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Hartwig-Tiedt besucht Pritzwalk

Projekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit bei der Bildungsgesellschaft Hartwig-Tiedt besucht Pritzwalk

Insbesondere arbeitslose Alleinerziehende sollen über ein Landesprogramm wieder an Erwerbsarbeit herangeführt werden. Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt informierte sich am Donnerstag bei der Bildungsgesellschaft in Pritzwalk über die Umsetzung des Projekts.

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Almuth Hartwig-Tiedt (M.) suchte das Gespräch.

Quelle: Foto: Atzenroth

Pritzwalk. Das neue Förderprogramm „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“ des brandenburgischen Arbeitsministeriums, das im August 2015 gestartet wurde, wird erfolgreich umgesetzt – davon zeigte sich jedenfalls Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt am Donnerstag nach einem Besuch bei der Bildungsgesellschaft Pritzwalk überzeugt. Diese betreut im Rahmen des Programms im Landkreis Prignitz 46 Menschen, von denen vier bereits erfolgreich in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden konnten.

Mit dem Förderprogramm werden Langzeitarbeitslose, die auf Grund langer Erwerbslosigkeit und ihrer familiären Situation schwerer Angebote auf dem Arbeitsmarkt finden, insbesondere arbeitslose Alleinerziehende, mit Hilfe von Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleitern wieder an Erwerbsarbeit herangeführt. Besondere Beachtung findet dabei die Situation der Kinder in den betreffenden Familien. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Jahre dauern.

Kein Kita-Platz in Pritzwalk

Vor welchen Schwierigkeiten alleinerziehende junge Mütter stehen können, bevor überhaupt an die Reintegration in den Arbeitsmarkt zu denken ist, erfuhr die Staatssekretärin im Gespräch mit jungen Frauen. Diese berichteten von Problemen, für ihre Kinder einen Kita-Platz in Pritz­walk zu bekommen. Ein anderes Problem sind die ausgedünnten ÖPNV-Strukturen auf dem Lande. Gabriele Ferner von der Bildungsgesellschaft betonte, dass die Voraussetzungen so gestaltet werden müssten, dass eine Reintegration in den Arbeitsmarkt überhaupt möglich ist. Für das Förderprogramm stehen laut Arbeitsministerium bis 2020 über 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung – die größte Fördermaßnahme des Arbeitsministeriums in dieser Legislaturperiode. Die Maßnahmen werden landesweit in 36 Projekten vor Ort von Bildungsträgern oder Jobcentern umgesetzt. Bis zu 8000 Menschen können davon profitieren. Aktuell gibt es in Brandenburg rund 49 000 Langzeitarbeitslose und rund 37 000 Familien mit Kindern, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind.

Bei dem Besuch ging es auch um ein zweites Projekt der Bildungsgesellschaft, den „Jobstarter-Stab“: Gabriele Ferner stellte es der Staatssekretärin vor. Hier wurden 108 Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf in die duale Ausbildung in regionale Unternehmen vermittelt. Gefördert wird dieses Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Von Bernd Atzenroth

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