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Prignitz Gütesiegel für barrierefreien Neubau
Lokales Prignitz Gütesiegel für barrierefreien Neubau
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02:15 06.05.2017
Freude über das Gütesiegel bei Ellen Prill (2. v. l.) hier mit Kathrin Schneider, Maren Kern, Kathrin Mölneck, Ronald Thiel, Dagmar Ziegler und Kisten Tackmann (v. l.) Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Von der Straßenseite aus wirkt das Ensemble so als hätte es schon immer dort gestanden. Doch das Haus Grünstraße 7 in Pritzwalk ist ein echter Neubau. Ein sehr gelungener überdies, was der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft am Mittwoch ein Qualitätssiegel und den Besuch der Infrastrukturministerin zweier Bundestagsabgeordneten bescherte. Der Verband der Brandenburgischen Wohnungsunternehmen vergibt das Siegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ an Mitgliedsunternehmen, die sich in besonderer Weise auf künftige Entwicklungen einrichten.

Gesellschaft reagierte auf den demografischen Wandel

Genau das sei der WBG Pritzwalk mit dem Neubau Grünstraße 7 gelungen. „Sie haben damit dreierlei geschafft“, lobte BBU-Vorstand Maren Kern. „Pritzwalk hat zum einen auf den demografischen Wandel reagiert und im Grunde ein Mehrgenerationenhaus geschaffen, das sowohl für ältere Mieter als auch für junge Familien attraktiv ist.“ Zum anderen habe die WBG ein besonderes Bekenntnis zur historischen Altstadt“ abgelegt.

„Hochmodernes Wohnhaus“ mit historischer Fassade

„Von der Straßenseite sieht das Haus aus wie jedes andere aus, aber hinter der Fassade verbirgt sich ein hochmodernes Wohnhaus“, lobte Maren Kern. Schließlich seien mit dem Neubau „energie- und umweltpolitische Herausforderungen“ bewältigt worden. Das Haus wird nicht nur mit Erdwärme versorgt, sondern verfügt außerdem über eine Wärmerückgewinnung. All das hat die Jury überzeugt, das Qualitätssiegel nach Pritzwalk zu vergeben – erstmals in der Unternehmensgeschichte der WBG.

Menschen haben Anspruch auf Qualität zu bezahlbaren Mietpreisen

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) nannte den Neubau „beeindruckend. Damit wird ein Gegenbeweis zur landläufigen Meinung angetreten, Wohnungsneubau in Brandenburg lohne sich nur im berlinnahen Raum“, sagte sie. Zwar müsse man sich nach wie vor mit den Folgen des Bevölkerungsrückgangs beschäftigen „aber die Menschen haben einen Anspruch auf qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum“, sagte die Ministerin.

Fünf Jahre Vorbereitungszeit waren nötig

Der Spagat zwischen Qualität und Bezahlbarkeit sei in diesem Fall gelungen, sagte WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill. Das Haus Grünstraße 7 war der erste Wohnungsneubau der WBG seit deren Bestehen. Bei einer Bausumme von insgesamt 1,2 Millionen Euro brauchte die Gesellschaft einen langen Vorlauf. Insgesamt waren fünf Jahre Vorbereitung nötig, ehe das Projekt in Angriff genommen werden konnte. Dafür sind sechs barrierefreie Wohnungen entstanden, die bis auf eine – nur kurzfristig – unbesetzte Wohnung alle vermietet seien. Dank eines Aufzugs, schwellen­loser und besonders breiter Türen und Flure sowie Fenstern mit niedrigerem Sims sind die Wohnungen darauf vorbereitet, die Bedürfnisse von Senioren und Rollstuhlfahrern zu erfüllen.

Nach 17 Jahren in die Heimatstadt zurückgekehrt

Zu den Mietern gehört auch Marianne Stärke. Die ältere Dame erschien spontan mit einem Blumenstrauß zur Verleihung des Qualitätssiegels. „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass sie solch schöne Wohnungen gebaut haben“, sagte Marianne Stärke, als sie Ellen Prill gratulierte. Nach 17 Jahren, in denn sie in Neuruppin wohnte, sei sie nun in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und genieße den Komfort in der neuen Wohnung.

Rund 100 Plattenbau-Wohnungen sollen verschwinden

Zwar wurden für den Neubau keine Fördermittel verwendet, doch gebe das Land Brandenburg seit neuestem 100 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aus, sagte die Infrastrukturministerin. „Wir können Sie gern bei einem der nächsten Projekte begleiten.“ Ellen Prill reagierte zurückhaltend. „Wir wollen erst einmal Atem schöpfen“, saget sie. Trotz eines vergleichsweise überschaubaren Wohnungsleerstandes komme auch die WBG nicht umhin, Wohnungen abzureißen. „Etwa 100 Wohnungen müssen wir ab 2018 vom Markt nehmen“ sagte sie. Welche genau das sind, darüber werde noch beraten. Sicher sei, dass es um Plattenbauten gehe.

Von Andreas König

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