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Grundwasser mit Nitraten belastet

Perleberg Grundwasser mit Nitraten belastet

Der Verein VSR-Gewässerschutz hat bei Brunnenwasserproben im Raum Perleberg und Karstädt viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser festgestellt. Einwohner hatten Proben an einem Labormobil abgegeben. Insgesamt wurde bei der Untersuchung das Wasser aus 20 privat genutzter Brunnen analysiert.

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Harald Gülzow bei Analysen im Labormobil.

Quelle: Foto: VSR-Gewässerschutz

Perleberg. Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der Verein VSR-Gewässerschutz bei Brunnenwasserproben festgestellt, die Einwohner bei Informationsveranstaltungen am 12. Juli in Perleberg beim Labormobil abgegeben hatten. „In jeder sechsten untersuchten Probe lag die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter“, teilte der Sprecher des Vereins, Harald Gülzow, am Mittwoch mit.

Der VSR-Gewässerschutz entstand Anfang der 80er Jahre als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen. Diese wollen mit den Messwerten auf ökologische Auswirkungen und auch auf die Konsequenz für die Gesundheit der Menschen aufmerksam machen. Der Verein kritisiert, dass bei großen gewerblichen Biogasanlagen im Gegensatz zu den Massentierhaltungen ab 2018 die den Betrieb verlassenden Stickstoffmengen immer noch nicht transparent und kontrollierbar seien.

Insgesamt wurde bei der Untersuchung in Perleberg das Wasser aus 20 privat genutzter Brunnen aus dem Raum Perleberg/Karstädt analysiert. Bei der Untersuchung wurden 124 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Strehlen gemessen, informierte Harald Gülzow. Weitere mit Nitraten stark belastete Brunnen stellten die Umweltschützer auch in Lübzow mit 87 Milligramm pro Liter (mg/l) und in Premslin mit 86 mg/l fest. Das Wasser sei wegen der Überschreitung der Trinkwasserverordnung nicht mehr zum Trinken geeignet, so Harald Gülzow. Besonders wichtig ist nach Angaben des Vereins, dass derart belastetes Wasser nicht zum Befüllen eines Fischteichs genutzt wird. Es besteht die Gefahr, dass es zur Massenvermehrung von Algen kommt. Diese können beim Absterben zum Fischsterben führen. Beim Bewässern mit nitratbelastetem Grundwasser müsse man bei der Düngung bedenken, dass es durch das Gießwasser zu einer zusätzlichen Nitratzufuhr kommt.

Von MAZonline

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