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Gumtow Die Sanierung der Schule kommt voran
Lokales Prignitz Gumtow Die Sanierung der Schule kommt voran
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00:23 01.02.2019
Die Streuobstwiese auf einem Drittel des ehemaligen Sportplatzes ist fertig. Gepflanzt wurden 200 Obstbäume.   Quelle: privat
Kunow

Die Sanierung der ehemaligen Kunower Schule kommt voran. „Aber es ist viel Arbeit“, sagt ihr neuer Besitzer, Verleger Oliver Schwarzkopf. Er will dorthin seinen Logistiksitz verlegen und Appartements anbieten.

Seine Mitarbeiter haben das milde Wetter genutzt, um die Außenanlagen neu zu gestalten. „Das hat Wochen gedauert“, so Schwarzkopf. So musste unter anderem ein 20 Kubikmeter großer verwilderter Brombeerstrauch entfernt werden.

Die Streuobstwiese ist fertig

Auch die versprochene Streuobstwiese hinter der Schule ist fertig. Die 200 Obstbäume kamen rechtzeitig vor dem Frost in die Erde. Es sind 100 Apfelbäume, 50 Birnen, 25 Kirschen und 25 Pflaumen. Die Streuobstwiese nimmt ein Drittel des Sportplatzes ein und kann über die wieder befestigte Treppe über den Wall erreicht werden.

Die Wiese unterteilt sich in acht Reihen mit je 25 Bäumen, in der Mitte ist ein breiter Weg. Die Reihen wurden von innen nach außen, identisch auf beiden Seiten gepflanzt: erste Reihe Äpfel, zweite Reihe Äpfel, dritte Reihe Birnen, vierte Reihe Pflaumen und Kirschen gemischt.

Der Schornstein muss abgerissen werden

Ein bisschen Sorge bereitet Schwarzkopf derzeit noch der 15 Meter hohe Schornstein. „Für ihn gibt es keine Verwendung mehr“, so der Eigentümer. Für die neue Heizung ist er unbrauchbar und zudem überdimensioniert. Sie muss nur einen Bruchteil der Energie bereitstellen, die früher benötigt wurde.

Der Schornstein am Gebäude soll demnächst abgerissen werden. Er hat mit dem Einbau der neuen Heizung keine Funktion mehr.  Quelle: privat

Schwarzkopf geht davon aus, dass die Esse im Laufe des Jahres abgerissen werden kann. „Dann sieht man die Fassade wieder in ihrer gesamten Pracht, und wir können uns Gedanken machen, in welcher hellen und freundlichen Farbe wir die Schule ganz am Schluss streichen werden“, so der Eigentümer.

Seitdem das Wetter etwas winterlicher ist, wurden die Arbeiten im Innern des ehemaligen Schulhauses fortgesetzt. „Der DDR-Trockenbau ist teilweise durchfeuchtet und im Seitenflügel sind einige Wände mit Schimmel befallen“, sagt Schwarzkopf. Das war ihm beim Kauf bekannt und ist somit auch keine Überraschung. Dafür gibt es nur eine Lösung: „Der Pressspan muss raus“, so Schwarzkopf.

Die Fenster kommen im Frühjahr

Für das Frühjahr hat er indes den Einbau der neuen Fenster anvisiert. Ohne die Kellerfenster sind es 77 im Erdgeschoss und in der ersten Etage. Bestellt sind dreifachverglaste Fenster. Sie sollen den jährlichen Energieverlust auf weniger als sieben Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche reduzieren. „Da wir eine moderne Erdgasheizung einbauen werden, entspricht das etwa sieben Kubikmeter Erdgas“, hat Schwarzkopf ausgerechnet.

Für ihn ist der schönste, aber auch kaputteste Raum der Chemieraum. „Jeder, mit dem ich sprach, kannte Geschichten über den einst modernsten Raum mit Bunsenbrenner, Strom und Wasser an jedem Tisch, separatem Vorbereitungsraum, getäfelten Decken und Fußbodenfliesen“, erzählt der Verleger.

Verschimmelte Wände wurden entfernt

Der lange Leerstand hat dem Raum jedoch zugesetzt. Die Zwischenwände waren nass und verschimmelt und mussten entfernt werden. So entstand ein großer Raum mit mehr als 100 Quadratmetern. „Zusammen mit dem Speiseraum wird das der schönste neue Raum der ehemaligen Schule“, ist sich Schwarzkopf sicher.

Der Baufortschritt stimmt ihn zufrieden. Schwarzkopf möchte allen Interessenten zeigen,. was in der Zwischenzeit passiert ist und hat deshalb für den 27. April ab 15 Uhr einen Tag der offenen Baustelle geplant. Er selbst erfreut sich jedes mal, wenn er in Kunow ist, an der stillen Schönheit der Schule. „Sie ist schlicht, praktisch und gut gebaut“, so Schwarzkopf.

Von Sandra Bels

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