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Gumtow Dörfer wollen wieder mitreden können
Lokales Prignitz Gumtow Dörfer wollen wieder mitreden können
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09:35 25.01.2019
Der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke (2.v.l.) hat sich in Dannenwalde ein Bild vor Ort gemacht.  Quelle: Privat
Dannenwalde

Der Spreewälder Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen) hat Dannenwlde einen Besuch abgestattet. Er ist einer der Initiatoren der Enquetekommission „Zukunft der ländlichen Räume“ und wollte sich vor Ort ein Bild von der Situation der Dörfer machen. Hintergrund des Besuches ist, dass die Dörfer seit der Gemeindegebietsreform von 2002 viele Rechte verloren haben.

Im Gumtow wurde erst kürzlich ein Vorstoß aus Dannenwalde, von Gemeinderatsmitglied und Ortsvorsteher Helmut Adamaschek abgelehnt. Die Gemeindevertreter stimmten gegen die von ihm angedachten Ortsteilbudgets, die mehr Eigenständigkeit vermitteln sollten.

Für Dorfbudgets geworben

Raschke warb bei seinem Besuch in Dannenwalde ausdrücklich für die Einführung solcher Budgets. Am Dorfrundgang, den Ortschronist Helmut Widrat führte, nahmen rund 20 Bürger teil, darunter viele Einwohner wie die Besitzer des Dannenwalder Dorf-Konsums, Helmut Adamaschek, Andreas Bergmann von der Brandenburger Dorfbewegung sowie der ehemalige Ortsbürgermeister aus Boberow Helfried Schreiber.

„Wir werben weiter dafür, dass alle Ortsteile der Gemeinde ein eigenes, von der Gemeinde zugewiesenes Orteilbudget bekommen, über das sie frei verfügen können“, so Adamaschek beim Rundgang. Das Budget sollte jährlich mindestens fünf Euro pro Einwohner betragen und jeder Ortsteil sollte zusätzlich einen Sockelbetrag von 200 Euro erhalten. Der Ortsvorsteher kündigte an, spätestens bei den nächsten Haushaltsverhandlungen auf Gemeindeebene einen neuen Anlauf zu wagen.

Menschen wollen mehr über das Leben im Dorf bestimmen

Benjamin Raschke begrüßte das und verwies auf die einstimmig gefasste Empfehlung der Enquete-Kommission. „Wir haben erreicht, dass es im Landtag inzwischen Konsens ist: Unsere Dörfer brauchen wieder mehr Rechte.“ Das gelte für die Einbeziehung von Ortsvorstehern in die Gemeindevertretungen, aber vor allem auch beim Geld. „Egal, wo wir mit der Enquetekommission zu Gast waren, die Menschen wollen mehr über das Leben im eigenen Ort selbst bestimmen“, so Raschke. Die verloren gegangenen Rechte müssten jetzt ein gutes Stück korrigiert werden.

Nach dem Ortsrundgang diskutierten die Teilnehmer im Gemeinderaum unter anderem über Angebote für die Jugendlichen. Eine Dannenwalderin sagt: „Hier muss es mehr Initiative seitens der Gemeinde geben, damit ein Jugendclub seine Arbeit wieder aufnehmen kann.“ Die neue Kommunalverfassung sieht vor, dass Gemeinden Jugendliche beteiligen müssen. Auch Raschke sieht die Gemeinde deshalb in der Pflicht.

„Parlament der Dörfer“

Einig waren sich alle Teilnehmenden auch darüber, dass sich die Dörfer in Brandenburg besser vernetzen und gegenseitig unterstützen müssen. Andreas Bergmann berichtete über die Arbeit der Brandenburger Dorfbewegung und kündigte eine Veranstaltung für die Dörfer in der Prignitz an. Außerdem warb er für ein sogenanntes „Parlament der Dörfer.“

Auch damit rannte er bei Benjamin Raschke offene Türen ein. Der konnte hingegen über einen entsprechenden Beschluss der Enquetekommission berichten.

Von Sandra Bels

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