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In Groß Pankow ist eine Stichwahl nötig

Bürgermeister muss noch mal ran In Groß Pankow ist eine Stichwahl nötig

Sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen bei der Bürgermeisterwahl in Groß Pankow zeigten sich Amtsinhaber Thomas Brandt und Mitbewerber Marco Radloff. Zwischen den beiden wird am 17. April in einer Stichwahl über den nächsten Bürgermeister von Groß Pankow entschieden.

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Als Zweitplatzierter in die Stichwahl: Marco Radloff.

Quelle: König

Groß Pankow. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest in der Gemeinde Groß Pankow müssen die beiden bestplatzierten Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister noch einmal in den Ring steigen, sprich in die Stichwahl gehen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte der Amtsinhaber und Erstplatzierte, Thomas Brandt. „Dass es bei solch einer Konstellation mit vier Bewerbern zu einer Stichwahl kommt, war abzusehen“. Der Bürgermeister von Groß Pankow, der die Kommune in wechselnden Konstellationen seit 24 Jahren führt, hatte bei der Wahl mit 42,4 Prozent aller abgegebenen Stimmen das beste Ergebnis erzielt.

Die Wahlparty von Thomas Brandt (2

Die Wahlparty von Thomas Brandt (2. v. l.) in der „Hexe“ in Groß Woltersdorf.

Quelle: Privat

„Ich werde mir die Ergebnisse in den einzelnen Stimmbezirken sehr genau ansehen“, kündigte Thomas Brandt an. Den Wahlkampf wolle er fortsetzen. Die gestiegene Wahlbeteiligung von 57,5 Prozent wertete der Amtsinhaber als „Gewinn für die Demokratie. Es hat sich als Vorteil erwiesen, dass die Bürger eine echte Wahl hatten.“ Vor acht Jahren lag die Wahlbeteiligung bei etwa 35 Prozent. Er dankte allen Wählern und Helfern für das Vertrauen und die Unterstützung.

Lindenberg war Hochburg für Amtsinhaber

Zweitplatzierter wurde Marco Radloff. Der parteilose Bewerber, der von der Wählergruppe Groß Pankow-Luggendorf unterstützt wird, landete aus dem Stand bei 28,7 Prozent der Stimmen. „Das ist ein toller Erfolg“, freute er sich im Gespräch mit der MAZ. „In den Ortsteilen, in denen ich noch nicht so erfolgreich war, habe ich noch zu wenig Präsenz gezeigt, das muss ich ändern“, sagte der Verwaltungsfachangestellte. Der jüngste Bewerber, SPD-Kandidat Gregor Abel, errang 15,5 Prozent der Stimmen. Die einzige Bewerberin, Annett Röhl von den Linken, erreichte 13,5 Prozent..

Als Hochburg der Anhängerschaft von Thomas Brandt erwies sich Lindenberg. Dort erhielt der Bürgermeister 72,7 Prozent, das schwächste Ergebnis erzielte er in Wolfshagen mit 17,9 Prozent. Herausforderer Marco Radloff erkannte ein „deutliches West-Ost-Gefälle“ im Wählervotum. Schwerpunkt des verbleibenden Wahlkampfes bis zur Stichwahl werde daher das Gebiet Lindenberg, Kehrberg, Boddin, Langnow, und Groß Woltersdorf sein. „Wenn man sieht, dass der Amtsinhaber über 42 Prozent der Stimmen erreicht hat, bedeutet das ja im Gegenzug, dass fast 60 Prozent der Bürger den Wechsel wollen“, interpretierte er das Ergebnis.

Folgende 14 Stimmbezirke hat Thomas Brandt gewonnen: Boddin, Langnow, Groß Woltersdorf, Kehrberg, Vettin,Lindenberg, Tüchen, Kuhsdorf, Kuhbier, Helle, Klein Gottschow, Rohlsdorf, Baek und Gulow. Marco Radloff gewann fünf Stimmbezirke, nämlich in: Groß Pankow, Retzin, Wolfshagen, Tacken und Tangendorf. Annett Röhl erhielt die meisten Stimmen in Seddin, hier gewann sie mit 38,1 Prozent. Georg Abel wurde in sieben Stimmbezirken Zweiter.

Insgesamt waren 3361 Bürger zu den Wahlurnen gebeten worden, 1931 gingen schließlich auch zur Wahl, 1922 gültige Stimmen wurden abgegeben – laut vorläufigem Endergebnis.

Von Andreas König

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