Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gumtow Die Schulturnhalle ist ein Schmuckstück geworden
Lokales Prignitz Gumtow Die Schulturnhalle ist ein Schmuckstück geworden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:07 15.09.2018
Stefan Freimark (l.) nahm von Roger Popp den Schlüssel stellvertretend für alle Bürger der Gemeinde in Empfang. Quelle: Sandra Bels
Vehlow

„Wir haben es geschafft!“ So stand es auf einem Banner am Freitagabend im neuen Vehlower Gemeindezentrum. Der Spruch drückt aus, was wohl jeder Gast in der früheren Schulturnhalle dachte. Das Ringen um die Sanierung des Gebäudes sind beendet, die Bauarbeiten abgeschlossen. Am Freitag wurde gefeiert.

Einer, der sich das Gratulieren auf keinen Fall nehmen lassen wollte, ist Eckhard Vlach, Geschäftsführer der Marep GmbH in Vehlow. Warum? Das erklärte er: „Ich gehöre zu den Initiatoren, die das Projekt gesehen haben und es wollten.“ Vlach danke den Gemeindevertretern. Ohne deren Beschluss im März 2014 wäre die Schulturnhalle nicht das, was die jetzt ist: ein Schmuckstück.

Dank an alle Ehrenamtler

Allerdings wurde sie das nicht nur durch den Beschluss. Vlach dankte deshalb auch den unzähligen Ehrenamtlern, die ihre Freizeit in der Halle verbracht haben. 2700 ehrenamtliche Stunden stehen für das Projekt zu Buche. Spenden in Höhe von 35 000 Euro flossen laut Vlach hinein. Sie kamen unter anderem von Bürgern aber auch von Firmen. Namen wollte Vlach nicht nennen. Er hatte Angst bei der Fülle der Helfer, jemanden zu vergessen. Einen Vehlower nannte er dann aber doch: Norman Sangs. „Er gab während der gesamten Bauzeit die Zügel nie aus der Hand und war immer da“, so Vlach.

Auch Vehlows Ortsvorsteher Roger Popp dankte Sangs. „Wir haben ein Schmuckstück durch perfektes Teamwork geschaffen“, sagte der Ortsvorsteher. Zusammen mit Sangs überreichte er Stefan Freimark, Bürgermeister der Gemeinde Gumtow, der die Halle gehört, einen großen Schlüssel zur offiziellen Eröffnung. Für Freimark stand fest, dass er diesen symbolisch für alle Bürger der Gemeinde entgegen nimmt. Jedermann soll das neue Gemeindezentrum nutzen können.

Sanierung kostete eine halbe Million Euro

Freimark nannte auch Zahlen für den Umbau und die Sanierung. Demnach sind 544 000 Euro in die Halle geflossen. 209 000 Euro betrug der Eigenanteil der Gemeinde. Der Rest waren Fördermittel aus unterschiedlichen Töpfen. Eine besondere Herausforderung für die Verwaltung sei dabei die umfangreiche Dokumentation für die Leader-Förderung gewesen. Aber auch der Bürgermeister wollte die ehrenamtlichen Helfer nicht vergessen, ohne die das Projekt nicht Wirklichkeit geworden wäre.

Bei aller Freude über das neue Gemeindezentrum wollte Freimark aber auch das Dorfjubiläum nicht unerwähnt lassen. Vehlow ist schließlich 770 Jahre alt, wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort muss aber älter sein, hat Freimark recherchiert. Das genaue Alter kennt er nicht. Fachleute gehen davon aus, dass Vehlow einst ein Germanendorf war. Archäologische Funde aus dem Jahr 1913 belegen das.

Dorfanlage außerhalb des Ortes entdeckt

Damals wurde außerhalb des heutigen Ortes eine Dorfanlage entdeckt mit dem Grundriss eines so genannten Germanenhauses. Über die Geschichte von Vehlow gibt es weiter zu berichten, dass das Dorf 1686/87 ein gut situierter Ort der Steuerklasse 1 war. 1704 gab es ein Brauhaus und einen Weinberg. Bis 1928 waren das Dorf mit dem Bauernhof Minnashöh und das Rittergut als zweiter Ort getrennt. Aktuell gibt es 432 Einwohner. 1946 war das Jahr mit der größten Bewohnerzahl überhaupt: 787. Das Jubiläum wurde am Samstag mit einem großen fest rings um das neue Gemeindezentrum gefeiert.

Die Vehlower Tanzgruppe trat zur Eröffnung des Gemeindezentrums auf. Quelle: Matthias Anke

Von Sandra Bels

Am nächsten Donnerstag, 20. September, beginnt um 19 Uhr in Kyritz der erste MAZ-Stammtisch für die Region.

14.09.2018

Adressenänderungen im Führerschein sind ab Januar kreisweit auch im Meldeamt möglich. Hingegen ist weiter offen, ob Pritzwalk eine Kfz-Zulassungsstelle und sein Altkennzeichen wieder erhält.

14.09.2018

Mit Katja Leppin ist jetzt eine Prignitzerin zur Landeserntekönigin ernannt worden. Im Interview spricht die Tierärztin über ihre enge Verbundenheit zur Landwirtschaft.

15.09.2018