchte, sendet das Wort Sonne an die 81190 und spendet damit 5 Euro pro SMS.

„Wir haben seit unserer Gründung Geld für Krebs- und chronisch kranke Kinder gesammelt“, erklärte Rohde den Hintergrund. Das war vor 20 Jahren. In den vergangenen fünf Jahren sei der Focus auf die ambulante Palliativhilfe für Kinder und Jugendliche gesetzt worden. „Wir wollen alle schwerkranken Kinder erreichen“, so der Tourmanager. Rohde ist sehr erfreut über das Engagement der Meyenburger Kinder: „Das ist eine tolle Nummer, da wissen wir, dass es vom Herzen kommt.“ Der Tourmanager sagt: „Es sind ja auch in Schulklassen Kinder betroffen, das ist das Leben.“

Björn-Schulz-Stiftung verteilt das Geld

Verteilt wird das Geld über die Björn-Schulz-Stiftung, die in Brandenburg (Havel) sitzt. Es kommt Familien zugute, in denen unheilbar kranke Kinder leben. „Für die Eltern gibt es meist kein Leben mehr, so wie wir es kennen“, sagt Rohde. Sie seien 24 Stunden nur für ihr Kind da. Das belastet – auch Geschwisterkinder. Hier soll den Betroffenen geholfen werden, mit Familienbegleitung, Entlastung im Alltag oder Gesprächen.

Von Beate Vogel

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