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Prignitz Indianerfest mit Inklusion
Lokales Prignitz Indianerfest mit Inklusion
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00:27 09.05.2018
Das Goldwaschen lockte wie in alten Zeiten viele an: Immerhin hatten sich tatsächlich winzige Nuggets im Kies versteckt. Quelle: Beate Vogel
Groß Woltersdorf

Ein bisschen wie beim Märchentag war die Stimmung am vergangenen Samstag im Waldlehrpark in Groß Woltersdorf (Gemeinde Groß Pankow). Allerdings ging es diesmal um Cowboys und Indianer: Vor allem die jüngeren Gäste kamen zum Beispiel beim Gold waschen, beim Bogenschießen oder beim Ponyreiten auf ihre Kosten.

Indianisches Flair konnten die Besucher beim ersten Cowboy- und Indianerfest des CJD in Groß Woltersdorf erleben. Im Waldlehrpark wurde Gold geschürft, mit Pfeil und Bogen geschossen, getanzt und über die handwerklichen Fertigkeiten der Indianer gestaunt.

Zum ersten Mal hatte das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) Berlin-Brandenburg gemeinsam mit dem Wahrberge-Verein und der Aktion Mensch zu einem Cowboy- und Indianerfest eingeladen. Die Besucher kamen – trotz vieler anderer Angebote in der Region.

Willkommenstanz mit Zuschauern

Für exotische Eindrücke sorgten die Mitglieder der Gruppe Psito Oyate: Sie zeigten in ihren prächtigen, bunten Kostümen auf der Waldbühne Groß Woltersdorf nicht nur Indianische Tänze, sondern brachten auch ein bisschen indianische Lebensart mit in die Prignitz. So nahmen sie die Zuschauer gleich mit auf einen so genannten Round-Dance, ein Willkommenstanz, bei dem viele Tänzer sich im Kreis bewegen.

Die Gruppe Psito Oyate ziegt beim ersten Cowboy- und Indianerfest im waldlehrpark in Groß Woltersdorf indianische Tänze. Quelle: Privat/CJD

Der Name Psito Oyate stammt aus der Kultur der Lakota-Indianer und bedeutet so viel wie „die mit den Perlen arbeiten“. Im Tipi konnten die Besucher kunstvolle Perlenstickerei und Alltagsgegenstände nach indianischem Brauch bestaunen. Da fanden sich lederne Taschen Behälter für den Hausrat, Brustschmuck aus weißen Stäbchenperlen oder ein kleines Püppchen aus Stoff und Leder.

Karate und Jiu Jitsu als Tanz

Zu Gast war außerdem das Showteam „Kampfsport ohne Grenzen – Inklusion und Integration“. Die Mitglieder von der Sportgruppe Einheit Wittstock, dem Pritzwalker Sportverein und Menschen mit Behinderungen von der Lebenshilfe und dem CJD trainieren gemeinsam Karate und Jiu Jitsu. „Wir haben uns 2015 gegründet und machen gemixt Sport“, erklärt Gruppenleiter Frank Kallies. „Inklusion wird in der Gruppe gelebt.“

Indianisches Flair konnten die Besucher beim ersten Cowboy- und Indianerfest des CJD in Groß Woltersdorf erleben. Im Waldlehrpark wurde Gold geschürft, mit Pfeil und Bogen geschossen, getanzt und über die handwerklichen Fertigkeiten der Indianer gestaunt.

Wer eine sportliche Abwechslung wollte, konnte sich beim „Jumping-Fitness“ mit Anja Bendig so richtig auspowern. Die Teilnehmer springen nach Anleitung in extremer Geschwindigkeit auf kleinen Trampolinen. „Beim ’Jumping-Fitness’ werden 400 Muskeln bewegt“, erklärt die Pritzwalker Physiotherapeutin.

Westerntänze von Profis

Für Musik sorgte zwischendurch Mister Perkins. Die vierköpfige Band aus Perleberg spielte unter dem schützenden Dach der großen Schutzhütte irische Folksongs.

Die Idee für die Veranstaltung hatte Sandra Böttcher, Mitarbeiterin des CJD in der Wohngruppe 1 in Hoppenrade. Sie ist ein eingefleischter Westernfan und schwingt selbst gern die Peitsche. Ihr beeindruckendes Können zeigte sie ebenfalls auf der Bühne. Das Thema lag für sie auf der Hand: „Ich bin selbst oft in Pullman-City zu Gast und habe so den Kontakt zu den Showgruppen geknüpft.“ Psito Oyate treten sonst in Westernstädten wie eben Pullman City im Harz und Eging am See oder in Pilsen auf.

Sandra Böttcher war mit der Resonanz auf das erste Cowboy- und Indianerfest zufrieden: „Es ist ja das erste Mal gewesen.“ Gelingen konnte das Fest nur, weil so viele Helfer es unterstützt haben, sagt sie.

Von Beate Vogel

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