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Prignitz Saisonbeginn „auf dem schönsten Ort der Elbe“
Lokales Prignitz Saisonbeginn „auf dem schönsten Ort der Elbe“
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00:25 03.05.2018
Eileen Müller serviert seit sechs Jahren auf dem Ponton-Restaurant im Lenzener Sportboothafen. Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen

Am 30. Oktober vergangenen Jahres hatte Eileen Müller ihren letzten Tag auf der schwimmenden Hafengaststätte im Lenzener Sportboothafen, dann war Schluss – aber nicht für immer. Inzwischen ist nämlich der 29 Meter lange und 15 Meter breite Ponton nach einer Schönheitskur in der Hamburger Werft wieder in sein heimatliches Gewässer zurückgekehrt.

Auch die Wittenbergerin ist wieder da, um mit neuem Elan die Saison zu eröffnen: Am vergangenen Samstag war es soweit. „Der Ponton wurde erneuert und hat neue Planken bekommen, jetzt kann es wieder mit dem Restaurantbetrieb losgehen“, freut sich die 26-jährige, die hier seit sechs Jahren die Chefin ist. Zwei Mitarbeiterinnen sind gerade damit beschäftigt, Tische und Stühle an Bord aufzustellen, und wenig später treffen wirklich auch die ersten Gäste ein.

Einmalige Lage auf der Elbe

„Hier kommen Leute von überall her, und wir sind gespannt, wie es in diesem Jahr weitergeht, denn wir haben viele Stammgäste, die uns in jedem Jahr aufsuchen“, erzählt die Restaurantfachfrau. „Und es kommen Leute aus der ganzen Welt, Franzosen, Schweden, Polen, Russen, Engländer und Amerikaner, Schweizer und Österreicher, alles ist dabei!“

Dass es so viele internationale Gäste in den Lenzener Sportboothafen zieht, führt die Gastronomin auf die einmalige Lage der schwimmenden Gaststätte zurück: „Für mich ist das hier der schönste Ort der Prignitz, weil wir hier genau auf der Elbe sind. Ich wüsste nicht, wo es sonst so etwas gibt, und den Gästen gefällt es hier sehr!“

Zum Schluss gibt es „die Schlemmerei“

Das scheint zu stimmen, denn im Gästebuch finden sich Eintragungen, die sowohl die Gemütlichkeit des Restaurants, als auch die Zuvorkommenheit des Personals und natürlich auch das „leckere“ Essen loben. Und Letzteres betreffend ist man hier natürlich maritim eingestellt. Selbstverständlich gibt es auch Fleischspeisen, die überwiegend überbacken sind, und überdies kann auch ein „sehr schönes großes“ Hamburger Schnitzel geordert werden.

Aber die Fischgerichte können sich sehen lassen: Von Matjes über Brathering und Zander bis hin zur Scholle Finkenwerder Art reicht das Repertoire. Auch wird ein „Hafensalat mit Matjes“ angeboten, und für Kinder gibt es natürlich einen „Piratenteller“. Zum Abschluss des opulenten Mahles kann unter der Rubrik „die Schlemmerei“ frisch gebackener Kuchen bestellt werden.

Pegelturm ist Rarität

Geöffnet ist das Hafencafé zur Zeit immer feiertags und an den Wochenenden ab 11Uhr. „Es bleibt so lange geöffnet, bis der letzte Gast geht“. „Und je nach Wetterlage ist es geplant, ab Mitte Mai täglich zu öffnen, dazu würden wir gern auch noch einen Koch und eine Köchin, gern aber auch Quereinsteiger, einstellen!“, sagt Eileen Müller.

Die absolute Rarität aber – und die wohl einmalige Sehenswürdigkeit – ist der zum Greifen nahe und unter Denkmalschutz stehende Pegelturm, welcher bereits vor über 100 Jahren ein beliebtes Ansichtskartenmotiv und Ausflugziel war. In aller Ruhe können dabei die Gäste den Mehlschwalben zusehen, die hier zur Zeit ihre unter dem Dach befindlichen über 30 Nester restaurieren und für die Brut bereiten. Und dann gibt es noch einen Vogel, der sogar Einzug ins Gästebuch gefunden hat: „Der Schwan ist auf dem Boot der ständige Begleiter und wurde Herbert getauft“.

Zu sehen war der illustre Gast am Samstag noch nicht, aber die Saison hat ja auch gerade erst begonnen.

Von Kerstin Beck

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