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Gumtow Gemeinde will die Feuerwehren entlasten
Lokales Prignitz Gumtow Gemeinde will die Feuerwehren entlasten
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00:22 29.09.2018
Im Landkreis Prignitz sollen Ölspuren ab dem kommenden Jahr nicht mehr von der Feuerwehr beseitigt werden. Quelle: Reyk Grunow
Gumtow

Die Gemeinde Gumtow will ihre Freiwilligen Feuerwehren entlasten. Sie sollen künftig nicht mehr für die Beseitigung von Ölspuren alarmiert werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage diskutierte bereits der Hauptausschuss der Gemeindevertretung und befürwortete sie.

Gemeine will einen Vertrag mit dem Kreis schließen

Darin ist vorgesehen, dass die Gemeinde einen Vertrag mit dem Landkreis Prignitz schließt, in dem geregelt wird, dass die Straßenbaulastträger künftig für die Ölspurbeseitigung zuständig sind. Das gilt nicht nur für die Gemeinde Gumtow, sondern auch für alle anderen Gemeinden im Landkreis Prignitz.

Diese Lösung hat sich laut Bürgermeister Stefan Freimark aus verschiedenen Diskussionen in der Vergangenheit im Landkreis ergeben. Er sagt, dass der Landesbetrieb Straßenwesen schon seit längerer Zeit ein Spezialunternehmen für die Beseitigung von Ölspuren auf Landes- und Bundesstraßen vertraglich gebunden habe. Das nehme auch einen Bereitschaftsdienst wahr.

Straßen werden von den Gemeindearbeitern gereinigt

Verunreinigungen auf Gemeindestraßen und in Ortsdurchfahrten werden jedoch bisher von den Gemeindearbeitern und außerhalb der Dienstzeiten von den Feuerwehren entfernt. Sind die Gemeindearbeiter während ihrer Dienstzeit ausgelastet, werden auch dann die Wehren gerufen, ebenso wenn sich eine Ölspur auf einer Kreisstraße befindet.

Um die Feuerwehren in diesem Bereich zu entlasten, haben sich Kreis und Kommunen darauf verständigt, ebenfalls ein Spezialunternehmen für Kreis- und Gemeindestraßen zu beauftragen. Der Landkreis würde die Ausschreibung durchführen, war von Freimark zu erfahren. Die Kommunen verpflichten sich im Gegenzug, dem Landkreis die entstehenden Kosten für die Reinigung der Gemeindestraßen zu erstatten.

Fahrzeughalter werden in die Pflicht genommen

Der Halter des Fahrzeuges, dass die Straße mit Öl oder anderen Stoffen verunreinigt hat, ist demnach verpflichtet, der Gemeinde die Kosten für die Beseitigung der Ölspuren zu erstatten. In der Regel übernehmen die Kraftfahrzeugversicherungen diese Kosten, heißt es in der Beschlusserläuterung.

Freimark hat über die Pläne bereits mehrfach informiert, zuletzt bei der Ortswehrführertagung. Er sieht eine deutliche Entlastung für die Rettungskräfte für die das Entfernen einer Ölspur ein hoher zeitlicher und personeller Aufwand sein kann.

Es gab schon Kilometer lange Ölspuren

„Wir hatten schon Ölspuren die zwei Kilometer lang waren“, so der Bürgermeister. Für die Arbeit gibt es keine Maschinen. Das Bindemittel wird per Hand aufgetragen und aufgefegt. „Das kann mitunter Stunden dauern“, so Freimark. Er sagte auch, dass es so viele Ölspuren in der Gemeinde Gumtow in der Vergangenheit nicht gab.

Das bestätigt Bodo Kujat, Wehrführer in Gumtow. Er findet die Idee gut, will aber erst einmal die Umsetzung abwarten. Er geht davon aus, dass bei Gefahr im Verzug sowieso die Feuerwehr gerufen wird.

Der Vertrag wird noch einmal überarbeitet

Der Vertrag wird noch einmal überarbeitet. Freimark teilte am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage mit, dass angedacht ist, die nächstgelegene Feuerwehr loszuschicken, um die Lage zu prüfen. Dann wird entschieden, ob über die Leitstelle das Unternehmen alarmiert wird.

Freimark hofft, dass die fertige Fassung des Vertrages bis zur Gemeindevertretersitzung am 10. Oktober vorliegt. Die Zeit drängt, denn bis zum 1. Januar 2019 soll die Spezialfirma beauftragt werden. Zuvor läuft aber noch die Ausschreibung. Ziel sei es daher, dass die Verträge Ende Oktober/Anfang November unterschrieben vorliegen.

Von Sandra Bels

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