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Gütesiegel für Gastronomen

Karstädt Gütesiegel für Gastronomen

18 Restaurants und Gaststuben der Prignitz und des angrenzenden Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind am Mittwoch in Karstädt mit dem Gütesiegel „Brandenburger Gastlichkeit“ ausgezeichnet worden. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) vergibt diese Plakette einmal im Jahr an Unternehmen.

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Große Freude herrschte bei den geehrten Gastronomen.

Quelle: Kerstin Beck

Karstädt. Voll war der Saal des Gasthauses Koch am Mittwochvormittag, es waren allesamt Gastronomen, die hierher gekommen waren. Der Grund: Der in Potsdam ansässigen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), der Tourismusverband Prignitz und die IHK Potsdam zeichneten ausgewählte gastronomische Betriebe der Prignitz mit dem Siegel „Brandenburger Gastlichkeit“ aus. Wer als Gast die viereckige Plakette, die alle zwei Jahre verliehen werden kann, am Eingang eines Restaurants entdeckt, kann gewiss sein: Hier wird auf Qualität gesetzt.

Zur Feier gekommen war auch Landrat Torsten Uhe, der von Dehoga-Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke erst einmal nach seinen Gasthaus-Favoriten gefragt wurde: „Das ist der „Deutsche Kaiser“ in Perleberg. Man kann aber auch viele interessante Entdeckungen bei uns machen wie etwa das kleine Café in Seedorf bei Lenzen, wo es perfekten Kuchen gibt!“, sagte der Landrat.

„Grüne Oase“ als Ausflugslokal prämiert

Entdeckungen machten auch die Restaurantprüfer in der Region, deren Urteile dazu führten, dass insgesamt 18 Einrichtungen ausgezeichnet wurden. In der Kategorie Ausflugslokal wurde die „Grünen Oase“ in Jabel prämiert. In der Laudatio hieß es zu dem Lokal: „Den Besucher empfängt eine wunderschöne Gartenanlage mit Teichen, Blühpflanzen . . . bis hin zum Hühnerstall“. In der Kategorie Gasthof überzeugte Dahses Gasthaus in Glövzin: „Die Tische sind ausgesprochen liebevoll hergerichtet, an den Wänden finden sich Gemälde mit Landschaftsmotiven, die mit dem Gestaltungskonzept des Hauses harmonieren“. In der Kategorie Landgasthof war neben der Pension & Gastaus „Kattenstieg“ in Königsberg auch der Karstädter Gastgeber vertreten. „Die Bedienung war jederzeit um uns bemüht“ und „der Landgasthof macht einen sehr freundlichen und einladenden Eindruck“ hieß es zu letzterer Einrichtung.

In der Kategorie Restaurant gab es insgesamt 14 Auszeichnungen. Und hier war auch spürbar, wie die Prüfer von der Qualität des jeweiligen Angebotes überzeugt gewesen waren: „Die Speisekarte ... geht auch auf die Bedürfnisse besonderer Zielgruppen wie Vegetarier oder Gäste mit Allergien ein, sowohl saisonale wie regionale Komponenten werden angeboten“, war zum Hotel & Restaurant „Waldschlösschen“ in Kyritz zu erfahren. Beim Hotel „Stadt Wittstock“ hieß es „Das Dessertangebot wie auch das Angebot an Hauptgerichten wie das „Schnitzel Stadt Wittstock“ oder der auf die Region abgestimmte „Prignitzteller“ haben meine Erwartungen übertroffen.“ Noch größeres Lob gab es für das „Vitalhotel ambiente“ in Bad Wilsnack, das mit besonderen Angeboten überrascht: „Die geschichtliche Entwicklung dient als Namensgeber für die Angebote „das Moor und das süße Moor in der Heringsdose“ – womit schwarze Pasta und ein Schokoladeneis mit Kirschragout gemeint sind“.

Ohne Essen und Trinken geht es nicht

Aber die wohl mit Abstand größte Anerkennung erhielt das Burgrestaurant im Biohotel Burg Lenzen: „Die Skala „sehr gut“ reicht für die Hauptspeisen nicht mehr aus“, war zu erfahren. „Wir waren mit Geschnetzeltem vom Havelländer Apfelschwein mit Brokkoli und Kräuterspätzle sowie Zanderfilet mit Karotten-Zucchinigemüse mehr als zufrieden und der Nachtisch war eine herausragende Leistung, die nicht genug gelobt werden kann“. Es handelte sich dabei um eine „extra angefertigte“ Kreation mit Kirschen in dunklem Hirsemehl mit Schokolade, dazu Mangomus auf Puffreis.

„Egel was man als Tourist macht, ohne Essen und Trinken geht es nicht, und der Gast möchte inzwischen auch Gastlichkeit mit einem Erlebnis verbinden“, hatte eingangs Olaf Lücke gesagt. In diesem Sinne werden sich die ausgezeichneten Einrichtungen sicherlich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. In zwei Jahren gibt es ja wieder die nächsten Auszeichnungen, und Dabeisein ist eben alles.

Von Kerstin Beck

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