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Prignitz Hainholz: Kein Einwand aus Umwelt-Sicht
Lokales Prignitz Hainholz: Kein Einwand aus Umwelt-Sicht
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02:15 31.03.2017
Die Zukunft des Hainholzes bewegt viele Pritzwalker, wie hier bei der Wanderung der Initiative Pro Hainholz am vergangenen Samstag. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Der geplante Verkauf der Hainholz-Baumschule hatte im Vorfeld die Untere Naturschutzbehörde (UNB) und die Untere Wasserbehörde (UWB) beim Landkreis Prignitz beschäftigt. Auf MAZ-Anfrage nahm der Sachbereich Natur- und Gewässerschutz beim Landkreis, dem beide Behörden zugeordnet sind, dazu Stellung. Zwar gebe es kein Umweltgutachten, aber die Behörde hatte auch keine grundsätzlichen Bedenken. Es habe einen Vor-Ort-Termin gegeben, an dem der Investor, Vertreter der Stadt und der UNB teilgenommen hatten. Das deckt sich mit den Angaben, die der zuständige Geschäftsbereichsleiter bei der Stadt, Dietmar Sachs, dazu vor einiger Zeit gegenüber der MAZ gemacht hatte. Aus Sicht des Sachbereiches Natur- und Gewässerschutz ist derzeit ein Umweltgutachten nicht erforderlich. „Sofern umweltrelevante, genehmigungsbedürftige Sachverhalte erkennbar werden“, wird die Behörde dazu Einzelfallentscheidungen nach geltender Rechtslage treffen. Aber sie habe darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Gelände um ein Trinkwasserschutzgebiet handele. So musste sich der Investor vor seinem Kaufantrag auch mit der Unteren Wasserbehörde in Verbindung setzen.

Die Fraktion der Linken in der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung hat derweil am Dienstag Einsicht in alle relevanten Unterlagen zum strittigen Verkauf der ehemaligen Baumschule an einen Plantagenbetreiber genommen. Das teilte Fraktionschef Hartmut Winkelmann mit. Neben ihm war auch der Stadtverordnete Andreas Schmolke dabei. Winkelmann zeigte sich im Anschluss zufrieden: „Es wurden uns von der Stadtverwaltung die Akten zum Vorgang in zufriedenstellendem Umfang gezeigt. Wenn auch weiterhin Meinungsunterschiede zu Aspekten des Gesamtvorgangs bleiben, konnten doch einige offene Fragen geklärt werden“, erklärte er. Über konkrete Inhalte wolle man öffentlich nicht reden, doch gebe es noch einiges zu klären „und mancher unserer Vorbehalte erweist sich als zutreffend“. Winkelmann äußerte den Wunsch, „dass am Ende doch noch eine gute Lösung für mehrere Interessenten heraus kommt“.

Von Bernd Atzenroth

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