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Hochbetrieb auf dem Heidelbeerhof Quirling

Berge Hochbetrieb auf dem Heidelbeerhof Quirling

Auf dem Heidelbeerhof Quirling herrscht dieser Tage Hochbetrieb: Wenn die Temperaturen angenehm sind und die Sonne nicht sticht, wimmelt es in der Plantage von Selbstpflückern. Auch Saisonarbeiter sind im Einsatz. Die Dicken Blauen, wie sich die Kulturheidelbeeren der Quirlings nennen, sind dieses Jahr besonders groß geraten.

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Kajetan Klimanzewski aus Łomza pflückt die Dicken Blauen im Akkord.

Quelle: Beate Vogel

Berge. Die Parkflächen auf dem Heidelbeerhof der Familie Quirling bieten ein buntes Sammelsurium aus zwei, drei Bundesländern. Da finden sich Kennzeichen wie SN, PCH, LWL, SDL, OHV, NWM. Ein großer Teil der Kundschaft kommt seit vielen Jahren zum Pflücken der Dicken Blauen, wie die Beeren von der Plantage an der L 10 bei Berge genannt werden dürfen, sagt Plantagenbetreiber Claus-Dieter-Quirling.

Am 28. Juni haben die Quirlings die Pflücksaison eröffnet. Dieses Jahr ist alles neun, zehn Tage eher dran als sonst. Dienstags bis sonntags tummeln sich zwischen 8.30 und 17.30 Uhr Pflücker zwischen den Strauchreihen. Wenn der Andrang besonders groß ist, können Parkflächen auf der gegenüberliegenden Straßenseite genutzt werden. Acht Sorten Kulturheidelbeeren stehen auf den Flächen. Ihre unterschiedlichen Reifezeiten stellen sicher, dass bis zum Saisonende durchgängig Früchte da sind.

Familie Quirling bietet die Beeren zum Selber pflücken an, aber auch fertig gepflückt und abgewogen in Körbchen. Zu 80 Prozent kommen Stammkunden, manche von ihnen seit vielen Jahren und über große Entfernungen auf den Heidelbeerhof. Rentner Bernd Raue aus Neustadt (Dosse) pflückt seit zehn Jahren in Berge. „Die Beeren sind toll“, sagt er und zeigt seinen vollen Eimer, der etwa sechs Kilogramm der blauen Früchte fasst. Das meinen auch Gisela und Wolfgang Mech aus Jederitz bei Havelberg, die seit fünf, sechs Jahren kommen. Sie machen aus den Beeren Marmelade, frieren sie ein und backen Kuchen. Bücken muss sich kaum jemand, Die meisten Sträucher sind zwischen 1,50 und zwei Meter groß und haben damit eine bequeme Höhe.

Wer pflücken will, kann aber nicht einfach so in die Strauchreihen stürmen und loslegen. „Die Beeren müssen vernünftig gepflückt werden, damit nicht nachgepflückt werden muss“, erklärt der Unternehmer. Zwei Einweiser helfen den Kunden. Eine von ihnen ist Bärbel Zuter. „Fangen Sie nach dem letzten Pflücker in dieser Reihe an, pflücken Sie die Heidelbeeren vorsichtig und heben Sie sie auf, wenn sie herunterfallen. Und bitte gehen Sie nicht durch die Büsche“, erklärt sie den Neuankömmlingen. Am anderen Ende der Reihe steht ihr Kollege. Sonst verliert man die Übersicht, meint sie. „Manche meckern“, sagt Bärbel Zuter. Manchmal muss sie auch energisch sein. Aber die meisten sehen die Belehrung locker. Zuter ist seit zwei Jahren Einweiserin auf dem Heidelbeerhof Quirling, auch als Pflückerin ist sie im Einsatz. „Das macht mir einen Heidenspaß.“ Es stört sie auch nicht, wenn es mal eng wird auf der Plantage. Am Dienstag zum Beispiel waren sie im „Blaubeerparadies“: „Das ist, wenn die Bedingungen so gut sind, dass die Leute in Scharen kommen und enorm viel gepflückt wird“, erklärt Bärbel Zuter. Dann darf es nicht zu heiß sein und vielleicht ein bisschen bedeckt, damit die Pflücker nicht in der prallen Sonne stehen.

Etwa 30 Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen pflücken die Dicken Blauen im Akkord. So verdient sich zum Beispiel Kajetan Klimanzewski aus der Stadt Łomza im Osten Polens etwas dazu. Ruckzuck zieht er vorsichtig die Beeren vom Strauch und lässt sie in den kleinen Eimer fallen, der an seinem Gürtel hängt. „Viele unserer Kunden, die früher zum Pflücken kamen und das jetzt aber aus Altersgründen nicht mehr können, kaufen gern die gepflückten Beeren“, erläutert Claus-Dieter Quirling.

Immer wieder pflanzen die Quirlings nach. So stehen zwischen den älteren Sträuchern auf einer Fläche plötzlich ganz kleine, die noch wachsen müssen. „Bei den Sorten richten wir uns nach den Kundenwünschen“, erklärt Claus-Dieter Quirling. Damit habe das Team im Laufe der Jahre gute Erfahrungen gemacht. Seit 1992 gibt es die Plantage bei Berge. Quirling kommt aus der Landwirtschaft. „Für uns steht die Qualität der Heidelbeere im Vordergrund.“ Natürlich gibt es dazu den Streuselkuchen mit Heidelbeeren, das Spezialeis „Blauer Traum“, Likör, Marmelade, Gelee, Prosecco, Limes, Wein und vieles mehr. Wer möchte, kann die Variationen zu einer Tasse Kaffee gleich vorn am Heidelbeerhof genießen.

Tipp: Infos, Rezepte und Anfahrt unter www.hof-quirling.de.

Von Beate Vogel

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