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In den Zugpausen wird in Breese gesprengt

Am 31. März ist es soweit In den Zugpausen wird in Breese gesprengt

40 Anomalien auf 24 000 Quadratmetern Fläche: Mit einer so hohen potenziellen Bombendichte hat es Kampfmittelexperte Gerd Fleischhauer nicht oft zu tun. An der Breeser Deichbaustelle muss er sich dieser Herausforderung am 31. März stellen. Gesprengt werden sollen die Bomben, wenn auf der ansonsten nicht betroffenen Bahnstrecke keine Züge fahren.

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Die Munitionsbergungsfirma beim Sondieren des Bodens.

Quelle: König

Breese. Natürlich sind die mutmaßlichen Bombenfunde von Breese nicht mit der Situation in Oranienburg zu vergleichen. Dennoch hat Gerd Fleischhauer, Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes es nicht allzu oft mit einer derartigen Dichte von Anomalien und damit potenziellen Bombenfundstellen zu tun. „Wir wussten ja anhand von Luftbildern der US Air Force, dass sowohl Wittenberge als auch Breese bombardiert wurden“, sagte Gerd Fleischhauer. Dass es aber so viele Bomben sein könnten, damit hatte er nicht gerechnet. Dennoch wollen die Munitionsexperten die Gefahr am 31. März mit Vorsicht und Routine beseitigen. Darin sind sie sich einig mit den Verantwortlichen in der Gemeinde Breese, dem Amt Bad Wilsnack/Weisen, der Stadt Wittenberge und beim Landkreis.

Wir werden die Bomben, so wir denn welche finden, mit je zwei Hohlladungen versehen und sie dann nacheinander zur Detonation bringen“, erläutert Gerd Fleischhauer. Die Fundorte werden nach dem Anbringen der Ladungen wieder mit Sand verfüllt, um die Splitterwirkung zu verringern. Das Gelände am Breeser Ortsrand ist dank des „märkischen Hasensandes“, wie es Gerd Fleischhauer nennt, recht gut geeignet. „Der feinporige Sand sorgt dafür, dass sich die Druckwelle nicht so ausbreiten kann wie in festem Boden“, sagt Gerd Fleischhauer.

Der Verkehr auf der nahegelegenen Bahnstrecke soll nicht eingeschränkt werden. „Dennoch werden wir die Zugpausen nutzen, um zu sprengen“, sagt Gerd Fleischhauer.

Amtsdirektor Torsten Jakob appelliert an die Bürger im 1000 Meter messenden Sperrkreis, ihre Wohnungen rechtzeitig zu verlassen. „Wer bei Verwandten unterkommen kann, sollte das vielleicht schon am Vorabend tun“, sagt er. Schaulustige werden konsequent vom Bannkreis ferngehalten. Das gilt auch für eventuellen Drohneneinsatz. „Wenn so etwas auftritt, breche ich den Einsatz ab. Das wird für den Verursacher teuer“, sagt Gerd Fleischhauer.

Von Andreas König

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