Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Hunderte zögern Steuererklärung hinaus
Lokales Prignitz Hunderte zögern Steuererklärung hinaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 19.06.2016
Steuererklärungen sind schriftlich und elektronisch möglich. In Nordrhein-Westfalen haben ELSTER-Nutzer sogar zwei Monate mehr Zeit zur Abgabe. Quelle: DPA
Anzeige
Wittstock

Berufliche Überlastung, ein Pflegefall in der Familie oder auf ominöse Weise verschwundene Unterlagen: Es gibt viele Gründe, warum Prignitzer und Ruppiner es nicht schaffen, ihre Steuererklärung fristgerecht bis zum 31. Mai einzureichen. Dann empfiehlt es sich, zeitnah eine Fristverlängerung zu beantragen. Der Abgabetermin verlagert sich dann auf den 30. September. Vorschriften, nach denen Fristen verlängert werden können, existieren bereits seit Inkrafttreten der Abgabenordnung im Jahr 1977, heißt es aus dem Potsdamer Finanzministerium. „Von dieser Möglichkeit haben die Steuerzahler in Brandenburg bereits in der Vergangenheit entsprechenden Gebrauch gemacht“, informiert ein Ministeriumssprecher.

Auf die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz entfallen demnach 244 Anträge. Landesweit seien bei den Finanzämtern insgesamt 16 657 Fristverlängerungsanträge zur Abgabe der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr 2015 eingegangen. „Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung kann grundsätzlich auch rückwirkend verlängert werden“, erklärt der Sprecher. Eine besondere Form der Antragstellung sei zwar nicht vorgesehen, aus Rechtssicherheitsgründen empfehle es sich jedoch, diese schriftlich beim Finanzamt einzureichen. Auch sei es ratsam, Anträge auf Fristverlängerung rechtzeitig vor Fristablauf zu stellen. So bliebe für den Fall, dass die vom Antragsteller vorgetragenen Gründe für eine Fristverlängerung nicht genügen, noch Zeit, die Steuererklärung innerhalb der nicht verlängerten Frist einzureichen.

Hunderttausende Steuererklärungen 2015 eingegangen

804.526 Einkommensteuererklärungen sind im Jahr 2015 für die Veranlagungsjahre 2012 bis 2014 im Land Brandenburg abgegeben worden.

Darunter haben 51.829 Prignitzer und Ruppiner ihre Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt in Kyritz eingereicht.

Wer nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, diese aber machen möcht, kann sie auch noch Jahre später einreichen. Darüber informiert Bärbel Oschmann von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Kyritz. Daraus erkläre sich auch, dass im vergangenen Jahr noch Steuererklärungen von 2012 eingereicht wurden.

Denn ob die gesetzliche Frist zur Abgabe der Steuererklärung verlängert wird, haben die Finanzämter nach pflichtgemäßem Ermessen nach den individuellen Verhältnissen des Einzelfalles zu entscheiden, wie der Sprecher betont. Eine andere Möglichkeit, die Frist noch bis zum 31. Juli zu verlängern, haben seit diesem Jahr Bürger, die ihre Steuererklärung auf elektronischem Wege bewältigen – allerdings bislang nur in Nordrhein-Westfalen. „Vielleicht ist das ein Vorläufer für eine eventuelle spätere bundeseinheitliche Regelung“, so die Vermutung des Sprechers.

Überhaupt keine Rolle spielen besagte Fristen für Mitglieder der Lohnsteuerhilfevereine. „Wer sich bei uns beraten lässt, hat grundsätzlich bis 31. Dezember des Jahres Zeit“, heißt es aus der Beratungsstelle Perleberg des Lohnsteuerhilfevereins Pritzwalk. Gleiches gilt auch für die gut 300 Mitglieder der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Kyritz. „Im Extremfall ist darüber hinaus noch eine Verlängerung bis Februar möglich“, informiert Beratungsstellenleiterin Bärbel Oschmann. Viele ihrer Mitglieder würden sich demnach auch entsprechend Zeit lassen, einige hielten sich aber an die Frist zum 31. Mai. Sehr zur Freude der Ämter. Denn die Verwaltung habe großes Interesse an der zügigen Durchführung des gesetzlich vorgeschriebenen Veranlagungsverfahrens, heißt es aus dem Ministerium.

Von Christian Bark

Prignitz Wissenschaftler stellten modernste Technik vor - Energie- und Technologietag in Perleberg

Wissenschaft und neueste Entwicklungen für Prignitzer Unternehmen fruchtbar zu machen, war Anliegen des diesjährigen Energie- und Technologietages in Perleberg. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber zeigte Fördermöglichkeiten auf.

19.06.2016
Prignitz Neues Buch zur evangelischen Kirche in der Prignitz zwischen 1971 bis 1989/90 - Perleberg: Diskussion um DDR-Geschichte

„Und wir haben ja auch diesen Staat überdauert“ heißt ein Buch, das beim Themenabend des DDR-Geschichtsmuseums in Perleberg vorgestellt wurde. Chronologisch werden die Konflikte zwischen Kirche und DDR-Staat in der Prignitz erzählt.

19.06.2016
Prignitz Prignitz Polizeibericht vom 16. Juni 2016 - Pritzwalk: 86-Jähriger vergisst, wo Auto steht

Ein 86 Jahre alter Mann meldete am Mittwoch gegen 11.30 Uhr der Polizei, dass sein Mercedes im Pritzwalker Stadtgebiet gestohlen worden sei. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und fand den Pkw gegen 16.30 Uhr verschlossen in der Rossstraße. Der 86-Jährige hatte offenbar nur vergessen, wo er sein Auto abgestellt hatte.

16.06.2016
Anzeige