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Heimatkalender dokumentiert Naturdenkmäler

Perleberg Heimatkalender dokumentiert Naturdenkmäler

Eichen, Schwarzkiefern, Ulmen, aber auch ein Gingko- und ein Mammutbaum – der neue Heimatkalender der Sparkasse Prignitz für 2017 präsentiert Fotografien von zwölf Naturdenkmälern. Ab dem 27. Oktober liegt er in einer Auflage von 12 000 Stück in den Sparkassenfilialen aus.

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Dieser Gingkobaum in Pritzwalk wurde jetzt zum Kalendermotiv.

Quelle: Susanne Liedtke

Perleberg. „Es ist immer wieder eine Herausforderung für uns , Motive zu finden“, erklärte Andrè Wormstädt am Freitag bei der Vorstellung des Heimatkalenders 2017 der Sparkasse Prignitz in Perleberg. Es ist der 24. seiner Art, und bislang hatte man dafür ganz unterschiedliche Ideen umgesetzt. Gelungen ist die Motivauswahl auch diesmal wieder. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse hatte bei der Vorstellung an seiner Seite Christina Schilke und Peter Lugowski von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Prignitz – hat man sich diesmal doch entschieden, Bäume der Prignitz zu zeigen, aber nicht irgendwelche: Es handelt sich um zwölf Naturdenkmale, also landschaftlich herausragende und erhaltenswerte Exemplare, die deswegen einem besonderen Schutz unterliegen.

„Die Prignitz ist ein sehr grüner Landstrich“, sagte Wormstädt zur Begründung. „Sie hat einiges an Bäumen zu bieten, die nicht jede Region vorweisen kann. Darunter sind unterschiedliche Arten, die es zu schützen gilt.“ Zu finden sind in dem Kalender viele einheimische Arten aus der Region. „Man hätte alleine mit unterschiedlichen Eichen einen ganzen Kalender bestücken können“, sagte dazu Christina Schilke. In den Kalender schafften es Eichen bei Hinzdorf, bei Frehne und in Eggersdorf. Aber natürlich gibt es noch viel mehr: Bekannt dürfte vielen die von der B 189 gut sichtbare Schwarzkiefer bei Retzin und die Flatterulme in Gülitz sein – sie ist mit einem Stammumfang von zehn Metern wahrscheinlich der mächtigste Baum dieser Art in Deutschland, wenn nicht in Europa.

Präsentierten den neuen Kalender (v

Präsentierten den neuen Kalender (v. l.): André Wormstädt, Christína Schilke und Peter Lugowski.

Quelle: Bernd Atzenroth

Der in einer Auflage von 12 000 Stück gedruckte Kalender wird ab Donnerstag, 27. Oktober, kostenlos in den Sparkassenfilialen ausgegeben. Auf dem Tisch lag bei der Vorstellung die „absolut druckfrische Version“ des schön gestalteten Kalenders, der Fotografien von Susanne Liedtke zeigt. Auf der Rückseite gibt es dann Erklärungen zu jedem Baum, für die die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde gesorgt haben. Der Landkreis Prignitz ist in weiten Teilen für den Schutz der Bäume zuständig. Gewährleistet ist dieser Schutz durch die Prignitzer Baumschutzverordnung. Einzig die Städte Perleberg und Wittenberge haben dazu eigene Verordnungen erlassen.

Aktion zum Weltspartag

Anlässlich des Weltspartages, der diesmal auf einen Sonntag fällt, werden vorab am Donnerstag, 27. Oktober, in den drei Kundenhallen der Geschäftsstellen Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge der Sparkasse Prignitz kleine Aktionen für Kinder vorbereitet. Des Weiteren reicht die Sparkasse an diesem Tag an ihre Kunden kostenlos Äpfel aus. „Hier knüpfen wir an den 6. Apfelmarkt in Wittenberge an. Ein paar Vitamine mit Biss stärken auch das Immunsystem für die kalte Jahreszeit, erklärte André Wormstädt.

Bei dieser Gelegenheit wird auch der neue, druckfrische Heimatkalender kostenlos an die Kunden ausgegeben.

In der Verordnung des Landkreises ist klar festgelegt, welche Bäume als geschützte Landschaftsbestandteile zu gelten haben – Stammumfang und Größe zählen zu den Kriterien. Der Landkreis unterstützt die Pflegemaßnahme für die unter Schutz gestellten Bäume finanziell, egal, ob sie auf privatem oder öffentlichem Gelände stehen. Sind die Bäume einmal mit einem Schutzstatus versehen, dann dürfen sie zum Beispiel nicht beseitigt oder beschädigt werden – es sei denn, mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Stellt ein Baum etwa eine Gefährdung dar, dann könnte seine Fällung gerechtfertigt sein. Lugowski nannte dazu das Beispiel einer Rosskastanie in Pritzwalk.

Geschützt sind per Rechtsverordnung 130 Naturdenkmäler im ganzen Landkreis. Dazu gehören standorttypisch seltene Bäume und ein paar Unikate. Ein Gingkobaum in einer Pritzwalker Kleingartenkolonie oder ein Mammutbaum im Bad Wilsnacker Stadtpark haben es so nicht nur zum Schutzstatus, sondern auch als Motiv in den Kalender geschafft, auch wenn es „Migranten“ unter den Bäumen sind. „Wir haben versucht, die schönsten Exemplare herauszufinden“, sagte Peter Lugowski. Das war für alle Beteiligten keine ganz leichte Aufgabe. „Wir mussten uns ja auf zwölf beschränken“, meinte Wormstädt dazu. Mit dem Ergebnis zeigten sich alle drei dann sehr zufrieden.

Von Bernd Atzenroth

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