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Gumtow Berliner haucht der Schule wieder Leben ein
Lokales Prignitz Gumtow Berliner haucht der Schule wieder Leben ein
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00:20 08.11.2018
In der ehemaligen Schule in Kunow sah es vor kurzem noch so aus. Nun soll neues Leben einkehren.   Quelle: privat
Kunow

Den Sommer 2020 hat Oliver Schwarzkopf als Ziel für die Fertigstellung der Kunower Schule anvisiert. Er will dorthin den Logistiksitz seines Verlages Schwarzkopf & Schwarzkopf in Berlin verlegen. Außerdem sollen unterschiedlich große Wohnungen entstehen. Viel verändern will Schwarzkopf an den ehemaligen Klassenräumen nicht. „Sie sollen in ihrer Gesamtheit so erhalten bleiben“, sagt er.

Toller Baukörper mit tollen Proportionen

Seine Pläne stellte der Berliner, der seit 2001 zeitweise in Krams lebt, wo er die alte Dorfschule ausgebaut hat, den Kunowern vor. Das Interesse war überwältigend. Gut 30 Zuhörer waren gekommen. „Die Schule begeistert mich seit Jahren“, so Schwarzkopf. Er spricht von einem tollen Baukörper mit tollen Proportionen. „Es ist ein grundsolider Bau“, sagt Schwarzkopf. „Ich will ihn nutzen und schön machen“, so der Verleger. Erst vor einem guten Monat hatte er erfahren, dass die Schule zum Verkauf steht und deshalb sofort Kontakt zur Gemeindeverwaltung aufgenommen. Dann ging alles sehr schnell. Die Unterzeichnung des Notarvertrages steht kurz bevor.

Schulname soll erhalten bleiben

Den Schriftzug am Haus „Thomas-Müntzer-Gesamtschule“ will Schwarzkopf auf jeden Fall stehen lassen. In den vorderen Bereich des Gebäudes soll die Logistik seines Verlages einziehen. Den oberen Bereich der „traurigen Westseite“, wie der Verleger den Gebäudeteil mit den Klassenräumen nennt, will er vermieten. Er hofft auf Künstler und Kreative, die dort zum Beispiel Atelierwohnungen einrichten, oder Leute, die ein zweites Standbein auf dem Land brauchen, aber nichts eigenes kaufen wollen.

„Es wird aber keine Luxussanierung, wir renovieren und legen die Anschlüsse“, so Schwarzkopf. Den Rest gestalten die künftigen Mieter selbst. Die Charakteristik der großen, hohen und hellen Räume soll erhalten bleiben, sie sind für Schwarzkopf viel zu schön, um sie in kleine Butzen zu unterteilen. Räume zwischen 35 und 100 Quadratmeter warten auf neue Nutzer. Der Verleger denkt, dass er vier bis fünf Mieter braucht und wirbt bereits in Berlin für sein Vorhaben, aber auch auf eines eigens für die Schule eingerichteten Internetseite.

Einladung auf die Baustelle für den 24. November

Dort findet sich auch die Einladung für den 24. November. „Ab 14 Uhr wollen wir mit vielen Interessenten und Neugierigen den Start der Sanierung feiern“, so Schwarzkopf. Er lädt zu einem Rundgang durch das Schulhaus ein und stellt seine Pläne erneut vor. Für Bier und Brause ist gesorgt, ebenso für Sekt und Wasser, Bratwurst und sogar für Tofu, heißt es in der Einladung. Alle Interessenten sind willkommen, sowohl aus der Prignitz als auch Berliner.

Für Schwarzkopf liegt in der Prignitz, zwischen Berlin und Hamburg, das Paradies in dem Träume wahr werden, von denen man in den Großstädten nicht mal mehr zu träumen wagt: Viel Platz auch für Kinder, bezahlbarer Wohnraum für alle und eine Infrastruktur, die viel besser ist als ihr Ruf. Für die Renovierungsarbeiten stellt der Neu-Kramser Mitarbeiter ein. Er hat sie per Anzeige gesucht. Sie sollen aus der Region kommen. „Ich brauche die Leute längerfristig als Haushandwerker und später für die Logistik“, so Schwarzkopf.

Gemeinde half schnell und unbürokratisch

Mittlerweile hat er Baustrom im Haus. Der Gemeinde Gumtow dankt er für die schnelle und unbürokratische Hilfe beim Aus- und Aufräumen des Hauses und das Verschließen der Fenster mit Platten, damit nicht noch mehr Schäden entstehen.

Auf der Internetseite werden zudem Zeitzeugen gesucht, die über die Schule berichten können. „Das können ehemalige Lehrer, Schüler und Eltern sein“, so Schwarzkopf. Auch über Fotos und andere Exponate freut er sich. Interessenten können auf der Internetseite www.gesamtschule-kunow.net/vergangenheit Kontakt aufnehmen.

Von Sandra Bels

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