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Hausarzt für Meyenburg gesucht

Im Bereich der Allgemeinmedizin unterversorgt Hausarzt für Meyenburg gesucht

Das Kreiskrankenhaus Prignitz und die Amtsverwaltung Meyenburg sind weiterhin auf der Suche nach neuem Personal für die hausärztliche Versorgung. Die Region Pritzwalk-Wittstock ist nach wie vor im Bereich der Allgemeinmedizin unterversorgt. Über das Krankenhaus böte sich ein Angestelltenmodell.

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Die Hausarztversorgung in Meyenburg soll verstärkt werden.

Quelle: DPA

Meyenburg. Für die Patienten im Bereich Meyenburg wird nach wie vor ein Allgemeinmediziner beziehungsweise eine Allgemeinmedizinerin gesucht. „Wir sind weiter an der Sache dran“, bestätigt Karsten Krüger, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Prignitz (KKH) in Perleberg. Dabei fahre man auch mehrgleisig, versichert er.

Die Pritzwalker Allgemeinmedizinerin Sabine Harwig hatte bekanntlich zum 31. März dieses Jahres ihre Außenstelle in Meyenburg geschlossen. Das Amt Meyenburg und das Kreiskrankenhaus Prignitz suchen seitdem gemeinsam nach einer Lösung, um die Versorgung der Patienten in dem Gebiet wieder zu verbessern. Viele Meyenburger mussten sich in Pritzwalk oder anderswo neue Hausärzte suchen.

Fokus auf Berufsstarter

Die Idee war, über die Tochtergesellschaft des KKH, das Gesundheitszentrum Wittenberge, die Lücke zu schließen. Die Praxis in Meyenburg könnte dann später als Zweitpraxis laufen. Da das Gesundheitszentrum als Unternehmen dahinter stehe, wäre es für die Ärztin oder den Arzt eine Angestelltentätigkeit. Vor allem für junge Berufsstarter wäre das eine interessante Option.

Das Modell hat sich in ähnlicher Form in Pritzwalk bewährt, als das KKH im Sommer 2014 mit der Eröffnung einer Facharztpraxis für Kinder- und Jugendmedizin einen akuten Missstand in der Kinderheilkunde geschlossen hatte. Im April 2015 eröffnete über diesen Weg eine Praxis für Dermatologie und Geschlechtskrankheiten im Gesundheitszentrum in Wittenberge. Laut Karsten Krüger soll demnächst in Wittenberge eine weitere Praxis im Facharztbereich über das Gesundheitszentrum Wittenberge eröffnen werden. „Wir wollen eine urologische Praxis mit einer halben Stelle besetzen“, so KKH-Geschäftsführer Krüger.

Zwei Allgemeinmediziner könnten sich noch niederlassen

Die hausärztliche Versorgung in der Region ist nach wie vor nicht abgedeckt. So könnten rein rechnerisch im Versorgungsbereich Pritzwalk-Wittstock, zu dem auch Meyenburg gehört, knapp 30 Allgemeinmediziner eine Praxiszulassung über die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Brandenburg (KVBB) erhalten. Dann läge der sogenannte Versorgungsgrad bei den angestrebten 110 Prozent. Aktuell – Stand vom 30. Juni dieses Jahres – sind in dem Bereich Pritzwalk-Wittstock 28 Allgemeinmediziner zugelassen. Das sind 103,4 Prozent. Sie versorgen zusammen knapp 43 900 Patienten. Immerhin haben sich im ersten Halbjahr zwei neue Hausärzte im Bereich niedergelassen. Noch im Februar waren nur 26 Hausärzte zugelassen, der Versorgungsgrad lag bei 96,4 Prozent.

Von Beate Vogel

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