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Im April 2018 kommt erneut der Riesenkran

Gnevsdorf Im April 2018 kommt erneut der Riesenkran

Die Arbeiten am Gnevsdorfer Wehr liegen voll im Zeitplan. Im Frühjahr soll es wieder zusammengebaut werden. Dafür wird erneut der 1200-Tonnen-Kran eingesetzt, der bereits zur Demontage der über 60 Jahre alten Anlage benutzt worden war, wie jetzt das beauftragte Unternehmen Schorisch Magis aus Karstädt mitteilte.

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Das Wehr Gnevsdorf wurde mit Hilfe eines der größten MobilkräneDeutschlands von Schorisch Magis demontiert und verladen, damit die Stahlbauteile saniert werden können.

Quelle: Schorisch Magis

Gnevsdorf. Nach über 60 Jahren war es an der Zeit, das Gnevsdorfer Wehr auf Vordermann zu bringen. Dafür wurde einer der größten Mobilkräne Deutschlands eingesetzt (die MAZ berichtete). Je 41 Tonnen musste der Kranwagen an seinem Ausleger in die Höhe hieven, damit die beiden Grundschütze des Wehres Gnevsdorf in bis zu 56 Meter Entfernung zu seinem Standort ausgebaut und auf einen Schwertransporter verladen werden konnten. Allein schon die Demontage der Anlage war eine „Herausforderung für alle Projektbeteiligten“, wie es die beauftragte Firma Schorisch Magis formuliert.

Doch obwohl die Windverhältnisse zeitweise dafür sorgten, dass die Arbeiten an mehreren Tagen unterbrochen werden mussten, liegen die Stahlbauer aus Karstädt mit dem Großauftrag absolut im Zeitplan. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. „Wir sind sogar etwas früher fertig als geplant“, so Holger Hahn, Leiter Stahlwasserbau bei Schorisch Magis. Mehrere Spezialtransporter haben die tonnenschweren Stahlteile in die Werke Karstädt und Brandenburg gebracht, wo sie entschichtet, instandgesetzt und wieder beschichtet werden. Außerdem werden neue Dichtungen angeschraubt.

Vertrauensvorschuss für einheimisches Unternehmen

Im April 2018 wollen die Spezialisten für den Stahlwasserbau das in seine Einzelteile zerlegte Wehr wieder zusammenbauen. Dafür wird erneut der 1200-Tonnen-Mobilkran angefordert, der trotz eines Ballastgewichts von 200 Tonnen durch den weit ausgefahrenen Ausleger erneut an seine Belastungsgrenze stoßen wird. Um das Gesamtgewicht zu reduzieren, wurden die Aufsatzklappen von vorneherein demontiert, erläutert Projekt-Ingenieur Hans-Jürgen Schlestein.

Die vier Teile der Maschinenanlage samt Elektromotoren und die im Durchmesser jeweils metergroßen Zahnräder werden ebenfalls in Karstädt generalüberholt. Beim Wiedereinbau werden später sämtliche Führungen vor Ort nochmals sorgfältig überprüft. Umbau und Modernisierung der Wehrverschlüsse sowie der Antriebselemente waren notwendig geworden, um die dauerhafte Betriebssicherheit der 1954 gebauten Anlage auch in Zukunft sicherzustellen. Schorisch Magis wurden die kompletten Demontage- und Montagearbeiten sowie die Instandsetzung inklusive Korrosionsschutz übertragen. „Dass man uns als regionalem Unternehmen diesen Auftrag in Millionenhöhe anvertraut hat“, sagt Geschäftsführer Detlef Möhr, „das sichert nicht nur Arbeitsplätze direkt vor Ort, sondern ist natürlich auch ein großer Vertrauensvorschuss.“

Von Bernd Atzenroth

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