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Im Zwiespalt zwischen Naturschutz und Nutzen

Schönhagen Im Zwiespalt zwischen Naturschutz und Nutzen

Schon seit über einem Jahr laufen Gespräche zu der Kreisstraße zwischen Schönhagen und Groß Langerwisch. Rechts und links stehen Bäume, die nicht gefällt werden dürfen, doch die Straße ist einfach zu schmal. Nun kommt Bewegung in die Sache: Die Kreisstraße soll ausgebaut werden, der Baumbestand bleibt erhalten, doch damit auch die Straßenbreite.

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Konkrete Planungen zum Ausbau der Kreisstraße zwischen Schönhagen und Groß Langerwisch geben Hoffnung.

Quelle: Bernd Atzenroth

Schönhagen. Sie ist schmal, ohne einen asphaltierten Seitenstreifen und schon sehr ausgefahren: Die drei Kilometer lange Kreisstraße zwischen Schönhagen (Stadt Pritzwalk) und Groß Langerwisch (Gemeinde Groß Pankow). Schon vor über einem Jahr schieden sich die Geister bei dieser Allee. Auf der einen Seite stand der Nutzen: Bei Begegnungsverkehr ging manchmal gar nichts mehr, hinzu kommt das Befahren von großen landwirtschaftlichen Maschinen. Auf der anderen Seite der Naturschutz: Die Straße einfach so zu verbreitern geht nicht. Der Grund sind die zahlreichen nahestehenden Bäume entlang der Fahrbahn. Vor über einem Jahr gab es bereits eine komplette Sanierung in Neudorf bis hin zum Bahnübergang bei Groß Langerwisch. Doch die geringe Straßenbreite zwischen den Alleebäumen im Abschnitt von dem Bahnübergang bis zum Abzweig nach Kuhbier blieb.

Projekt im Finanzhaushalt eingeplant

Nun kommt Bewegung in die Situation: „Die Straße wird ausgebaut, allerdings nur in der geringen Breite, der Baumbestand bleibt erhalten“, informiert Michael Becker, Werkleiter der Kreisstraßenmeisterei, auf Anfrage. Es gebe sogar schon einen konkreten Plan, „doch das war ziemlich kompliziert“, hieß es weiter. „Es gab viele Umplanungen. Doch nun steht ein Konzept, dass es heißt umzusetzen.“ Im Finanzhaushalt von 2018 und 2019 sei der Entwurf schon fest eingeplant. Zahlen wurden allerdings nicht genannt. Zurzeit laufen letzte planerische Tätigkeiten, bevor näheres und konkreteres eingeleitet wird, doch „mit einem Baustart im kommenden Jahr ist zu rechnen“, ist sich Michael Becker sicher. Zudem ist man auf der Suche nach Fördermitteln, um die doch komplizierte und langfristige Sanierung stemmen zu können.

Bäume bleiben erhalten

„Damals hatten wir mit einem starken Widerstand der Unteren Naturschutzbehörde zu kämpfen“, sagt Michael Becker. Ein Ausbau der Straße mit einer Breite von 5,50 Meter sei so nicht möglich gewesen, denn ohne das Fällen der Bäume ginge es nicht. „Ich hatte schon das Gefühl, dass der Naturschutz einen höheren Stellenwert hat, als die unbefriedigende Funktionalität der Straße.“ An der Situation der Bäume habe sich nichts geändert, denn die Allee ist besonders geschützt. Man versuche aber das beste daraus zu machen. Nach der Meinung von Michael Becker gebe es kein erhöhtes Verkehrsaufkommen und der Zustand ist so schon seit vielen Jahren bekannt. Trotzdem wäre für die Anwohner zumindest ein befestigter Seitenstreifen wünschenswert.

Von Marcus J. Pfeiffer

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