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Grundstückspreise in der Prignitz steigen

Gutachterausschuss legte Bericht vor Grundstückspreise in der Prignitz steigen

Die Preise für Ackerflächen und Bauland sind 2015 im Vergleich zu den Vorjahren weiter angestiegen. Das lässt sich aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht für die Prignitz ablesen, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte beschloss. Das Gremium arbeitet übrigens inzwischen seit 25 Jahren.

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Bauen in der Pritzwalker Schützenstraße: 2015 wurden mehr bebaute Grundstücke verkauft als in den Vorjahren.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Wann immer ein Kaufvertrag über den Verkauf eines Grundstückes oder einer Immobilie in der Prignitz geschlossen wird, bekommt die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Perleberg eine Abschrift. Dort sammeln Andrea Siemoneit und ihre Kollegin Doreen Dreger alle Daten. „Wir bereiten daraus den Grundstücksmarktbericht vor und ermitteln die Bodenrichtwerte“, erklärt Andrea Siemoneit. Seit 25 Jahren gibt es nun den Gutachterausschuss in der Prignitz.

Der erste Grundstücksmarktbericht für den Landkreis erschien für das Jahr 1993. Er enthielt auf 20 Schreibmaschinenseiten vor allem Mengenstatistiken. Die Diagramme waren handgezeichnet. Heute gibt es alle Daten als gedruckte Broschüre oder als Pdf-Dokument in der Geschäftsstelle des Gremiums in Perleberg.

Beobachten und analysieren

Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle gehört es, den Bürgern Auskunft zu geben: „Wenn zum Beispiel jemand einen Erbfall hat und ein Grundstück verkauft werden soll, kann er sich hier informieren“, erklärt die Geschäftsstellenmitarbeiterin. Zur Arbeit der beiden Frauen gehören Verwaltungsaufgaben, das Führen der Kaufpreissammlung, die Vorbereitung von Veröffentlichungen und Grundstücksmarktberichten. „Kurz: Wir beobachten und analysieren den Grundstücksmarkt“, so Andrea Siemoneit.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Gutachterausschusses sind laut Andrea Siemoneit in der Wertermittlung erfahren: „Es sind Vermessungsingenieure, Bauingenieure, Makler und Sachverständige.“ Der Vorsitzende Christoph Richard ist sogar Kreisvermessungsrat. Sie alle sorgen mit der Kaufpreissammlung, der Ermittlung von Bodenrichtwerten sowie mit Gutachten über den Verkehrswert von Grundstücken für Transparenz.

Über den aktuellen Grundstücksmarktbericht hat das Gremium Ende April beraten. Er ist als Broschüre oder als Pdf-Dokument erhältlich. Sowohl die Zahl der Kaufverträge als auch der Flächen- und Geldumsatz stiegen im Vergleich zum Vorjahr. Bei 1362 Verträgen wechselte 2015 eine Fläche von 3668 Hektar für zusammen fast 85 Millionen Euro den Besitzer.

Anteil bebauter Grundstücke am Verkauf ist groß

Mit einem Anteil von 37,4 Prozent aller Kaufverträge und 50,3 Prozent des Geldumsatzes haben die bebauten Grundstücke eine große Bedeutung für das Marktgeschehen. 2015 wurden 509 bebaute Grundstücke verkauft, darunter 214 freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, 122 Reihenhäuser und Doppelhaushälften und 41 Mehrfamilienhäuser sowie 33 Wohn- und Geschäftshäuser. Der Preis für ein freistehendes Einfamilienhaus lag in der Prignitz bei durchschnittlich 83 000 Euro, während für Reihenhäuser und Doppelhaushälften im Mittel 68 000 Euro gezahlt wurden. Starke Bewegung herrscht unverändert auf dem Markt der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke. Der durchschnittliche Kaufpreis für Ackerland erhöhte sich seit 2010 um mehr als das Zweieinhalbfache. Allein in der Gemeinde Pirow wurden 8,2 Millionen Euro umgesetzt.

Auch die Baulandpreise für den individuellen Wohnungsbau zeigten eine steigende Tendenz. In den Städten wurden im Durchschnitt 27 Euro pro Quadratmeter, in den Dörfern 11 Euro je Quadratmeter für einen Bauplatz gezahlt. In Wittenberge wurden die meisten Verkäufe unbebauter Grundstücke registriert.

Im Internet unter www.boris-brandenburg.de kann jedermann die Bodenrichtwerte kostenlos einsehen.

Von Beate Vogel

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