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Prignitz Hochzeitskollekte für Kamerunschaf gespendet
Lokales Prignitz Hochzeitskollekte für Kamerunschaf gespendet
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00:20 23.10.2017
Einfach nur knuddelig: Auch die anderen Kamerunschafe sind Lieblinge der Kinder. Quelle: Fariba Nilchian
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Pritzwalk

Als sich Ramona und Patrick Bräutigam am 10. Juni im Kloster Stift Heiligengrabe das Ja-Wort gaben, überlegten sie, für welchen Zweck sie ihre Kollekte spenden wollen und wo das Geld in der Region eingesetzt werden soll. Da kam dem 27-jährigen Patrick Bräutigam die Idee: Durch seine Arbeit kennt er den Streichelzoo im Pritzwalker Hainholz. „Das ist eine schöne Anlaufstelle für Kinder. Zudem hatten wir vom Spendenaufruf der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gelesen“, sagte er dazu.

Patrick Bräutigam (l.), Ramona Bräutigam und Rüdiger Jach mit der Taufurkunde für das Kamerunschaf. Quelle: Bernd Atzenroth

Und so entschieden er und seine 24-jährige Frau, das Geld dem Streichelzoo zukommen zu lassen – immerhin handelt es sich dabei um eine Summe von 227,30 Euro, die das Jungehepaar aus Pritzwalk nunmehr Rüdiger Jach überreichte. Der Betriebsleiter im Hainholz freute sich darüber, kann er doch das Geld gut für diesen Zweck gebrauchen. Darüber hinaus übernehmen die beiden auch noch die Patenschaft für eins der fünf Kamerunschafe im Streichelzoo, das auf den kamerunischen Namen Kiano getauft worden ist – die Namenstaufurkunde wurde bei gleicher Gelegenheit überreicht.

Frettchen waren dicht umringt

Die Aktion ist Beleg dafür, dass es Rüdiger Jach und seinem Team gelingt, den etwas vergessenen Streichelzoo wieder mehr ins Bewusstsein der Leute dringen zu lassen. Jach unternimmt dafür auch einige Anstrengungen. So hat vor etwa 14 Tagen ein neues Frettchenpaar in dem Gehege seine neue Heimstatt gefunden, das Jach vom Natur- und Umweltpark in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) bekommen hat. Die Frettchen waren am Donnerstag auch eine Attraktion für die fünften Klassen der Herbert-Quandt-Schule in Pritzwalk – die Jungen und Mädchen absolvierten im Hainholz einen Projekttag und kamen dabei auch in den Streichelzoo, sie fütterten Tiere und misteten Kaninchenställe aus. Bei dieser Gelegenheit erhielten die beiden Frettchen auch Namen. Die 5a nannte das Weibchen Luzy,während die 5b dem Männchen den Namen Freddy, das Frettchen, gaben.

Das Frettchengehege war sehr populär bei den fünften Klassen der Quandtschule, die zu einem Projekttag ins Hainholz gekommen waren Quelle: Fariba Nilchian

Das ist aber längst nicht alles, was jungen und alten Besuchern hier geboten wird. Sieben Kaninchen, acht Meerschweinchen, Ziegen und sogar eine griechische Landschildkröte können hier bewundert werden. Darüber hinaus gibt es hier Jagdfasane, kanadische Gänse, diverse Hühnchen und eine europäische Wildkatze. Eine Attraktion sind auch die beiden Esel. Einen Pfau hat der Streichelzoo ebenfalls, und in vier Wochen wird er auch eine Pfauendame haben. Und Rüdiger Jach kümmert sich um die Anschaffung weiterer Tiere: „Ich bin dabei, ein Sattelschwein zu organisieren“, erzählt er im Gespräch mit der MAZ. Und sicher wird es weitere Aktivitäten in diese Richtung geben. So hat er Kontakte in alle möglichen Richtungen geknüpft, nicht nur nach Güstrow, sondern auch zum Tierpark Kunsterspring oder zur Auerhahnaufzucht in Thale.

Geld für Reparaturarbeiten

Auch ansonsten gibt es Nachrichten aus dem Hainholz. Wie in den Vorjahren, so sollen auch diesmal wieder Rebhühner ausgewildert werden, und zwar in Wilmersdorf. Er habe zwei Ketten bestellt ließ Jach wissen und erklärte, dass es sich dabei um eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau einer Windkraftanlage handele.

Die Frettchen Lucy und Freddy. Quelle: Fariba Nilchian

Der Hauptweg durch das Hainholz Richtung Streckenthin ist im Übrigen immer noch gesperrt – eine große Eiche, die umgefallen ist, verhindert die Weiterfahrt an der Streckenthiner Brücke, an der allerdings sowieso Arbeiten anstehen.

Mit Hilfe der Stadt kann im kommenden Jahr auch an der Hainholz-Waldschule unter anderem an den Dächern gearbeitet werden – im städtischen Haushalt ist dafür Geld eingestellt, sagt Jach, der von einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt berichtet. Der Spendenaufruf des Regionalverbands Pritz­walk in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald galt neben der attraktiveren Gestaltung des Streichelzoos auch diesem Ziel – die Einrichtungen können eine Auffrischung gut gebrauchen.

Von Bernd Atzenroth

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