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Prignitz Helmut Sperling züchtet Tauben
Lokales Prignitz Helmut Sperling züchtet Tauben
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00:17 26.06.2016
Ein Händchen für die Taubenzucht: Helmut Sperling aus Schönebeck. Quelle: Christamaria Ruch
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Schönebeck

Es war die Liebe auf den ersten Blick. Helmut Sperling aus Schönebeck (Gemeinde Gumtow) blätterte in Zeitschriften und sah sich auf Ausstellungen um. Dann entdeckte er in den Kingtauben seine Leidenschaft. Seit 1974 züchtet er erfolgreich diese Taubenrasse.

Tauben begleiten den heute 62 Jahre alten Helmut Sperling seit seiner Kindheit. Sein Vater Erich züchtete schon diese Tiere, und im Heimatdorf Schönebeck gab es weitere Züchter. „Bei den Kingtauben hat mich von Anfang an die kurze und kompakte Form angesprochen“, bekennt er. Den Grundstock für seine bis heute erfolgreiche Zucht legte er mit zwei Paaren. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Bereits ein halbes Jahr nach Zuchtbeginn trat Sperling 1975 dem Kleintierzuchtverein in Blumenthal (Gemeinde Heiligengrabe) bei und holte auf seiner ersten Ausstellung einen Preis. Damals teilte ein weiterer Züchter im Verein die Leidenschaft für die Kingtaube. Heute widmen sich vier Vereinsmitglieder diesen Tieren. „Im Verein aktiv zu sein, ist etwas anderes, als wenn man nur für sich allein züchtet“, sagt Sperling. Denn unter Gleichgesinnten lernen sie voneinander und treten in einen fairen Wettstreit. Helmut Sperling rückte 1996 als stellvertretender Vereinschef an die Spitze der Blumenthaler Kleintierzüchter. Seit Februar dieses Jahres ist er deren Vorsitzender.

Die Kingtauben gehören zur Gruppe der Huhntauben. Diese umfassen nur sieben Rassen. „Besonders hat mich von Anfang an gereizt, dass die Kingtauben sehr ruhig sind“, so Sperling. Außerdem verfügen diese Tauben über gut ausgeprägte soziale Eigenschaften und sind zutraulich. „Zum Fliegen sind sie meist zu faul“, merkt er mit Blick auf das hohe Gewicht an. Die Kingtauben bringen bis zu einem Kilogramm auf die Waage. Derzeit tummeln sich 15 Zuchtpaare in den beiden Farbschlägen blau und blaugehämmert auf dem Hof von Helmut Sperling.

Doch dieses Zuchtjahr wird aus heutiger Sicht nicht als besonders gut in die Geschichte eingehen. „Die Witterung ist einfach zu wechselhaft. Vor allem das nasskalte Wetter ist nicht gut“, sagt er. Das erste Gelege im April brachte zu 90 Prozent Misserfolg. „Die Eier waren nicht befruchtet. Ich kann mich nicht erinnern, dass das schon einmal so extrem war“, sagt er. Sperlings Zucht sieht mustergültig aus: 15 Zuchtboxen reihen sich wie auf einer Perlenschnur aneinander. „Die Fütterung der Tiere dauert somit zwar länger“, sagt er. Die Vorteile liegen aber auf der Hand: Die Verpaarung ist viel einfacher und kann reinrassig zum Zuge kommen. Helmut Sperling beweist ein sicheres Gespür für die Zucht. Anders lassen sich die Erfolge nicht erklären. Von der Vereinsschau über die Kreis- und Landesschauen bis hin zur Bundes- und Hauptsonderschau hat er sich einen Namen gemacht. Der eigentliche Ritterschlag unter den Kingtaubenzüchtern ist der Gewinn vom sogenannten Kingband. Es wird auf den Haupt­sonder- und Gruppenschauen vergeben und gilt als höchster Erfolg. 1998 gewann Helmut Sperling zum ersten Mal ein Kingband; mittlerweile gehören ihm fünf dieser Art.

Von Christamaria Ruch

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