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Holzmodell des Meyenburger Schlosses fertig

Meyenburg/Pritzwalk Holzmodell des Meyenburger Schlosses fertig

Mit Terrasse und Portal sowie den Turmverzierungen ist das Holzmodell des Meyenburger Schlosses jetzt komplett. Gebaut haben es Pritzwalker Gymnasiasten, Mitglieder der Schülerfirma „holzaufholz“. Geplant haben sie am PC, gesägt mit CNC-Technik, erklärte dazu ihr Betreuer Godert Wuttke.

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Am zerlegten Modell lässt sich sehr gut die Entwicklung des Meyenburger Schlosses erklären, sagen Annegret Hahn und Godert Wuttke: links der Teil aus dem 14., rechts der aus dem 15. Jahrhundert. Das verbindende Stück in der Mitte und die Flügel folgten Mitte des 19. Jahrhunderts.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg/Pritzwalk. Jetzt ist das Schlossmodell im Hungerturm vollständig: Terrasse und Portal sowie die Turmverzierungen wurden angebracht. Einen ersten Blick auf das – noch unfertige – Modell des Meyenburger Schlosses konnten bereits die Gäste des Festempfangs zu zehn Jahre Museen in Meyenburg Anfang Juli werfen. Und auch für die Besucher des Stadtfestes stand der Hungerturm am Festwochenende offen.

Die Idee war schon länger da

Annegret Hahn vom Verein Freundeskreis Schloss Meyenburg freut sich, dass das hölzerne Miniaturgebäude jetzt im Rondell des Hungerturms steht. Die Idee dazu habe sie schon lange gehabt: „Aber es musste ja finanziert werden.“ Jetzt half ein Spender, der seinen Namen nicht nennen will, sagt die Meyenburgerin: „Er gab mir Geld und sagte: ’Erfüllen Sie sich damit einen Wunsch!’“ Mit dem Modell aus exakt zugeschnittenem Sperrholz kann nun die Entstehungsgeschichte des Schlosses besonders anschaulich erklärt werden, so Annegret Hahn – und zwar nicht nur Kindern. Die Zuhörer können sich nun im Kreis um das Modell setzen und den Erklärungen lauschen.

Schülerfirma mit ingenieurtechnischer Ausrichtung

Die Schülerfirm „holzaufholz“ des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums befasst sich mit allem, was mit Holz zu tun hat, sagt der betreuende Lehrer Godert Wuttke. Dazu gehören Weihnachtsdekorationen, Merchandising für Unternehmen, Geschenke für Firmen. Jetzt wollen sich die Jugendlichen historische Musikinstrumente vornehmen.

Schüler der 7. bis 12. Klasse können dreimal pro Woche nachmittags in 45- bis 90-minütigen Einheiten werkeln. und bauen. Geplant wird alles am PC, so dass die Schüler den Umgang mit den Programmen erlernen. Am Ende wissen sie, wie man ein – kleines – Unternehmen leitet, sagt Wuttke.

„holzaufholz“ ist eine Aktiengesellschaft, deren Anteile die Eltern halten. Etwa 20 Schüler gehören der Firma an. Es gibt einen Vorstand, in dem Schüler sitzen, und eine Buchhaltung. Das Besondere an dieser Schülerfirma ist die ingenieurtechnische Ausrichtung.

Mitte des 14. Jahrhunderts hatte die Familie von Rohr aus Bayern kommend Meyenburg übernommen. Zunächst wurde die mittelalterliche Burganlage zum Wohnhaus umgebaut, im 15. Jahrhundert um ein zweites Gebäude ergänzt, als sich die Familie teilte. Diese beiden ursprünglichen Gebäude verbindet heute der imposante Mittelbau mit den Türmen, den auf der Hofseite das Portal ziert, auf der Stepenitzseite eine große Terrasse. Diesen und die angesetzten Flügel ließ der Berliner Baumeister Friedrich Adler 1865 bis 1866 im Zuge des Umbaus zu einem Ensemble im Neorenaissancestil errichten. Der damalige Schlossherr Ernst Otto von Rohr hatte den Umbau in Auftrag gegeben.

Am Computer geplant, mit CNC-Fräse ausgeschnitten

Das Modell aus Sperrholz haben zehn Schüler der Firma „holzaufholz“ am Pritz­walker Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium angefertigt. „Wir hatten vor zwei Jahren schon einmal in einem Kunstkurs ein Modell gebaut, aber das war viel kleiner“, erinnert sich Godert Wuttke, der am Gymnasium Physik und Informatik unterrichtet und die Schülerfirma „holzaufholz“ betreut. Vielleicht wegen seiner besonderen Verbundenheit zur Stadt – er war bis 2005 in Meyenburg Lehrer – nahm er nun mit den Jugendlichen erneut das Projekt in Angriff.

In der Schülerfirma gehe es nicht allein um Laubsägearbeiten: „Das Modell ist am Computer entstanden, alle Teile wurden an einer CNC-Fräse ausgesägt.“ Genug Feinarbeit blieb laut Wuttke immer noch. Die Teile sind präzise verklebt, die winzigen Fensterkreuze exakt eingesetzt. Ein Teil der Truppe schuf die Konstruktion, der andere baute die Teile zusammen. Etwa ein halbes Jahr Arbeit steckt in dem Schlossmodell.

Von Beate Vogel

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