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Frisches Geld für den Straßenbau

Pritzwalk Frisches Geld für den Straßenbau

Straßenbau in der Pritzwalker Innenstadt – das Thema spielt bei den Haushaltsberatungen eine große Rolle. Der Stadtentwicklungs- und der Ordnungsausschuss sprachen bei ihrer gemeinsamen Beratung am Dienstag unter anderem über Pläne für den Bürger- sowie den Postplatz. Nicht alle wollen eine ruhigere Innenstadt.

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Viel befahren: Kietz und Bürgerplatz in Pritzwalk. Hier könnte es künftig etwas anders aussehen.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Manche Projekte, die im neuen Pritzwalker Verkehrskonzept als Ideen skizziert sind, könnten schon bald einen ersten Schub für ihre Umsetzung bekommen. Im Haushalt 2018 sind jedenfalls schon erste Mittel für die Planungen eingeplant, mit denen eine Verkehrsberuhigung in der Stadt Konturen annimmt.

Sollte also der Haushalt 2018 von den Stadtverordneten am 28. Februar beschlossen werden, dann würde zum Beispiel ein Umbau des Bürgerplatzes mit einer Querungshilfe Kietz/Burgstraße auf den Weg gebracht. Veranschlagte Kosten: 280 000 Euro.

In der Innenstadt soll es ruhiger werden

Auf der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und des Ausschusses für Recht, Ordnung, Umweltsicherung und Naturschutz am Dienstag gehörte dieses Vorhaben zu den größeren Projekten, die besprochen wurden. Wie auch andere Planungen, so soll diese dazu führen, dass eine Verkehrsberuhigung eintritt. Dietmar Sachs und Friedhelm Müller stellten für die Stadtverwaltung zwei Varianten für den Umbau vor, wobei eine davon als Vorzugsvariante vorbereitet werden soll.

Planungskosten von 60 000 Euro sind im neuen Haushalt für ein weiteres Vorhaben vorgesehen: den Umbau des Bereichs Postplatz/ Doerfelstraße. Dieses Projekt wird wohl nicht vor 2020 umgesetzt. Die Planung soll zunächst soweit getrieben werden, dass die Kommune damit Fördergeldanträge stellen kann.

Verkehr soll beruhigt werden

Auch an dieser Stelle geht es darum, den Bereich verkehrsberuhigt zu gestalten. „Es wird ein Platzcharakter entstehen“, erklärte Dietmar Sachs. Dafür wurden zwei Varianten angeboten, wobei im Gremium einhellig diejenige befürwortet wurde, die mehr Parkplätze für Autos vorsieht.

Dafür sprachen sich unter anderem der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Michael Ballenthien (CDU) sowie René Haber und Hartmut Winkelmann (beide Linke) aus. Sachs erklärte, die Verkehrsberuhigung würde auch dadurch erreicht, dass am Knoten Parkstraße/Poststraße Aufpflasterungen die Asphaltierung unterbrechen sollen, damit niemand mit überhöhter Geschwindigkeit den verkehrsberuhigten Bereich durchqueren könnte.

Auch Kritik am Konzept

Nicht jeder findet den Gedanken an eine Verkehrsberuhigung aber so prickelnd. Rüdiger Kurtz (SPD) meinte: „Wir bauen uns hier Dinge hin, die den Verkehr in der Stadt wesentlich behindern werden.“ Er sieht mittelfristig Probleme auf die Stadt zukommen, weil sich für manchen Innenstadtbewohner die Fahrtzeiten auf dem Weg zur Arbeit verlängern werden. Kurtz: „Wir können nicht überall nur Verkehr beruhigen.“ Doch letztlich stand Kurtz mit dieser Meinung alleine da.

Die Doerfelstraße in Pritzwalk

Die Doerfelstraße in Pritzwalk

Quelle: Bernd Atzenroth

Hartmut Winkelmann äußerte zwar Verständnis für dessen Position, meinte aber: „Die Stadt ist nicht nur für die Autos da.“ Marlies Ferner (SPD) hält eine Verkehrsberuhigung mit Tempo 30 für richtig, Conrad Pfestorf (CDU) verteidigte die geplanten Aufpflasterungen, und Katharina Zimmermann erinnerte daran, dass nach Untersuchungen Verkehrsberuhigungen nicht unbedingt dazu führen, dass man langsamer vorankommt.

Wie letztlich die Doerfelstraße ausgebaut wird, muss sich zeigen. Hier müssen auch die Anliegerinteressen berücksichtigt werden – schließlich würden die Anwohner an der Finanzierung beteiligt.

Von Bernd Atzenroth

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