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Prignitz Haveldorf stellt sich dem Wettbewerb
Lokales Prignitz Haveldorf stellt sich dem Wettbewerb
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02:15 24.09.2017
Der Quitzöbeler Bürgermeister Hartmut Zippel (l.) begrüßte die Wettbewerbsjury und Kerstin Meyer (2.v.r.). Quelle: Andreas König
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Quitzöbel

Es gibt Blumen und Äpfel aus dem Garten für alle. Die Einwohner von Quitzöbel (Amt Bad Wilsnack/Weisen)wollen sich als gute Gastgeber erweisen für die Juroren des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Das Gremium um Kerstin Meyer vom Sachbereich ländliche Entwicklung der Kreisverwaltung Prignitz besuchte Quitzöbel. Als letztes von fünf Prignitzer Dörfern stellte sich das Dorf an der Havel dem Urteil der Jury. Das aufwendig sanierte Dorfgemeinschafshaus mit integriertem Feuerwehrdepot bot die Kulisse für eine beeindruckende Präsentation der in Quitzöbel tätigen Vereine. Neben der Feuerwehr und dem Schützenverein, die bei den jährlichen Sommerfesten ein tragende Rolle spielen, waren auch die Plattsnacker vertreten, um den Gästen etwas in Mundart über ihren Ort zu erzählen. Und da gibt es einiges zu berichten.

Im Ort hilft man einander

„Wir haben erfahren, dass Quitzöbel über eine feste Dorfgemeinschaft verfügt, in der man sich hilft und aufeinander achtgibt“, stellte die Juryvorsitzende fest. Viel ist bereits geschaffen worden in den vergangenen Jahren, ein Festplatz mit Buschbackofen etwa, das Dorfgemeinschaftshaus, das Feuerwehrdomizil. Die Straßen im Dorf befinden sich auch in recht gutem Zustand. Nur die Hauptstraße durch Quitzöbel ist den Anwohnern seit langem ein Dorn im Auge. Relativ schmal, mit ausgefahrenen Rändern und einer Mischung aus Asphalt und Kopfsteinpflaster steht sei auf der Wunschliste der Quitzöbeler sehr weit oben. „Auch die Gemeindearbeiter würden Verstärkung gut gebrauchen können“, sagte Kerstin Meyer. Sie sind allein in der Gemeinde Legde-Quitzöbel für drei Dörfer zuständig.

Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren

Doch alles in allem hat das Dorf an der Grenze zu Sachsen-Anhalt es geschafft, sich auf die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur einzustellen. „Der Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren, es gibt aber auch eine Reihe von jungen Familien, die in Quitzöbel bauen und gebaut haben“, sagte Kerstin Meyer. Ziel der verantwortlichen in der Gemeinde müsse es nun sein, die jüngeren Einwohner zu halten und an die Dorfgemeinschaft zu binden, was bereits recht gut gelinge.

Fünf Dörfer haben sich beworben

Da der Wettbewerb gleiches miteinander vergleichen soll, ohne die Unterschiede zu vernachlässigen, folgte die Jury dem strengen Zeitablauf, der vom Ausrichter vorgegeben ist. Der Landes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird vom Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt uns Landwirtschaft des Landes Brandenburg gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund ausgerichtet. Am Kreiswettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr fünf Dörfer. Neben Quitzöbel hatten sich Bälow (Rühstädt), Wutike (Gumtow), Sükow (Perleberg) und Berge (Amt Putlitz-Berge) beworben.

Schon die Bewerbung verlangt Mut

„Allein die Bewerbung auf Kreisebene verlangt eine Menge Mut und macht viel Arbeit – daher gilt allen Teilnehmerdörfern schon jetzt unser Dank und unsere Anerkennung“, sagte Kerstin Meyer. Dem Kreis-Wettbewerbssieger winkt ein Geldpreis in Höhe von 1500 Euro, für den Zweitplatzierten gibt es 1000 Euro und für den Dritten 500 Euro. „Wir behalten uns vor, gegebenenfalls noch einen Sonderpreis zu vergeben“, sagt Kerstin Meyer.

Dem Landessieger winken 10 000 Euro Preisgeld

Der Kreissieger qualifiziert sich für den Landeswettbewerb, bei dem die Höhe des Preisgeldes noch einmal ordentlich steigt. Mit immerhin 10 000 Euro kann das Gewinnerdorf rechnen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zunächst einmal muss die Kreisjury ihr Urteil fällen. Die Auszeichnungsveranstaltung soll Ende Oktober stattfinden, dann im Beisein des Landrats Torsten Uhe.

Quitzöbel lebt

Welchen Eindrücke genau die Juroren aus Quitzöbel mitgenommen haben, bleibt aus verständlichen Gründen noch geheim. „In jedem Fall haben wir den Eindruck bekommen, dass Quitzöbel lebt“, sagte die Juryvorsitzende. Selbst wenn für einen Ort keiner der vorderen Plätze drin ist, lernt man doch, sich auf gemeinsame Aufgaben vorzubereiten, denkt über Ziele und Zukunftsvorstellungen nach und beschäftigt sich so oder so damit, dass sein jeweiliges Dorf eine Zukunft hat.

Von Andreas König

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