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Prignitz Hoffmann kritisiert Landtagskollegen
Lokales Prignitz Hoffmann kritisiert Landtagskollegen
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00:17 17.07.2016
Gordon Hoffmann übte am Donnerstag scharfe Kritik. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Mit scharfer Kritik an seinen Westprignitzer Kollegen im Landtag reagierte der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann auf den Leitbild-Beschluss des Landtags zur Kreisgebietsreform. Denn in der namentlichen Abstimmung hatten auch die Abgeordneten Thomas Domres (Linke) und Holger Rupprecht (SPD) für die Kreisgebietsreform gestimmt. Gordon Hoffmann, der auch CDU-Kreisvorsitzender ist, zeigte sich davon in einer Pressemitteilung „schwer enttäuscht“. Die Reform habe noch immer nicht schlüssig begründet werden können. Man argumentiere mit knapper werdenden Kassen, um im nächsten Moment zu erklären, dass sich mit der Reform nichts einsparen lassen werde. „Es ist beschämend, dass hier die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ignoriert werden und die Prignitz dem Koalitionsfrieden geopfert wurde“, meinte Gordon Hoffmann, der jedoch „weiteren Widerstand gegen die Abwicklung der Prignitz“ ankündigte. „Wir werden weiterhin mit allen Mitteln für den Erhalt unseres Landkreises einsetzen. Wir werden mit einem breiten Bündnis eine Volksinitiative auf den Weg bringen, um diese sinnlose Reform zu verhindern. Die CDU Prignitz wird diese Initiative unterstützen“, ließ er wissen.

Thomas Domres hatte in der vergangenen Woche im Vorfeld der Landtagssitzung bei einer Versammlung der Prignitzer Linken in Perleberg noch einmal unmissverständlich erklärt, dass er für das Leitbild stimmen werde – immerhin seien in mehr als 50 Punkten darin die vielen geäußerten Bedenken berücksichtigt worden. Die Notwendigkeit einer Reform begründete er vor allem mit der demografischen Entwicklung. Der Linken-Kreisvorsitzende stand allerdings mit seiner Auffassung auch dort ziemlich allein. Einig waren sich die Linken indes in ihrer Kritik an den Vertretern des Koalitionspartners SPD, die sich im Vorfeld dieser Entscheidung „weggeduckt“ hätten.

Holger Rupprecht war gestern für die MAZ nicht zu erreichen.

Von Bernd Atzenroth

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