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Hinweise zum Spielothek-Überfall

Perleberg Hinweise zum Spielothek-Überfall

Ein Überfall auf die Perleberger Spielothek „Tivoli“ am 23. Januar dieses Jahres hält die Polizei nach wie vor in Atem. Nachdem die Ermittler bereits im RBB-Fernsehen den Fall geschildert haben und um Zeugenhinweise baten, kam am Mittwoch Staatsanwalt Benjamin Besson im ZDF-Magazin „Aktenzeichen XY ungelöst“ zu Wort.

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Diese Mitarbeiterin der Perleberger Spielothek (sie will namentlich nicht genannt werden) wurde damals überfallen.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Ein Kriminalfall aus der Prignitz schaffte es jetzt schon zum zweiten Mal ins Fernsehen: Der Überfall auf die Spielothek „Tivoli“ in der Wittenberger Straße in Perleberg beschäftigte nun auch den ZDF-Klassiker „Aktenzeichen XY ungelöst“. Am 23. Januar dieses Jahres überfiel ein auffällig maskierter Mann die genannte Spielothek. Von der an jenem Abend anwesenden Mitarbeiterin verlangte er, sie solle ihr Bargeld herausgeben. Die Angestellte öffnete eine Schublade und übergab Geld, danach verlangte der Täter die Öffnung des Tresores. Die Frau konnte fliehen, als der Täter kurz unaufmerksam war. Sie versteckte sich außerhalb der Spielothek. Als sie die Polizei rufen wollte, stellte sie fest, dass der Täter das Telefonkabel durchgeschnitten und außerdem Geld aus ihrem Portemonnaie mitgenommen hatte.

Phantombild des Räubers

Phantombild des Räubers.

Quelle: Polizei

Seit dem Fahndungsaufruf und der Bitte um Hinweise waren fast neun Monate vergangen. Im September hatte das Team der RBB-Sendung Täter, Opfer Polizei“ den Fall aufgegriffen und die Ereignisse sogar nachgestellt. Die Ausbeute an verwertbaren Hinweisen blieb allerdings gering.

Jetzt also noch einmal eine Fallrekonstruktion vor bundesweitem Publikum. Ursprünglich hatte der Leiter der Perleberger Kriminalpolizei den Fall vorstellen sollen, doch wegen einer Erkrankung sprang Staatsanwalt Benjamin Besson von der Staatsanwaltschaft Neuruppin ein und schilderte den Tathergang.

In der Sendung wurde bekannt, wie die Angestellte den Überfall erlebt hatte. Danach hatte der Täter die Frau mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser bedroht und die Herausgabe des Geldes gefordert. Die Frau nutzte einen Moment der Unachtsamkeit des Täters, um sich im Hof zu verstecken. „In Todesangst harrt sie aus, bis der Täter verschwunden ist“, heißt es. Daran, den Alarmknopf zu drücken, habe das Opfer in dieser Ausnahmesituation nicht gedacht, berichtet das ZDF-Magazin weiter. Eines ging ihr aber nicht aus dem Kopf. Die „markanten Augen“ des Mannes erinnerten die Mitarbeiterin an einen Gast, der Monate zuvor in der Spielothek war. Nach den Beschreibungen der Frau fertigt die Polizei zwei Phantombilder an und stellt sie den Medien für einen Fahndungsaufruf zur Verfügung. Der Gast befand sich in Begleitung eines unbekannten Mannes, berichtet das ZDF weiter. Monate nach der Tat tauchte in der Spielothek ein Mann auf, der die überfallene Frau an den Täter erinnerte. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den Täter gehandelt habe.

Mit Maske

Mit Maske.

Quelle: Polizei

Der Gesuchte soll 25 bis 35 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß sein. Er soll braune Augen haben. Gesucht wird ferner ein bislang unbekannter Mann, der den mutmaßlichen Täter in der Spielhalle Wochen vor der Tat begleitet haben soll. Dieser Begleiter muss mit dem Überfall nichts zu tun haben“, heißt es im Fahndungsaufruf der Polizei.

Der Fall ist sicher ein Gewaltverbrechen, aber warum wird er gleich zweimal im Fernsehen gezeigt? „Die Polizei bietet den Redaktionen Fälle an, in denen eine öffentliche Fahndung hilfreich sein könnte“, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt aus Neuruppin, Wilfried Lehmann. „Welche Fälle gezeigt werden, entscheiden die Sender.“ Die öffentliche Fahndung bedürfe eines richterlichen Beschlusses. Immerhin hat die Ausstrahlung neue Hinweise ergeben. Bis Mittwochmorgen meldeten sich fünf Personen bei der Polizei in Neuruppin, informierte Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Von Andreas König

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