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Hunderte Besucher beim 30. Storchenfest

Rühstädt Hunderte Besucher beim 30. Storchenfest

Das schwache Brutjahr tat der guten Stimmung beim 30. Storchenfest in Rühstädt keinen Abbruch. Hunderte Naturfreunde strömten am Sonnabend zu der Feier ins Dorf. Für die Gäste gab es Führungen zu den Nestern, Live-Musik und Rundfahrten mit einer Kutsche.

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Die jungen Störche konnten bei ihren ersten Flugversuchen beobachtet werden.

Quelle: Jens Wegner

Rühstädt. Ein besonderes Jubiläum feierte am Wochenende der Storchenclub Rühstädt. Bereits zum 30. Mal wurde in dem Europäische Storchendorf das beliebte Storchenfest gefeiert. Hunderte Besucher kamen, um sich das Spektakel anzusehen. Schon am Freitag gab es das traditionelle Fußballspiel. Am Sonnabend Vormittag eröffneten die Jagdhornbläser die beliebte Veranstaltung auf dem Festplatz mit einem zünftigen Blaskonzert. Für die Freunde klassischer Musik gab es danach in der Kirche ein ­Orgelkonzert mit dem Havelberger Domkantor Matthias Bensch. Die Big Band „Blecheinander” sorgte mit traditioneller und moderner Blasmusik sowie mit Schlagern und Gassenhauern für gute Unterhaltung. Nicht selten passierte es, dass es einige Kaffeegäste nicht mehr auf ihren Plätzen hielt und sie zum Tanzen vor die Bühne kamen.

Jürgen Herper von der Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg hielt im Gemeinderaum einen Vortrag zum Thema „Europäische Storchendörfer”, führte interessierte Besucher durch das Dorf an den Nestern von Meister Adebar vorbei und berichtetet Wissenswertes über die Tiere. „31 Storchenpaare sind dieses Jahr nach Rühstädt gekommen. 33 Jungtiere werden von ihnen aufgezogen. Im vergangenen Jahr haben wir 52 Jungtiere gezählt. Das Brutergebnis dieses Jahr ist damit sehr schwach”, berichtete der Ranger. 60 bis 70 Jungtiere seien es im Durchschnitt.

Ranger Jürgen Herper führte die Gäste durchs Dorf

Ranger Jürgen Herper führte die Gäste durchs Dorf.

Quelle: Jens Wegner

Ab Mai regnete es in und um Rühstädt lange nicht. Der Grundwasserspiegel war deshalb sehr niedrig. Aufgrund der Trockenheit gab es wenig Futter für die Tiere. „Wenn die Störche merken, dass sie nicht alle Jungen satt kriegen, stoßen sie die schwächsten aus dem Nest. So ist die Natur”, sagte er. „Wir könnte sie zwar füttern, aber dann werden sie zahm und würden in der freien Natur nicht überleben. Das wollen wir nicht.”

Das Nest der Störche hat einen Durchmesser von rund 2,2 Metern, ist 1,2 Meter hoch und wiegt etwa eine Tonne, erklärte er weiter. Um einen Absturz zu groß gewordener Nester zu vermeiden, werden sie von Mitgliedern des Storchenclubs gepflegt. „Sieben Nester haben wir dieses Jahr neu aufgebaut”, berichtete Herper.

Auf dem Festplatz gab es Kinderspaß und Clownerie mit „Tacki und Noisly”. Kein Platz vor der Bühne blieb leer. Die Gäste staunten über ihre Kunststücke und lachten über ihre Scherze. Das eine oder andere Kind aus dem Publikum wurde in die Show mit einbezogen und lernte Ringe zu fangen oder Teller auf einem Stab zu jonglieren.

Die Clowns „Tacki und Noisly” begeisterten das Publikum mit ihren Kunststücken

Die Clowns „Tacki und Noisly” begeisterten das Publikum mit ihren Kunststücken.

Quelle: Jens Wegner

Nebenan präsentierte sich die Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. An ihrem Stand konnten Kinder Spuren verschiedener Tiere lesen, malen, puzzeln, würfeln und es gab Infos über die Biosphäre und die Elbtalaue. „In erster Linie soll es den Kinder Spaß machen”, so Ingrid Dahms von der Naturwacht.

Ein buntes Markttreiben und Ponykutschfahrten rundeten das Programm ab. Während einer Eselführung durch den Rühstädter Schlosspark mit dem 16-jährigen Zwergesel Igor erfuhren die Gäste von Martina Grade Wissenswertes über die Esel und die Anlage. Die Kinder streichelten gern das gutmütige Tier. In der Hebebühne von Jörg Dummer ließen sich viele Besucher in luftige Höhe fahren und genossen einen Überblick übers Dorf. Dummer begleitet die Storchenfreunde seit über 20 Jahren. Jedes Mal wenn Storchenclubmitglieder die Nester der Störche pflegen, ist er dabei.

Ponykutschfahrten durch das Dorf rundeten das Programm ab

Ponykutschfahrten durch das Dorf rundeten das Programm ab.

Quelle: Jens Wegner

Für Freunde des Chorgesangs gab es in der Kirche ein Konzert mit dem Männergesangverein „Amicitia 1880” und der Bläserchor Rühstädt/Bad Wilsnack.

Edmund und Annelie Hanselka aus Köln kamen mit dem Rad zum Storchenfest. „Seit sechs, sieben, acht Jahre kommen wir jedes Jahr zur Kur nach Bad Wilsnack. In Rühstädt sind wir oft. Mit dem Fahrrad ist es ja nicht weit”, sagte Edmund Hanselka. Das Paar war mit dem Angebot zufrieden. „Kaffee, Kuchen – alles ist da.”

Von Jens Wegner

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