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Prignitz Ideen zwischen Kultur und Flüchtlingshilfe
Lokales Prignitz Ideen zwischen Kultur und Flüchtlingshilfe
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00:17 22.03.2017
Chady Seubert (l.) stellte das Prignitzer Frauenforum vor. Neben zahlreichen Gesprächen sangen die Teilnehmerinnen zu den Klängen des Akkordeons von Johanna Weniger. Quelle: FOTOS (2): Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Ganz unter dem Motto „Frauen. Macht. Faire Chancen.“ lud das Prignitzer Frauenforum am Samstagvormittag zum Brunch der interkulturellen Begegnung in den Perleberger Speicherhof ein. Anlass war die 27. Frauenwoche. Bei Tee, Kaffee und feinen Köstlichkeiten vom kleinen Buffet stellten Frauen dort sich und ihre Projekte vor.

„Viele Frauen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, darunter Kultur, Altenpflege, Ehrenamt. Jede von ihnen erzählt eine eigene Geschichte. Heute besteht hier die Möglichkeit sich kennenzulernen, untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen“, so Chady Seubert, eine der Organisatorinnen.

Johanna Weniger berichtete über ihre Arbeit mit Kindern aus Weißrussland, Ute Hauenschild erzählte über ihre Arbeit als Fasten- und Ernährungsberaterin und Martha Glaser gab Einblicke in ihre derzeitige Arbeit zum Thema „Mädchen und junge Frauen in Jugendkulturen/Jungenkulturen“, um nur einige zu nennen. Das Frauenforum ist für alle Frauen offen, die mitmachen wollen. Jeder kann dabeisein und ist herzlich eingeladen, mitzuwirken.

Das Prignitzer Frauenforum sieht sich selbst als interaktive und konventionelle Initiative, die auf eine weit reichende Vergangenheit zurückblickt. Entstanden ist das Forum kurz nach der Wende. Bis heute gab es zahlreiche Aktionen zum Thema Frau. „Wir sehen und als Ideenschmiede. Immer wieder veranstalten wir tolle Aktionen“, sagt Simone Ahrend vom Frauenforum. Zu den bisherigen Veranstaltungen zählt unter anderem ein großes Willkommensfest für Flüchtlinge in der Perleberger Bäckerstraße. Außerdem spielt das Thema „Ost-West“ immer wieder eine große Rolle. So ging es vor einigen Jahren an die Lenzener Fähre, wo eine große symbolische Mauer aus Zeitungen errichtet wurde. Immer wieder in Erscheinung tritt dabei der sogenannte Nobody. Dabei handelt es sich um eine darstellende Figur. „Der Nobody ist ein Niemand, ohne Vorurteile, er ist leer“, erklärt Simone Ahrendt. So führten Frauen in dieser Figur verkleidet Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Flucht. „Ich selbst war zwei Jahre auf einem anderen Kontinent und weiß, wie schwierig es sein kann, woanders aufzuschlagen“, führt Simone Ahrend fort. „Immer da wo Krieg endet, beginnt die Flucht. So spielt das Thema auch bei uns immer wieder eine wichtige Rolle.“

Damit die Frauen unter sich sein können, wurde gleichzeitig ein Zeitvertreib für begleitende Männer vom Altstadt-Verein. angeboten. „Leider wird das Angebot für Männer nicht wahrgenommen. Doch damit habe ich auch schon gerechnet“, berichtet Stefan Kunzemann vom Altstadt-Verein. „Unter anderem hätte ich den Hof zeigen können mit seinen alten Getreidespeichern. Des Weiteren wären Schnitzen, Tonarbeiten, Mini-Ziegelbauten und einiges mehr möglich gewesen.“

Bis zum Nachmittag tauschten sich die Frauen aus, stöberten in Bücher, musizierten und sangen. Zum Mitmachen sind alle willkommen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität und Behinderungen. 27 Jahre Frauenwoche sind Grund genug zu erforschen, wo die Frau heute steht. Im Prignitzer Frauenforum wird hinterfragt, reflektiert und mitunter auch unbequeme Dinge zur Diskussion gestellt, so wie es auch in Zukunft sein wird.

Von Marcus J. Pfeiffer

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