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Gumtow Das Schloss bleibt ein Problem
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00:24 16.03.2019
Das Demerthiner Schloss beschäftigt die Gemeindevertreter von Gumtow seit Jahren. Sie würden es am liebsten verkaufen. Quelle: Sandra Bels
Demerthin

Das Renaissanceschloss in Demerthin entwickelt sich für die Gemeinde immer mehr zur Last. Das wurde bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend in Gumtow erneut deutlich. Wie es dort steht, kann die Gemeinde nicht viel damit anfangen, es nicht nutzen, außer als Museum. Aber regelmäßige Öffnungszeiten werden nicht angeboten. Nur angemeldete Gruppen können es besichtigen.

Ein-Euro-Jobs gibt es nicht mehr

Früher gab es dafür noch Projekte wie Ein-Euro-Jobs. „Das Jobcenter sieht solche Stellen inzwischen kritisch“, erklärte Bürgermeister Stefan Freimark. Zudem sei die Anzahl solcher Maßnahmen in der Vergangenheit stark reduziert worden, ergänzte er. Die Alternative wäre eine Einstellung. „Eine Museumsführer-Stelle zu schaffen, das ist aber nicht möglich“, so der Bürgermeister.

Kulturministerium gibt Fördergeld

Hintergrund der Nachfragen und der neuen Diskussion über das Schloss ist die Ankündigung des Kulturministeriums, für das Gebäude eine Förderung auszureichen. Der Denkmalschutz hatte bereits 2018 dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen beauflagt und erwartet, dass sie mit der Förderung noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Andernfalls könnte die Gemeinde eine Erhaltungsanordnung erwarten. Sollte die nicht erfüllt werden, würde das Land eine Ersatzvornahme auf Kosten der Gemeinde erlassen und diese vorfinanzieren. Das teilte Freimark den Gemeindevertretern als Ergebnis eines Gespräches im Ministerium mit. Mit der Ersatzvornahme würde auch das Fördergeld wegfallen und die Gemeinde wäre zu 100 Prozent in der Pflicht. Freimark sagte: „Der Bescheid für die Fördermittel soll in Kürze kommen.“ Die Maßnahme müsse dann umgesetzt werden.

Das Portal des Schlosses wurde bereits vor Jahren saniert und danach feierlich eingeweiht.. Quelle: Sandra Bels

Haushaltssperre zum Schloss

Knackpunkt an der Sache: Die Gemeindevertreter haben im Haushalt 2018 die Position für das Schloss mit einer Sperre belegt, wenn die Arbeiten nicht zu 100 Prozent gefördert werden. Die Förderankündigung beträgt aktuell 75 Prozent. Das sind knapp 109 000 Euro. Die Gesamtkosten der Bauarbeiten belaufen sich auf etwa 136 000 Euro. Weiteres Fördergeld aus anderen Quellen zu akquirieren, dass war Freimark nicht gelungen.

Jedoch konnte er eine Auskunft dazu geben, ob die angebotenen Fördermittel im Falle eines Verkaufs zurückgezahlt werden müssen. Das sei nicht der Fall, weil es um die Sicherung der Denkmalsubstanz geht und solche Zuschüsse auch Privatleuten gewährt werden.

Landkreis bemüht sich um einen Verkauf

Darüber hinaus teilte Freimark mit, dass der Landkreis das Schloss „in seine Verkaufsaktivitäten mit einbezieht“. Freimark sagte weiterhin, dass ihm ein Immobilienbüro benannt wurde, welches solche Gebäude verkauft. „Ich werde kurzfristig Kontakt dorthin aufnehmen“, so der Bürgermeister.

Es ging in der Sitzung nicht um eine Entscheidung. Freimark wollte wissen, wie er handeln soll, wenn der Förderbescheid eingeht. Dazu gab es jedoch keine Aussage.

Der Denkmalschutz hat unter anderem Arbeiten am Dach des Treppenhausanbaus beauflagt. Außerdem muss der Außenputz teilweise ausgebessert werden. In den Innenräumen ist Pressstuck zu sichern.

Von Sandra Bels

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