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Prignitz Gymnasiasten unterrichten Flüchtlinge
Lokales Prignitz Gymnasiasten unterrichten Flüchtlinge
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00:17 21.07.2016
Gemeinsam bauten Kursteilnehmerund Schülerinnen einen Turm. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

„Ich bedanke mich auch. Ich habe hier so viel gelernt. Das ist aber schade. Danke.“ Farhad bedankt sich im Namen der Gruppe von Flüchtlingen aus der Wohngruppe der Bildungsgesellschaft Pritzwalk bei fünf Schülerinnen vom Gymnasium Pritzwalk für den Deutschunterricht im ehemaligen Jahnschulgebäude. Nunmehr gab das Quintett, das sich freiwillig dieser Aufgabe gewidmet hatte, seine letzte Stunde. Während Wiebke Wosny und Lena Jackholt nach ihrem Abitur die Schule verlassen, kommen Sarah Heinig, Lisa-Marie Jürschik und Gila Gräbnitz ins Abschluss-Jahr – und dann wird ihnen kaum Zeit dafür bleiben.

Die jungen Männer aus Afghanistan und Syrien finden das wirklich schade. Der Montag war für sie ein fester Termin. Zunächst gab es Sprachunterricht, danach konnte Volleyball gespielt werden. Im Sprachunterricht stieg die Zahl der Teilnehmer von anfangs vier auf im Schnitt zwölf oder mehr, beim anschließenden Sport waren noch mehr dabei.

Den Respekt der jungen Männer erworben

Zum Abschluss gab es für die fünf Schülerinnen Blumen. Außerdem hatten die Kursteilnehmer gekocht: Hühnchen mit Saffranreis, Fleischbällchen, Pommes und Obstsalat. Vor dem Essen tanzten die afghanischen Jugendlichen auf dem Hof Gebäude einen Tanz aus ihrer Heimat, und Betreuerinnen wie Schülerinnen machten mit.

Schulsozialarbeiterin Daniela Heuer von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend (BBL) ist sicher, dass es mit diesem Angebot weitergehen wird. Aber wie genau, wird erst im kommenden Schuljahr entschieden.

Das Volleyballangebot, das von Wiebke Wosny betreut wurde, werden zwei Elftklässler übernehmen. Anfangs war es nicht leicht, den Neulingen ein Spielsystem zu vermitteln. „Jetzt aber sieht es schon aus wie Volleyball“, freut sich Wiebke Wosny, die es wie die vier anderen beim Sprachunterricht ziemlich schnell geschafft hat, sich den Respekt der jungen Männer zu erwerben.„Die Flüchtlinge haben sehr schnell gelernt, dass hier Frauen genauso viel Respekt entgegengebracht werden muss wie Männern“, sagt Birgit Grünke, die über die Bildungsgesellschaft das Projekt mit betreut. Viele hätten sich im Sprachunterrichts deutlich gesteigert. Was nicht selbstverständlich war: Die Flüchtlinge kamen mit unterschiedlichen Voraussetzungen nach Deutschland, manche waren Analphabeten.

Spielerisch Sprache vermittelt

Umso wichtiger waren auch praktische Elemente der Sprachvermittlung. Dabei wurde zum Beispiel auf ein Spiel aus dem Fundus der BBL zurückgegriffen, mit dem die Teamfähigkeit gesteigert werden soll: Gemeinsam mussten Deutsche, Afghanen und Syrer mit Fäden nach Elementen angeln, die zu einem Turm gestapelt werden sollten. Angenehmer Nebeneffekt dabei: Man musste auch die sprachliche Verständigung weiter üben. Auf jeden Fall nehmen die jugendlichen Migranten etwas mit in ihre Zukunft. Die liegt, wenn sie 18 werden, dann zunächst einmal in den Händen der Awo, die ihre Betreuung dann übernimmt.

Von Bernd Atzenroth

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