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Immer auf der Pirsch

Perleberg Immer auf der Pirsch

Die Sammelleidenschaft lässt ein Leben lang nicht nach. Das wissen auch die Mitglieder des Westprignitzer Briefmarkensammlervereins aus Perleberg. Sie haben jetzt das 25-jährige Bestehen ihrer Vereinigung gefeiert und können auf eine noch viel längere Tradition zurückblicken.

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Hagen Boddin von der Stadt Perleberg präsentiert das neue Perleberg Heft anlässlich zum 25. Geburtstag des Vereins.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Vor 25 Jahren ist der Westprignitzer Briefmarkensammlerverein gegründet worden. Am 23. Februar 1992 war es, als der Zusammenschluss Gleichgesinnter ins Leben gerufen wurde, doch seine Wurzeln reichen bis in die 1950er-Jahre zurück. „Damals wurde die Perleberger Arbeitsgemeinschaft Philatelie beim Kulturbund der DDR gegründet“, berichtet Gunter Dabberkow, der seit einem Jahr als Vorsitzender des Vereins fungiert. „Erst nach der Wende kam es zur Gründung des Vereins, der bis heute so existiert.“

Jeder der Sammlerfreunde, wie sich die etwa 20 Mitglieder selbst liebevoll nennen, hat eine andere Sammelleidenschaft, die er meist schon in der Kindheit für sich entdeckte. Münzen, Postkarten, Briefmarken bis hin zu alten Dokumenten zählen dazu.

Altersschnitt liegt bei Mitte 70

Regelmäßig treffen sich die Sammlerfreunde einmal im Monat, wobei nicht immer die Briefmarken im Vordergrund stehen. „Bei gemütlichen Abenden mit unseren Frauen tauschen wir uns in geselliger Runde aus, informieren uns gegenseitig über neue interessante Funde und organisieren Informations- und Tauschveranstaltungen sowie unsere Skatturniere“, so Gunter Dabberkow. Zwar liegt der Altersdurchschnitt der Mitglieder bei Mitte 70, doch die Motivation und der Ehrgeiz sind dieselben wie zu Beginn der Vereinsgeschichte.

Hans Burwig erinnert sich gerne an die 25 Jahre der Sammlergemeinschaft. Er selbst ist seit der ersten Stunde mit dabei. „Unser Vereinsleben reicht weit in die Vergangenheit zurück, doch wir haben die Freude am Ergattern von besonderen Liebhaberstücken nie verloren. Bei uns standen immer Vertrauen und Ehrlichkeit sowie Familienfreundlichkeit an erster Stelle“, sagt Hans Burwich. „Wir unterstützen die Jugend mit Spenden und haben einige Partnerschaften zu Vereinen sowie dem Bund der Deutschen Philatelisten.“

Geheimnisse des Postwesens

Schon von Anfang an gibt es eine enge Verbindung zu den Lüneburger Briefmarkensammlern. Sie halfen Ende 1990, als der Kulturbund der DDR aufgelöst wurde, mit einer Starthilfe, so dass der eigenständige Verein entstehen konnte. Gemeinsame Treffen und Unternehmungen zählen zu den schönen Erinnerungen der Zusammenarbeit und Freundschaft. Gegenseitige Besuche sind Tradition. So gab es eine Besichtigung der Plattenburg und ein Ausflug in das Storchendorf Rühstädt in der Prignitz ebenso ein Besuch im Salzmuseum und eine Kutschfahrt in Lüneburg, um ein paar Beispiele zu nennen, wie sich Reinold Fröhlich von den Lüneburger Philatelisten gerne erinnert.

13 Mitglieder waren es am Abend des 23. Februar vor 25 Jahren, die im ehemaligen Vereinshaus, dem heutigen Freizeitzentrum „Effi“ zusammenkamen. Unter ihnen Paul Pluskota, der bis 2013 den Verein als Vorsitzender leitete. „Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Postwesen in Perleberg“, berichtet der ehemalige Vereinsvorsitzende. „Als Schüler fing ich an Briefmarken zu sammeln, bis ich erkannt habe, dass in alten Briefen und Dokumenten viel mehr Aussagen enthalten sind, was mich sehr fasziniert.“

„Brief und Siegel“

Seine Materialien zu dem Postwesen in Perleberg dienten als Grundlage für das neue Perleberger Heft Nr. 16 mit dem Titel „Brief und Siegel. Ein Streifzug durch die Perleberger Postgeschichte“. Zahlreiche stadtgeschichtliche und philatelistische Textpassagen sind darin zusammengestellt worden. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Westprignitzer Briefmarkensammlervereins wurde das Perleberger Heft zur Feierstunde am vergangenen Samstag von Hagen Boddin, stellvertretend für Bürgermeisterin Annett Jura, übergeben und vorgestellt.

In dem Perleberger Heft wird aus der Entwicklung des Postwesens in der Stadt Perleberg berichtet, die von Pferden und ausgedienten Offizieren handelt, von Wirtschafts- und Gewerbeaufschwung und auch von Krisen und Niedergang sowie der Suche nach neuen Kommunikationsstrukturen. Das Heft ist seit dieser Woche in der Stadtinformation Perleberg erhältlich.

Von Marcus J. Pfeiffer

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