Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Im Sommerurlaub auf dem Segelflugplatz
Lokales Prignitz Im Sommerurlaub auf dem Segelflugplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 24.08.2017
Ben Fuglsang (l.) und Leonie Schultz sind in den Ferien gerne auf dem Segelflugplatz, sie sind noch in der Ausbildung. Quelle: Fotos (2): Marcus J. Pfeiffer
Anzeige
Pritzwalk

Es gibt Leute, die fahren in ihrem Urlaub an die Nord- oder Ostsee, machen Städtereisen, fliegen in den Süden oder verreisen in die Berge. Doch für etwa 20 Segelflugbegeisterte aus Schleswig-Holstein geht es jeden Sommer auf einen Flugplatz, in diesem Jahr auf den nach Pritzwalk-Sommersberg. „Ich kenne die Gegend, bin hier schon oft geflogen. Doch mit den Vereinen sind wir hier seit etwa einer Woche zum ersten Mal“, informiert Elke Fuglsang, Sprecherin der Vereine.

Mit sieben Segelflugzeugen sind die Vereine aus Dithmarschen und Aukrug in der Prignitz. „Für zwei Wochen werden wir hier vor Ort sein und unseren Urlaub für die Ausbildung unserer Flugschüler nutzen“, so Elke Fuglsang weiter. Alle Teilnehmer sind berufstätig, Schüler oder sonst anderswo im Alltag gebunden. Das Segelfliegen ist ihr Hobby. Daher bleibt sonst meist nur das Wochenende für Trainingseinheiten. Da ist das große Lager im Sommerurlaub eine kleine Ablenkung vom Alltag und die Möglichkeit für ein intensiveres Training und vielen Übungen.

Die Gäste brachten selbst ihre eigenen Fluglehrer mit

Insgesamt sind neun Schüler mit vor Ort, die das Segelfliegen noch erlernen wollen. „Der Flugplatz beherbergt zwar eine Flugschule, doch wir haben unsere Fluglehrer selbst mitgebracht und unterrichten unsere Flugschüler eigenständig“, sagt Elke Fuglsang. Mit vielen Trainings- und Ausbildungseinheiten geht es Schritt für Schritt immer weiter voran in Richtung Fluglizenz. „In den vergangenen Tagen hatten wir unsere ersten Freiflüge durchgeführt. Das heißt, dass die Schüler zum ersten Mal ohne Lehrer mit an Bord ihre Runden drehten“, so die erfahrene Fliegerin weiter. Das ist bei der Ausbildung zum Segelfliegen üblich. Sind ausreichend Unterrichtsstunden sowie Starts und Landungen erreicht, kann – anders als beim Autoführerschein – ohne die Begleitung einen Lehrers geflogen werden. „Ziel ist es, mit dem intensiven Flugunterricht in der Ausbildung bei den Schülern gut voran zu kommen. Sie sollen zudem ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein zum Fliegen bekommen.

Segelflugzeuge sind derzeit oft in der Region am Himmel zu sehen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Unter den Flugschülern sind Ben Fuglsang und Leonie Schultz. Seit Anfang dieses Jahres ist Ben mit dabei. „Ich bin durch meine Familie zum Fliegen gekommen. Alle, außer meine Schwester, fliegen hobbymäßig“, erzählt der Schüler. Mittlerweile darf er nach über 100 Starts und Landungen ohne Begleitung fliegen, eine Lizenz hat er aber noch nicht. Doch der Abschluss der Ausbildung steht kurz bevor. „Es ist geplant, dass ich eine Strecke von über 50 Kilometer zurücklege. Dann kann ich meine Prüfung machen“, so Ben Fuglsang weiter. Ebenso lernt Leonie das Fliegen. Innerhalb eines Jahres absolvierte sie 30 Flüge. „Noch fliege ich in Begleitung meines Lehrers. Doch die Landungen klappen bei mir schon ganz gut“, sagt die Flugschülerin.

Der Dithmarscher Luftsportverein gehört mit etwa 236 Mitgliedern zu den größeren Luftsportvereinen in Schleswig-Holstein. Es werden Segelflug und Motorflug betrieben. Auch einige Ultraleichtflieger gibt es in den Reihen der Mitglieder. Der Segelflugverein aus Aukrug wurde 1973 als gemeinnütziger Verein gegründet und besteht aus etwa 60 aktiven Mitgliedern im Alter zwischen 14 und 70 Jahren. Aus der Sicht der Vereine ist Fliegen nicht nur ein Einzelerlebnis. Insbesondere im Segelflug ist Teamarbeit gefragt. Aber auch bei gemeinsamen Ausflügen, Feiern oder Arbeitseinsätzen habe man ein positives Gruppenerlebnis.

Von Marcus J. Pfeiffer

Das 18. integrative Beachcamp der Brandenburgischen Sportjugend am Wittenberger Friedensteich wird das letzte seiner Art sein. Laut dem Programm­verantwortlichen Uwe Koch sei es in der jüngeren Vergangenheit nicht ausreichend gelungen, deutsche Jugendliche für die sportlichen Begegnungen mit ausländischen Altersgefährten zu begeistern.

24.08.2017

Die falsche Internetliebe aus Russland forderte und bekam mehrfach Geld von einem Mann. Am Mittwoch sollte sie in Berlin Tegel landen – tat sie aber nicht. Der Betrogene erstattete Anzeige.

21.08.2017

Der Bürgermeister und die Kommunalaufsicht des Landkreises Prignitz hatten einen Beschluss der Gemeindevertretung zur Entgeltordnung für die Nutzung kommunaler Einrichtungen beanstandet. Das Verwaltungsgericht Potsdam entschied nun: Der Beschluss war rechtens.

24.08.2017
Anzeige