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Hunderte zögern Steuererklärung hinaus

244 Fristverlängerungsanträge in PR und OPR Hunderte zögern Steuererklärung hinaus

Wer es nicht geschafft hat, seine Steuererklärung bis zum 31. Mai beim Finanzamt einzureichen, sollte bereits zuvor einen Antrag auf Fristverlängerung gestellt haben. Das haben in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz in diesem Jahr wieder hunderte Bürger gemacht. Allerdings gibt es laut Finanzministerium auch Möglichkeiten, die Frist nachträglich zu verlängern.

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Steuererklärungen sind schriftlich und elektronisch möglich. In Nordrhein-Westfalen haben ELSTER-Nutzer sogar zwei Monate mehr Zeit zur Abgabe.

Quelle: DPA

Wittstock. Berufliche Überlastung, ein Pflegefall in der Familie oder auf ominöse Weise verschwundene Unterlagen: Es gibt viele Gründe, warum Prignitzer und Ruppiner es nicht schaffen, ihre Steuererklärung fristgerecht bis zum 31. Mai einzureichen. Dann empfiehlt es sich, zeitnah eine Fristverlängerung zu beantragen. Der Abgabetermin verlagert sich dann auf den 30. September. Vorschriften, nach denen Fristen verlängert werden können, existieren bereits seit Inkrafttreten der Abgabenordnung im Jahr 1977, heißt es aus dem Potsdamer Finanzministerium. „Von dieser Möglichkeit haben die Steuerzahler in Brandenburg bereits in der Vergangenheit entsprechenden Gebrauch gemacht“, informiert ein Ministeriumssprecher.

Auf die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz entfallen demnach 244 Anträge. Landesweit seien bei den Finanzämtern insgesamt 16 657 Fristverlängerungsanträge zur Abgabe der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr 2015 eingegangen. „Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung kann grundsätzlich auch rückwirkend verlängert werden“, erklärt der Sprecher. Eine besondere Form der Antragstellung sei zwar nicht vorgesehen, aus Rechtssicherheitsgründen empfehle es sich jedoch, diese schriftlich beim Finanzamt einzureichen. Auch sei es ratsam, Anträge auf Fristverlängerung rechtzeitig vor Fristablauf zu stellen. So bliebe für den Fall, dass die vom Antragsteller vorgetragenen Gründe für eine Fristverlängerung nicht genügen, noch Zeit, die Steuererklärung innerhalb der nicht verlängerten Frist einzureichen.

Hunderttausende Steuererklärungen 2015 eingegangen

804.526 Einkommensteuererklärungen sind im Jahr 2015 für die Veranlagungsjahre 2012 bis 2014 im Land Brandenburg abgegeben worden.

Darunter haben 51.829 Prignitzer und Ruppiner ihre Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt in Kyritz eingereicht.

Wer nicht verpflichtet ist , eine Steuererklärung abzugeben, diese aber machen möcht, kann sie auch noch Jahre später einreichen. Darüber informiert Bärbel Oschmann von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Kyritz. Daraus erkläre sich auch, dass im vergangenen Jahr noch Steuererklärungen von 2012 eingereicht wurden.

Denn ob die gesetzliche Frist zur Abgabe der Steuererklärung verlängert wird, haben die Finanzämter nach pflichtgemäßem Ermessen nach den individuellen Verhältnissen des Einzelfalles zu entscheiden, wie der Sprecher betont. Eine andere Möglichkeit, die Frist noch bis zum 31. Juli zu verlängern, haben seit diesem Jahr Bürger, die ihre Steuererklärung auf elektronischem Wege bewältigen – allerdings bislang nur in Nordrhein-Westfalen. „Vielleicht ist das ein Vorläufer für eine eventuelle spätere bundeseinheitliche Regelung“, so die Vermutung des Sprechers.

Überhaupt keine Rolle spielen besagte Fristen für Mitglieder der Lohnsteuerhilfevereine. „Wer sich bei uns beraten lässt, hat grundsätzlich bis 31. Dezember des Jahres Zeit“, heißt es aus der Beratungsstelle Perleberg des Lohnsteuerhilfevereins Pritzwalk. Gleiches gilt auch für die gut 300 Mitglieder der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Kyritz. „Im Extremfall ist darüber hinaus noch eine Verlängerung bis Februar möglich“, informiert Beratungsstellenleiterin Bärbel Oschmann. Viele ihrer Mitglieder würden sich demnach auch entsprechend Zeit lassen, einige hielten sich aber an die Frist zum 31. Mai. Sehr zur Freude der Ämter. Denn die Verwaltung habe großes Interesse an der zügigen Durchführung des gesetzlich vorgeschriebenen Veranlagungsverfahrens, heißt es aus dem Ministerium.

Von Christian Bark

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