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Höchste Ehrung für "Stimme und Gesicht der Prignitz"

Bärbel Mann erhält Bundesverdienstkreuz Höchste Ehrung für "Stimme und Gesicht der Prignitz"

 Als sich die Schatulle mit dem Orden öffnet, holt sie tief Luft. Natürlich weiß Bärbel Mann, dass sie mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland geehrt werden soll. Doch der feierliche Rahmen in der Wunderblutkirche verschlägt ihr dann doch für einen kurzen Moment die Sprache.

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Bad Wilsnack. Dabei ist die 76-jährige sonst nie um Worte verlegen. Aber bei einer solch hohen Ehrung wie dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande, dem Bundesverdienstkreuz, kann man schon mal kurz um Fassung ringen.

Im Kirchengestühl der Wunderblutkirche sitzen Prominente aus Politik und Wirtschaft. Bärbel Mann sitzt in der ersten Reihe, hinter ihr Familienangehörige und Weggefährten. Geehrt wird die Bad Wilsnackerin für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste ihrer Heimatstadt und der Region, aus der sie stammt, der Prignitz. "Sie haben sich auf herausragende Weise für die touristische Entwicklung der Prignitz eingesetzt", lobte Laudator, der brandenburgische Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD). Bärbel Mann gehörte nach der Wende zu den Mitbegründern des damals noch Fremdenverkehrs- und Kulturverein Prignitz genannten Vorläufers des Tourismusverbandes Prignitz. Sie engagierte sich für die Wunderblutkirche, die Plattenburg, sie half, die Tradition des Pilgerns in die Neuzeit zu übertragen und sie trommelte unermüdlich dafür, dass die Prignitz bekannt wird.

Was nicht passend war, wurde passend gemacht. Der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg-Gesellschaft, Dieter Hütte, erinnerte sich, wie in den ersten Karten nach der Wende zwischen Berlin und Hamburg eine graue Landmasse war. "Frau Mann hat dann die Prignitz eingezeichnet", berichtete er. Sie habe alle touristischen Aktivitäten "im Stile der Queen Mum" gebündelt ‒ "allerdings ohne Gin".

Bärbel Mann hat in selbst geschriebenen Theaterstücken die Geschichte Wilsnacks und der Prignitz auf verständliche Weise lebendig werden lassen, hat zahllose Messen besucht und für ihre Heimat geworben und nicht zuletzt Konzerte organisiert. "Es waren bestimmt hundert", sagte Ex-Landrat Hans Lange, ein enger Weggefährte früherer Jahre. "Es waren über 200", sagt Bärbel Mann ebenso knapp wie zutreffend. Als wichtigste Mitstreiter nennt sie denn auch den früheren Landrat sowie den KMG-Chef Wolfgang Neubert.

Viele Lobesworte erfüllen die Kirche. Albrecht Gerber nennt sie schlicht "Stimme und Gesicht der Prignitz".

Von Andreas König

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