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Prignitz Illegale Müllentsorger im Amtsbereich
Lokales Prignitz Illegale Müllentsorger im Amtsbereich
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02:15 16.06.2017
Ordnungsamtsleiter Peter Jonel staunt über die Frechheit mancher Zeitgenossen, die ihren Müll einfach auf die Wiese werfen. Quelle: Beate Vogel
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Putlitz

Auf völliges Unverständnis stößt bei dem Putlitz-Berger Ordnungsamtsleiter Peter Jonel die Tatsache, dass einige Bürger ihren Müll immer wieder wild entsorgen. „Das macht keinen Spaß“, sagte Jonel jüngst im Amtsausschuss. „Wir haben jetzt vier Stellen, an denen Bürger und Jäger Müll gefunden haben.“ Auf die Zeitgenossen, die ihren privaten Müll an Straßenrändern und in Wäldern oder auf dem Acker „entsorgen“, hatte bereits Amtsdirektor Hergen Reker im aktuellen Amtsblatt hingewiesen. Inzwischen wurde sogar eine Belohnung für Hinweise ausgelobt, die zur Identifizierung der illegalen Müllentsorger führen.

Dabei ist das gar nicht immer so schwer, berichtet Ordnungsamtsleiter Jonel: „Einige haben sogar Steuerunterlagen mit Namen und Anschrift, Fotoalben oder Postsendungen hinterlassen.“ Abgekippt werden die verschiedensten Abfälle, teilsweise fein säuberlich verpackt in die gelben Säcke, die eigentlich für den Verpackungsmüll gedacht sind. Einmal haben seine Kollegen einen Pkw gehabt, dessen Insassen ihre Müllbeutel immer an derselben Straße aus dem Autofenster warfen. „Nachdem wir ihnen den Müll wieder ins Auto geworfen und mit ihnen geredet haben, ist das nie wieder passiert.“

Traktorfahrer auf frischer Tat ertappt

Ein anderes Mal sei an der Straße nach Sagast ein Traktorfahrer auf frischer Tat ertappt worden. Bußgeldbescheide laufen, sagt der Ordnungsamtsleiter. Denn illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Die Kosten für die Beseitigung der Dreckecken fallen auf den Steuerzahler zurück. „Wir müssen alles wieder einsammeln und sortieren“, erklärt Jonel.

Hinter den Kleingärten am Hülsebecker Damm in Putlitz haben einige Mitbürger sogar Sperrmüll abgeladen – mitten auf einer blühenden Wildwiese. Ein Teil der alten Schrankteile und Polsterstücke wurde offenbar in einem illegal angelegten Lagerfeuer verbrannt. Darüber kann Jonel nur den Kopf schütteln: „Dafür gibt es doch die Sperrmüllkarten, das Zeug wird kostenlos entsorgt, wenn man es zum Termin vor die Tür stellt.“ Amtsdirektor Reker findet da im Amtsblatt sehr deutliche Worte: „Ich bin der Meinung, dass es sich dabei nicht um Mitmenschen handelt, sondern wohl eher um ’Mitschweine’!“ Besonders auffällig sei diese Art der Müllentsorgung in letzter Zeit im Bereich Sagast, Neu Sagast und Muggerkuhl sowie an der Landesstraße zwischen Putlitz und Triglitz. Aber auch in anderen Bereichen des Amtsgebietes sei diese Unart zu finden.

Das Ordnungsamt bittet um Hinweise

Reker und Jonel bitten um Hinweise an das Ordnungsamt unter 033981/837-0, die gern auch vertraulich behandelt werden. „Von einem Einwohner wurde eine Belohnung von 50 Euro für erfolgreiche Hinweise auf die Verursacher festgesetzt. Ich verdopple diese Belohnung auf insgesamt 100 Euro“, schreibt Reker im Amtsblatt.

Von Beate Vogel

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