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Prignitz Hochbetrieb am Lokschuppen in Mesendorf
Lokales Prignitz Hochbetrieb am Lokschuppen in Mesendorf
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00:17 07.04.2016
Daniel Kurthals will Lokführer werden, seit er sechs Jahre alt ist. Beim Polloverein absolviert er eine Ausbildung Quelle: Andreas König
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Mesendorf

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Luft erwärmen, herrscht am Pollo-Bahnhof und dem Lokschuppen in Mesendorf Hochbetrieb. Nach dem Besucherrekord vom Osterwochenende geht die Arbeit weiter.

Andreas Kurthals aus Glöwen und sein Neffe Daniel gehören zu den rund 100 Mitgliedern des Vereins Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg. Er betreibt die Kleinbahn Pollo und bildet mittlerweile sogar den Berufsnachwuchs aus. Daniel Kurthals möchte Lokführer werden, seit er mit sechs Jahren zum ersten Mal auf einer Dampflok mitgefahren ist. Jetzt ist er über 20 und kommt seinem Traum ein Stückchen näher. Den Lokführerschein für Nebenstrecken kann er mit Hilfe des Pollovereins schaffen.

Andreas Kurthals (l.) mit Neffen Daniel beim Säcketragen. Quelle: Andreas König

Jetzt aber ist Zementsäckeschleppen angesagt. Der Wasserkran, ohne den eine richtige Dampflok nun einmal keinen Dampf erzeugen kann, soll auf ein festes Fundament gesetzt werden. Die bisherige Sockelkonstruktion ist nicht mehr zeitgemäß. Wie viele andere Vereinsmitglieder auch verbringen die beiden Kurthals’ einen Teil ihrer Freizeit auf dem Bahnhof in Mesendorf. Selbst die romantischsten Bahnausfahrten sind harte Arbeit. Vor allem die Lokführer stehen im Schweiße ihres Angesichts im Führerstand, wenn der Pollo durch die Prignitz dampft.

Bisher müssen sich die Vereinsaktivisten eine mehr oder weniger provisorische Toilette mit den Besuchern teilen. Daher hatten sich die Vereinsmitglieder auf ein Vorhaben aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb gefreut. Die seit Jahren vorgesehne Schaffung von vernünftigen Sanitäranlagen sollte endlich auf den Weg gebracht werden. Doch die regionale Planungsmeinschaft Storchenland hat das Projekt wohl in der ersten Runde abgelehnt. Die beiden Freiwilligen schnauben kurz durch, dann sagen sie „Ach, was soll’s. Wird schon werden.“ Wischen sich kurz die Stirn ab und arbeiten einfach weiter.

Von Andreas König

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