Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Sprühregen

Navigation:
Gumtow und Plattenburg richten Netzwerk ein

Ländliche Flüchtlingshilfe Gumtow und Plattenburg richten Netzwerk ein

Rund 40 Personen haben sich in dieser Woche erstmals in Kunow getroffen, um wichtige Fragen im Umgang mit Flüchtlingen in den Gemeinden Gumtow sowie Plattenburg zu besprechen. Es geht vor allem auch darum, die Hilfe für die Asylbewerber besser zu koordinieren und punktgenauer zu organisieren.

Voriger Artikel
Ostprignitz-Ruppin fordert Umdenken
Nächster Artikel
Es stinkt zum Himmel

Christina Tast (o. l.) kümmert sich als Vorsitzende des Vereins Festland mit um die Flüchtlingshilfe.

Quelle: König

Klein Leppin/ Kunow. Rund 100 Flüchtlinge leben derzeit in Glöwen (Plattenburg) und in der Gemeinde Gumtow sind es mit 107 ähnlich viele. Wie kann man den Neuankömmlingen helfen, die Zeit, in der sie auf die Bescheide ihrer Asylanträge warten, sinnvoll zu nutzen? Unter anderem mit dieser Frage beschäftigte sich am Montag eine Art Runder Tisch in Kunow (Gumtow), zu dem sich am Montag rund 40 Bürger, Vertreter von Kommunen, Sozialverbänden, Unternehmen, Vereinen und Flüchtlinge selbst trafen. „Wir arbeiten seit Mai vergangenen Jahres mit Flüchtlingen zusammen“, sagt Christina Tast, die Vorsitzende des Vereins Festland aus Klein Leppin. Unter anderem beim Projekt „Dorf macht Oper“ wirkten die Asylsuchenden mit.

„Es gibt zwar eine große Hilfsbereitschaft, aber was man konkret tun kann, um zu helfen, da fehlt es einfach an Wissen“, sagt Christina Tast. Diesen Zustand möchte das Netzwerk „Neuland in der Prignitz“ beenden. Geplant ist, Informationen zusammenzutragen und auf einer eigenen Internetseite zur Verfügung zu stellen. „Die Probleme sind in unseren ländlichen Kommunen ganz anders gelagert als beispielsweise in Perleberg oder Wittenberge“, sagt Christina Tast. Das beginne bereits bei den notwendigen Behördengängen. „Wenn Asylsuchende beispielsweise aus Vehlow nach Perleberg müssen, ist das mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr schwer möglich.“ Welche Probleme die Flüchtlinge selbst haben, könne man nur von ihnen erfahren. Dazu aber fehlt es noch an Austausch-Gelegenheiten. Ein Begegnungscafé könnte da Abhilfe schaffen, lautete ein weiterer Vorschlag. Auch der Sprachunterricht ist immer wieder ein wichtiges Thema. „Zwar gibt es bereits sehr gute Ansätze, aber die müssen zusammengeführt werden“, erklärte die Vereinsvorsitzende. Zudem sei zu klären, wie die Teilnehmer aus entfernten Orten zum Sprachunterricht kommen. Schließlich sei es wichtig, den Neuankömmlingen eine Perspektive zu bieten, also Arbeitsgelegenheiten. So müsse die Frage geklärt werden, ob Asylsuchende Praktika in Unternehmen absolvieren können. Ebenso wichtig sei es, mit der Awo Prignitz als beauftragtem Träger der Flüchtlingsbetreuung zusammenzuarbeiten. Das nächste Treffen des Netzwerks ist am Montag, 25. Januar, 19 Uhr, in der Schule Glöwen.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg