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Prignitz Historisches Gemälde wieder im Schloss
Lokales Prignitz Historisches Gemälde wieder im Schloss
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02:15 08.07.2017
Gunda Oelmann hängt zusammen mit Diether Pickel das Porträt wieder an seinen Platz im Schlossmuseum. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Wie eine Verjüngungskur hat die Restaurierung des Porträts von Alexander Georg Ludwig von Wahlen Jürgass gewirkt. Das Gemälde aus dem Jahr 1824, das den Feldherrn in Uniform und mit Orden geschmückt zeigt, hat einige Wochen in der Werkstatt von Diplomrestauratorin Gunda Oelmann verbracht. Sie hat es aufgearbeitet. Seit vorgestern hängt es wieder an seinem angestammten Platz in der „Rohr’schen Stube“ im Schlossmuseum Meyenburg.

Gunda Oelmann hatte die lose Leinwand aus dem Rahmen gelöst und Farbfehlstellen ausgebessert, die sich bilden können, wenn ein Gemälde zu locker im Rahmen hängt. „Außerdem war das Bild mit Firnis überzogen, also habe ich es gereinigt und mit kleinen Ergänzungen versehen.“ Nun leuchtet das Gesicht des Generalleutnants wieder, „ohne auszusehen, als wäre es gerade gemalt“, betont sie.

Großer Moment für das Museum

Alexander von Wahlen Jürgass (1758 bis 1833) lebte in Ganzer, das Mitte der 1830er Jahre an die Familie Rohr fiel. Nach der Wappenvereinigung beider Familien im Jahr 1836 durfte sich die Familie Rohr Wahlen Jürgass nennen. Für die leidenschaftlichen Historiker Annegret und Reinhard Hahn aus Meyenburg war die Rückkehr des restaurierten Porträts ein großer Moment: „Er war eine berühmte Persönlichkeit und hat in zwei großen Schlachten gegen die Franzosen gekämpft“, erklärte Annegret Hahn. Zweimal sei er schwer verletzt worden. In der Schlacht bei Ligny traf ihn eine Kugel, die im Schlossmuseum ausgestellt wird. „Er hatte den Orden Pour le Mérite, die höchste Auszeichnung damals“, so Reinhard Hahn. Später erhielt Wahlen Jürgass weitere hohe Auszeichnungen. Laut Annegret Hahn galt der Generalleutnant als „ein Muster an Tapferkeit und Herzensgüte, wurde vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm und von General Blücher geachtet“. Das Porträt hat der Berliner Maler Wilhelm Herbig 1824 gemalt.

Alte Papierschnipsel im Rahmen

Laut Diether Pickel, Vorsitzender des Freundeskreises Schloss Meyenburg, der das Schlossmuseum betreibt, hängt das Gemälde seit 2004 als Leihgabe der Familie Rohr im Schloss. Gunda Oelmann hat für den Verein bereits mehrere Bilder restauriert. Auch diesmal hatte sie wieder eine kleine Besonderheit dabei: Im Rahmen des Porträts, der bereits nach 1945 erneuert worden war, fand sie Papierfragmente aus der Entstehungszeit des Bildes. Sie reinigte und konservierte sie, so dass deutlich die Jahreszahl 1824 zu lesen ist. „Das muss den Leuten so wichtig gewesen sein, dass sie es aufgehoben haben“, meint die Restauratorin, weshalb auch sie sie zwischen zwei Glasplatten sicherte. Finanziert hat die 1190 Euro teure Restaurierung der Freundeskreis zusammen mit der Stadt. Für die Aufarbeitung der Papierfragmente kam der Freundeskreis allein auf.

Von Beate Vogel

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