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IHK: Knapp 5000 Unternehmen in der Prignitz

Pritzwalk IHK: Knapp 5000 Unternehmen in der Prignitz

Beim Sommerempfang der Industrie- und Handelskammer Potsdam in Pritzwalk stellte IHK-Präsidentin Beate Fernengel die neuen Prignitzer Mitglieder der IHK-Vollversammlung vor. Fernengel bezeichnete den Landkreis mit seinen 4755 Mitgliedsunternehmen als Region mit Tradition.

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Marion Talkowski (r., Chefin des IHK-Regionalcenters Prignitz) mit den neuen Mitgliedern der IHK-Vollversammlung (v. l.): Robert Enge, Elfie Gabriel und Bärbel Röhnke.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Die Prignitz hat einen guten Ruf in der Landeshauptstadt. Zumindest bei der Industrie- und Handelskammer Potsdam hält man große Stücke auf das „ungangbare Waldgebiet“ – slawisch Pregynica - das der Region seinen Namen gab. „Die Prignitz ist zwar dünn besiedelt – aber dennoch weit mehr als nur eine schöne Landschaft“, sagte Beate Fernengel, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam beim Sommerempfang der Kammer in Pritzwalk. „Sie steht für Tradition und Vielfalt. Dies verdanken wir Ihnen, den Menschen, die hier leben und wirken.“

4755 Mitgliedsunternehmen zählt die IHK Potsdam zwischen Lenzen und Gumtow, zwischen Meyenburg und Glöwen. „Firmen wie Meyenburger Möbel, Glatfelter in Falkenhagen und IOI Oleo Wittenberge mischen im Weltmarkt mit“, lobte die Präsidentin. Doch das Rückgrat der Prignitzer Wirtschaft bilden aus Sicht der Industrie- und Handelskammer kleine und mittelständische Familienunternehmen. Als einen Vertreter solcher Traditionsbetriebe bat Beate Fernengel Andreas Koch auf die Bühne im Brauereihof. Der Chef der in Pritz­walk ansässigen Druckerei begeht in diesem Monat das 115-jährige Bestehen des Unternehmens. „1902 war noch Kaiserreich. Seitdem hat unser Land fünf verschiedene politische Systeme erlebt – aber ihr Unternehmen hat Fortbestand.“

Breitbandversorgung noch unzureichend

Die Prignitz sei das Tor zwischen Brandenburg und dem Nordwesten Deutschlands. Gerade deswegen ist eine gute Anbindung der Region sowohl an die Hauptstadt als auch an die Metropole Hamburg essenziell, stellte Beate Fernengel fest. Unter anderem aus diesem Grund habe die Fertigstellung der Autobahn A 14 als Nord-Süd-Achse oberste Priorität sowohl für die Prignitzer Unternehmer als auch für die IHK. Doch nicht nur der Ausbau von Straße und Schiene bringe die Region voran, auch die digitale Infrastruktur müsse auf den neuesten Stand gebracht werden. Das gelte auch für die noch vorhandenen weißen Flecken in der Breitbandversorgung. Doch es seien alle Faktoren einer gut funktionierenden Infrastruktur voranzubringen, forderte die Präsidentin. Neben Breitband und dem Verkehr gehörten dazu auch die Belebung der Innenstädte und die Kita-Betreuung.

Dass die Region für junge Menschen attraktiv bleibt, dafür sorge die IHK unter anderem mit Aktionen wie dem Pokal der Wirtschaft, dem Prignitzer Karrieretag der Bildungsmesse „Go“ und der Jobstart.

Nachfolger gesucht

Beruflicher Nachwuchs werde nicht gebraucht, um Mitarbeiter für die Unternehmen zu finden, sondern auch, um Nachfolgeregelungen zu treffen, „Das ist für uns ein ganz wichtiges Thema, weil bei etwa 20 Prozent unserer Unternehmen eine Nachfolge ansteht“ erklärte Beate Fernengel

Ein Wechsel steht übrigens auch in der IHK-Vollversammlung an. Die Mitglieder, die bisher die Prignitz in dem Kammerparlament vertreten haben, scheiden aus. Neue Mitglieder rücken nach und werden für die Region sprechen.

Von Andreas König

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