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Holzstapel schürt Befürchtungen

Brüsenhagen Holzstapel schürt Befürchtungen

Ob der riesige Strauch- und Baumschnitthaufen am Rande von Brüsenhagen wirklich das diesjährige Osterfeuer liefern soll, das ist noch offen. Schon jetzt erhitzt die Aussicht aber zumindest einige Gemüter im Dorf. Denn grundsätzlich sollten Abfälle dieser Art nicht verbrannt werden.

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Der Holzhaufen am Brüsenhagener Ortsrand belegt inzwischen eine Fläche von über 100 Quadratmetern.

Quelle: privat

Brüsenhagen. Dieser Haufen ist definitiv beeindruckend. Über Wochen hat sich dort, wo sich die Brüsenhagener regelmäßig zum Osterfeuer treffen, ein gewaltiger Berg an Strauch- und Baumschnitt angesammelt. Seine schieren Dimensionen geben zumindest einigen Brüsenhagenern Anlass zur Sorge: Soll all das etwa verbrannt werden?

Offener Brief an die Gemeindeverwaltung

Julia und Rouven Obst stellen diese Frage sogar in einem offenen Brief an die Gumtower Gemeindeverwaltung. Schließlich sei in Döllen ein ähnlicher Stapel verbrannt worden. „In Zeiten, wo der CO2- und Emissionsschutz hohe Priorität genießt, Filter- und Abgasanlagen überall vorgeschrieben und optimiert werden und die Biodiversität geschützt und gefördert werden soll, halten wir diese Vorgehensweise für sehr fragwürdig und überkommen – ja geradezu kontraproduktiv“, heißt es in dem Schreiben. Wie könne es sein, dass die Kommune so ein Großfeuer vorbereitet, während Privatleute nur kleine Feuer mit abgelagertem Holz entzünden dürfen. „Wir fragen uns zudem, wie das ohne die untersagten Brandbeschleuniger überhaupt vonstatten gehen soll, da das Gehölz ja keineswegs trocken und abgelagert ist. Warum kann die Gemeinde nicht als gutes Vorbild vorangehen?“ Schließlich gebe es andere Verwendungsmöglichkeiten für Strauch- und Baumschnitt: Benjeshecken, Häckseln, Kompostieren.

Bürgermeister: Die Prüfung läuft

Gumtows Bürgermeister Stefan Freimark versucht zu beruhigen: Noch sei nichts entschieden: „Das Holz ist da erstmal zwischengelagert.“ Angesichts der Stürme des vergangenen Jahres habe sich einfach besonders viel angesammelt. „Das lag ja alles an den Straßen. So konnte das nicht bleiben.“ Ja, die erste Idee sei es gewesen, das beispielsweise fürs Osterfeuer zu nutzen. „Das lag natürlich nahe. Aber das müssen wir noch prüfen.“

Wie das ausgeht, wird sich spätestens am Osterwochenende zeigen. Grundsätzlich entscheiden in Brandenburg die Gemeinden selbst, ob sie sogenannte Brauchtumsfeuer zulassen und unter welchen Bedingungen. Zugleich gilt laut Landesimmissionsschutzgesetz aber ein generelles Verbot des Verbrennens von Gartenabfällen aller Art.

Von Alexander Beckmann

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