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Ina Piatkowski verlässt Pritzwalk

Pfarrerin wechselt zum Jahresende nach Guben Ina Piatkowski verlässt Pritzwalk

Ina Piatkowski, erst seit Anfang Januar Pfarrerin im Entsendungsdienst in Pritzwalk, wird zum Jahresende ihre Stelle aus persönlichen Gründen aufgeben und ihrem Lebenspartner nach Guben folgen. Die Stelle in Pritzwalk soll bald neu ausgeschrieben werden.

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Verlässt Pritzwalk wieder: Ina Piatkowski. Hier mit Bürgermeister Wolfgang Brockmann.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Nach nur einem Jahr in Pritzwalk wird Pfarrerin Ina Piatkowski die Prignitz wieder verlassen. Die zu Beginn 2015 im Entsendedienst in die Dömnitzstadt gekommene 36-Jährige hat dafür einen guten persönlichen Grund. Sie folgt ihrem Lebenspartner nach Guben. Der ist dort wie sie in Pritzwalk Pfarrer im Entsendungsdienst. Als jetzt in Guben eine zweite Stelle frei wurde, erhielt Ina Piatkowski eine Anfrage, ob sie ihren Entsendungsdienst dort fortsetzen wolle. Und so wird sie zum Jahreswechsel ihre Zelte in Pritz-walk abbrechen und nach Guben ziehen, um dann keine Fernbeziehung mehr führen zu müssen.

Wer die Nachfolge von Ina Piatkowski antreten wird, steht noch nicht fest. „Wir wollen die Stelle zeitnah ausschreiben“, erklärte Ina Piatkowski, „ und sind eigentlich sehr guter Dinge, schnell jemanden zu finden.“ Sie bezeichnete die Arbeitsbedingungen in Pritzwalk als „sehr gut“, unter anderem weil es eine starke Kirchengemeinde und eine gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, etwa des Eltern-Kind-Zentrums, gebe. „Ich hoffe auch, dass die Gemeindepädagogenstelle bald wieder besetzt wird“, äußerte die scheidende Pfarrerin.

Dass ihre Stelle schnell besetzt wird, dürfte auch aus einem anderen Grund im vordringlichen Interesse der Kirchengemeinde sein. Denn Volker Sparre, der die zweite Pfarrstelle im Pfarrsprengel Pritz-walk innehat, wird ebenso 2016 in Pritzwalk aufhören und in den Ruhestand gehen – so würde sogar eine doppelte Vakanz drohen. Diese beträfe auch die Umlandkommunen, die im Pfarrsprengel Pritz­walk von den Pritzwalker Pfarrern betreut werden. Ina Piatkowski hatte zudem den Vorsitz im Gemeindekirchenrat Schönhagen-Steffenshagen inne, der nun auch neu besetzt werden muss.

Ina Piatkowski kümmerte sich im vergangenen Jahr in der Prignitz auch um die Gehörlosenseelsorge – eben genau für jenen Zweck finanzierte die evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg zehn Prozent ihrer Stelle in Pritzwalk. Wie sehr sich Ina Piatkowski der Gehörlosen-Gemeinde verbunden fühlt, zeigte schon ihr Vorstellungsgottesdienst am 22. Februar, zu dem auch ein Gebärdenchor aus Berlin gekommen war.

Kern ihrer Aktivitäten waren Gottesdienste in Gebärdensprache. Zu diesen wurde alle zwei Monate eingeladen, zuletzt am vergangenen Sonntag. Vier Gehörlose und zwei andere Besucher seien dagewesen, berichtet Ina Piatkowski, die selbst die Gebärdensprache beherrscht. Mitunter waren es auch zehn Gehörlose bei den Gottesdiensten. Ob die Reihe der Gottesdienste mit Gebärdensprache nach dem Weggang von Ina Piatkowski weitergeführt werden kann, ist wohl eher unwahrscheinlich. Wenn diese Möglichkeit wegfiele, wäre es „für die Gehörlosen auch schade, denn das ist für sie die Möglichkeit, zu gebärden“, weiß Ina Piatkowski.

Von Bernd Atzenroth

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