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Gumtow Ministerium stellt Geld für das Schloss in Aussicht
Lokales Prignitz Gumtow Ministerium stellt Geld für das Schloss in Aussicht
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12:26 25.02.2019
Am Demerthiner Schloss bröckelt der Putz. Der Denkmalschutz hat der Gemeinde Auflagen zur Beseitigung der Mängel erteilt. . Quelle: Foto: Sandra Bels
Demerthin

Das Renaissanceschloss in Demerthin beschäftigt die Gemeindevertreter von Gumtow weiter. Im Hauptausschuss lag eine Informationsvorlage auf dem Tisch. Darin geht es um die bereits 2018 von der Denkmalschutzbehörde beauflagen Arbeiten im Gebäude. Es wird erwartet, dass sie noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Arbeiten an Dach und Fassade

Beauflagt wurden unter anderem Arbeiten am Dach des Treppenhausanbaus rechter Hand des Schlosses. Der Außenputz muss teilweise ausgebessert werden. In den Innenräumen soll Pressstuck gesichert werden.

Im September 2018 hatten die Gemeindevertreter festgelegt, dass diese Arbeiten nur ausgeführt werden sollen, wenn es dafür eine Förderung von 100 Prozent gibt. Das geplante Geld, damals noch 121 000 Euro, wurde im Haushalt mit einem Sperrvermerk belegt. Freimark bekam den Auftrag, Fördermöglichkeiten auszuloten.

Ministerium stellt Förderung in Aussicht

Die Gemeinde hat zunächst die Kosten für die beauflagten Arbeiten aktualisiert und kommt jetzt auf einen Eigenanteil von knapp über 27 000 Euro. Grund dafür ist, dass das Kulturministerium eine 75-prozentige Förderung aus dem Denkmalhilfetopf wohlwollend prüfe, wie von Bürgermeister Stefan Freimark zu erfahren war. Der entsprechende Antrag musste bis zum 30. Oktober 2018 gestellt werden.

Mit dieser Aussicht würde die Gemeinde eine Förderung von knapp 109 000 Euro bekommen. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf etwa 136 000 Euro.

Zwei Fragen sind zu klären

Eine Entscheidung war darüber noch nicht zu fällen. Die neuen Zahlen sollten beraten werden. Dabei stellte sich dann heraus, dass die Hauptausschussmitglieder vor der Entscheidungsfindung zwei für sie wichtige Fragen geklärt haben wollen. Sie wollen wissen, ob es für die Fördermittel eine Zweckbindung gibt.

Außerdem geht es um die Zweckbindung der Förderung, die bei der Außensanierung vor mehr als 20 Jahren ins Schloss geflossen waren. „Dazu wird von den Hauptausschussmitgliedern bis zur Gemeindevertretersitzung eine abschließende Aussage erwartet“, so Freimark. Dann steht das Thema erneut zur Beratung. Die Sitzung findet am 12. März statt.

Ersatzvornahme könnte kommen

Das Kulturministerium weist darauf hin, dass die Denkmalschutzbehörde eine Ersatzvornahme auf Kosten der Gemeinde veranlassen werde, wenn die Gemeinde die angeordneten Erhaltungsmaßnahmen mit der Förderung nicht umsetzt. Das bedeutet: Eine Firma wird beauftragt, die Gemeinde muss zahlen. In diesem Fall wäre eine Förderung jedoch ausgeschlossen, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Gemeinde könnte gegen die Ersatzvornahme zwar gerichtlich vorgehen, die Erfolgsaussichten sind jedoch gering.

Absagen für andere Förderungen

Der Bürgermeister hatte auch versucht, Fördermittel auf anderem Weg zu besorgen. Ein Antrag bei der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse wurde gestellt. Er bekam aber eine Ablehnung, weil dort nur noch Geld im begrenzten Umfang zur Verfügung steht, war von Freimark zu erfahren.

Über eine Förderung bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung habe es laut Freimark ein Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Sparkasse gegeben. Dabei sei darauf hingewiesen worden, dass eine Kombination mit einer anderen Förderung nur möglich sei, wenn bereits ein Zuwendungsbescheid vorliegt, da die Mittel in einem festgelegten Zeitraum abgerufen werden müssen. Einen Bescheid des Landes gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Deshalb konnte auch kein Antrag gestellt werden.

Von Sandra Bels

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