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Historischer Ziehbrunnen wird repariert

Laaske Historischer Ziehbrunnen wird repariert

Der Ziehbrunnen in Laaske hat Seltenheitswert. 1750 wurde er angelegt und mehr als 200 Jahre versorgte er die Bewohner mit Wasser. Bei einem Sturm im Frühjahr wurde der Schwingbaum beschädigt, er soll nun erneuert werden.

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Damit das Wasser nicht verunreinigt wird, ist der Brunnen mit einem Holzkasten abgedeckt; dahinter der abgebrochene Schwingbaum.

Quelle: Beeskow

Laaske. Bei einem Sturm im Frühjahr wurde der historische Ziehbrunnen in Laaske beschädigt. Der Schwingbaum, also die meterlange Stange, an der ansonsten ein Wassereimer hängt, ist abgebrochen. „Der Brunnen wird aber repariert“, berichtet Ortsvorsteherin Helga Dreger. Ob dies noch in diesem Jahr geschieht, kann sie jedoch nicht sagen.

Der Ziehbrunnen gehört zweifelsohne zu den Sehenswürdigkeiten im Ort, obwohl der verwitterte Holzkasten unscheinbar wirkt. Kaum ein anderer Brunnen weit und breit dürfte jedoch so alt und noch funktionstüchtig sein. Um 1750 wurde der Brunnen gegraben. Die Wände sind mit Holz befestigt. Das Reservoire stellte einst für die Bewohner von Laaske so etwas wie die zentrale Wasserversorgung dar. Die Leute holten hier ihr Trinkwasser und Wasser für den sonstigen täglichen Gebrauch – zum Waschen oder Kochen. Bei großer Trockenheit holten sie hier das Wasser, um ihre Gärten zu bewässern. Auch das Vieh wurde aus diesem Brunnen versorgt.

Das Wasser war nun noch zum Bewässern gut

Mehr als 200 Jahre lang war das so. Als 1969 in Laaske eine Trinkwasserleitung verlegt wurde, verlor der Brunnen seine Bedeutung. Der Laasker Manfred Pawelka erinnert sich, dass mancher Einwohner weiterhin sein Trinkwasser aus dem drei Meter tiefen Brunnen bezog. „Das wurde dann aber untersagt, weil die Wasserqualität nach 200 Jahren auf einmal nicht mehr gut genug war.“ Das Wasser sollte nur noch zum Bewässern der Gräber verwendet werden. 1975 wurde die alte Holzeinfassung erneuert und farblich von Edeltraud Pawelka und Helga Loose gestaltet.

Unter der Regie von Manfred Pawelka, des langjährigen Ortsbürgermeisters, wurde 2002 der im Verfall begriffene Brunnen im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wieder hergerichtet. In der denkmalrechtlichen Erlaubnis legte der Landkreis Prignitz fest, der alter Querbaum oder Schwingbaum müsse durch einen Baumstamm aus heimischen Wäldern ersetzt werden – vorzugsweise Eiche oder Kiefer.

Von Michael Beeskow

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